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Termpaper, 2006, 21 Pages
Author: Daniel Schmidt
Subject: Economics / Business: General
Details
Institution/College: Fachhochschule Koblenz - Standort RheinAhrCampus Remagen
Tags: Einsatz, Prozesskostenrechnung, Altenhilfe, Sozialmanagement
Year: 2006
Pages: 21
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 20 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-52683-8
File size: 233 KB
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Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule Koblenz, RheinAhrCampus Remagen
Seminar: Sozialmanagement (G700)
Abgabedatum: 01.08.2006, Fachsemester: 6.
Der Einsatz der Prozesskostenrechnung
in der stationären Altenhilfe
von: Daniel Schmidt
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung - 4 -
2 Grundlagen der Prozesskostenrechnung - 4 -
2.1 Begriffsdefinition und Entstehung der Prozesskostenrechnung - 5 -
2.1.1 Begriffsdefinition - 5 -
2.1.2 Herkunft der Prozesskostenrechnung - 6 -
2.2 Aufgaben und Ziele der Prozesskostenrechnung - 6 -
2.3 Notwendigkeit der Einführung einer Prozesskostenrechnung - 7 -
2.3.1 Gemeinkostenanstieg - 7 -
2.3.2 Umfeldentwicklung - 8 -
2.3.3 Mängel traditioneller Kostenrechnungssysteme - 9 -
3 Die Prozesskostenrechnung in der stationären Altenpflege - 10 -
3.1 Anforderungen an den Einsatz der Prozesskostenrechnung - 10 -
3.2 Aufbau und Ablauf der Prozesskostenrechnung - 11 -
3.2.1 Analyse von Prozessen und Aufbau einer Prozesshierarchie - 11 -
3.2.2 Definition und Identifikation von Prozessgrößen - 13 -
3.2.3 Ermittlung von Prozesskostensätzen - 15 -
3.2.3.1 Top-Down-Verfahren - 15 -
3.2.3.2 Bottom-Up-Verfahren - 16 -
4 Fazit und Ausblick - 17 -
Literaturverzeichnis - 19 -
1 Einleitung
Veränderte Rahmenbedingungen in der Sozialwirtschaft - genannt seien der strukturelle, finanzwirtschaftliche, gesellschaftliche, demografische und politischrechtliche Wandel - erfordern die Notwendigkeit der Einführung und Anwendung moderner Kostenrechnungssysteme. Dies gilt insbesondere für den Bereich der stationären Altenpflege, der bedingt durch den demografischen Faktor einen Wachstumsmarkt darstellt.1 Zudem verursachen die dort komplexen Behandlungsprozesse eine überdurchschnittlich gemeinkostenintensive Kostenstruktur, die anhand traditioneller Kostenrechnungsverfahren nicht länger adäquat gemanagt werden kann. Folglich müssen Anpassungen erfolgen, um Einrichtungen dieses Sektors mittel- bis langfristig zielorientiert steuern zu können. Eine weitere Grundvoraussetzung dafür ist eine transparente Kostensituation. Die Prozesskostenrechnung (PKR) bietet einen hierfür geeigneten Lösungsansatz.2 In sozialwirtschaftlichen Unternehmen Deutschlands wird diese jedoch aktuell noch vollkommen unzureichend angewendet.3
Ziel der Seminararbeit ist es, dem/der Leser/in eine Einführung in die Grundlagen der Prozesskostenrechnung zu geben. Darüber hinaus werden die Rahmenbedingungen der Einführung einer PKR in der Praxis näher beleuchtet. Da es bislang nur in einem sehr geringen Umfang spezifische Literatur zur PKR in der Sozialwirtschaft und insbesondere in der stationären Altenhilfe gibt, basiert die Ausarbeitung größtenteils auf allgemeiner Literatur zur PKR sowie auf krankenhausspezifischen Ausführungen zu der Thematik, die aufgrund analoger Strukturen zu Einrichtungen der stationären Altenhilfe zumindest tendenziell übernommen werden können.
2 Grundlagen der Prozesskostenrechnung
Die folgenden Unterpunkte führen in die Grundsätze der PKR ein. Neben einer Begriffsdefinition und der Darstellung der Historie dieses Kostenrechnungsverfahrens wird dabei auf die Gründe der Notwendigkeit der Anwendung der PKR, auf die sich daraus ergebenden Vorteile der PKR im Vergleich zu traditionellen Kostenrechnungsmethoden sowie auf die Aufgaben und Ziele des Verfahrens näher eingegangen.
2.1 Begriffsdefinition und Entstehung der Prozesskostenrechnung
2.1.1 Begriffsdefinition
Der aus dem lateinischen stammende Begriff „Prozess“ bedeutet Vorgang. Er beschreibt ein mehr oder weniger lang andauerndes Geschehen.4 Nach Horváth ist ein Prozess eine Folge einzelner Aktivitäten, deren Ergebnis eine Leistung für einen Kunden darstellt.5
Abbildung 1: Prozessdefinition [Abbildung in der Downloaddatei vorbei]
Zur Definition des Begriffs „Prozesskostenrechnung“ bedarf die vorab genannte Erläuterung einer Erweiterung um den Bestandteil der Analyse von Abläufen, Kosten und Leistungen.
Im amerikanischen Sprachgebrauch wird die PKR als „Activity Based Costing“ (ABC) bezeichnet. Inhaltlich zutreffender übersetzt als mit PKR wäre dieser amerikanische Ausdruck durch „prozessorientierte Kostenrechnung“, da dadurch nicht der Eindruck vermittelt würde, bei den analysierten Vorgängen handele es sich um eindeutig definierte Prozesse, durch die das gesamte betriebliche Geschehen verrechenbar gemacht werden kann.6 Aufgrund der Dominanz des Begriffs „Prozesskostenrechnung“ im deutschen Sprachraum soll dieser jedoch auch in der Seminararbeit weiter verwendet werden.
Die PKR ist kein völlig neues Controllinginstrument. Sie ist eine Vollkostenrechnung, baut auf den traditionellen Kostenrechnungssystemen auf und bedient sich der Gliederung nach Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträgern. Sie ist ein auf die Gemeinkostenbereiche des Unternehmens konzentriertes sowie aktivitätsorientiertes Kostenrechnungssystem. Das Anwendungsgebiet der PKR sind folglich die indirekten Kosten, da die Zurechnung der Einzelkosten auf die Kostenträger unmittelbar vorgenommen wird.7
2.1.2 Herkunft der Prozesskostenrechnung
[...]
1 vgl. Kran, B.: Prozesskostenrechnung in der stationären Altenhilfe, Münster et al. 2003, S. 1
2 vgl. Breinlinger-O’Reilly, J./Krabbe, M.: Controlling für das Krankenhaus, Berlin et al. 1998, S. 49
3 vgl. Kran, B.: Prozesskostenrechnung in der stationären Altenhilfe, Münster et al. 2003, S. 2
4 vgl. Greiling, M./Hofstetter, J.: Patientenbehandlungspfade optimieren - Prozessmanagement im Krankenhaus, Kulmbach 2002, S. 15
5 Horváth, P.: Controlling, München 2006, S. 83
6 vgl. Remer, D.: Einführen der Prozesskostenrechnung, Stuttgart 2005, S. 6 f.
7 vgl. Horváth, P.: Controlling, München 2006, S. 526
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