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Innovationsquellen - Ein Überblick über aktuelle Methoden der Innovationsgenerierung

Scholarly Essay, 2005, 24 Pages
Author: Martin Renze-Westendorf
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance

Details

Category: Scholarly Essay
Year: 2005
Pages: 24
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 27  Entries
Language: German
Archive No.: V58643
ISBN (E-book): 978-3-638-52778-1

File size: 635 KB
Notes :
Wie entsteht die Innovation? Wie kommt das Neue in die Welt? Was sind die Quellen der Innovation? Um auf diese Fragen Antworten zu finden, soll nach einer Klärung der grundlegenden Begriffe ein systematischer Überblick über die unterschiedlichen Quellen der Innovationen gegeben werden. Im Anschluss werden anhand dieser Systematik die einzelnen Quellen beschrieben und erläutert, um abschließend mit operativen Fragen der Implementierung solcher sich zu beschäftigen.



Excerpt (computer-generated)

Innovationsquellen - Ein Überblick über aktuelle
Methoden der Innovationsgenerierung

von: Martin Renze-Westendorf

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 1

2 Grundlegende Begriffsdefinitionen  2

3 Innovationsquellen aus Sicht der Forschung 5

3.1 Konzeptioneller Überblick 5
3.2 Technologie-getriebene Innovationsquellen  8
3.3 Nutzer-getriebene Innovationsquellen  10
3.4 Operationalisierung und Organisation von Innovationsfähigkeit  13

4 Ausgewählte Anwendungsbeispiele in der Praxis  15

5 Kritische Würdigung und Ausblick  17

Anhang  18

Literaturverzeichnis 19

 


 

1 Einleitung

Der Begriff „Innovation“ ist in aller Munde. Sowohl Wirtschaft, Politik als auch die wissenschaftliche Forschung messen Innovationen in seltener Übereinstimmung einen hohen Stellenwert bei, wenn man auch in Zukunft erfolgreich sein will. Schon Schumpeter erkannte die Bedeutung der schöpferischen Zerstörung und der mit ihr einhergehenden Innovation, getrieben durch den Wettbewerb.1 Modernere Vertreter der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung wie von Hippel, Christensen, Utterback oder Herstatt haben diesen Gedanken fortentwickelt und leisten so einen großen Beitrag zur aktuellen Innovationsmanagementforschung. Ebenso argumentieren Praktiker wie Mc- Kinsey Berater Kluge2 oder Siemens Vorstand Kleinfeld3, die beide Innovationsfähigkeit als Kernkompetenz von Unternehmen auffassen. Schließlich hat auch Alt- Bundeskanzler Schröder mit der Agenda 2010 die Innovationspolitik viel stärker als bisher in den Mittelpunkt der Bundespolitik gerückt, da Deutschland als Land ohne Rohstoffe und mit hohem Lohnniveau nur eine Perspektive habe: „Vorsprung durch Innovation“.4

So einfach „innovativ“ zu sein, ist es dann aber doch nicht. Unternehmen sehen sich immer stärkerem Wettbewerbsdruck und größerer Umweltkomplexität ausgesetzt. Dabei spielt besonders ein Faktor eine Rolle: die Zeit. Kürzere Nachfrage-, Technologie- und Regulierungszyklen sowie schnellere Imitation der Wettbewerber sind Kerntreiber, warum Innovationen immer schwieriger werden. Den Break-Even zu erreichen, wird bei schrumpfenden Lebenszyklen aber bei wachsenden Entwicklungszeiten und –kosten immer schwerer.5 Zudem stehen sich die meisten Unternehmen, wenn es um Innovationen geht, selbst im Weg. Es beginnt bei der Definition. Als innovativ gilt hier zu Lande in der Regel das bahnbrechend Neue, die revolutionäre Produktidee, ganz egal, ob sie jemand brauchen kann oder nicht. Das missliche Grundverständnis zieht eine Kette von Überzeugungen und Verhaltensweisen nach sich, die auf den Erfolgen der Vergangenheit basieren, und die, weil sie keiner mehr auf ihren Sinn überprüft, das Neue nicht fördern, sondern blockieren. Dass Innovationen die Domäne der eigenen Forscher und Entwickler sind, gehört genauso dazu wie die Fantasie der perfekten Planung oder der Irrtum, die neueste Technologie sei die Krönung der Innovationsdisziplin. Wie entsteht also Innovation? Wie kommt das Neue in die Welt? Was sind die Quellen der Innovation? Um auf diese Fragen Antworten zu finden, soll nun im Folgenden nach einer Klärung der grundlegenden Begriffe ein systematischer Überblick über die unterschiedlichen Quellen der Innovationen gegeben werden. Im Anschluss werden anhand dieser Systematik die einzelnen Quellen beschrieben und erläutert, um abschließend mit operativen Fragen der Implementierung solcher sich zu beschäftigen. Danach soll in einem eigenen Abschnitt eine Auswahl der beschriebenen Quellen mit Hilfe von Beispielen aus der Praxis veranschaulicht werden. Zum Schluss soll eine kritische Würdigung und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben werden.

2 Grundlegende Begriffsdefinitionen

Um für die späteren Ausführungen eine gemeinsames Verständnis zu schaffen, sollen in diesem Abschnitt Kernbegriffe wie Innovation, Innovationsprozeß und Innovationsmanagement klargestellt werden. Wie bereits dargestellt, ist eine Definition des Begriffs „Innovation“ schwer. Wörtlich bedeutet es soviel wie „Neuerung“ oder „Erneuerung“ und leitet sich etymologisch aus den lateinischen Wörtern novus für neu sowie innovatio für etwas neu Geschaffenes ab.6 Meist wird es auf technische Neuerungen bezogen, es kann aber auch soziale, organisatorische oder sonstige Neuerungen meinen. Eine klare, abgrenzbare Begriffsdefinition ist leider nicht möglich. So definiert z.B. die Europäische Kommission Innovation als „[…] die Einführung, Aneignung und erfolgreiche Verwendung einer Neuerung in Wirtschaft und Gesellschaft.“7 Diese Definition soll als Grundlage an dieser Stelle genügen Des Weiteren wird in der Innovationsökonomie zwischen Invention (der bloßen Erfindung), Innovation (der erfolgreichen Einführung einer Invention) und Diffusion (mas- senhafte Verbreitung) unterschieden. Aus dieser Reihenfolge lässt sich ein Prozess darstellen, der in der untenstehenden Abbildung veranschaulicht ist. Die Abbildung zeigt zudem, dass eine Unterscheidung zwischen Innovation im engeren Sinne und im weiteren Sinne möglich ist.

Abbildung 1: Der Innovationsprozess im weiteren Sinne8 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Der Innovationsprozess, so wie er hier dargestellt ist, ist allerdings ebenso keinesfalls klar abgrenzbar. Dies liegt wesentlich an drei Gründen:

1. Die Ausdehnung des Innovationsprozesses wird in der Literatur sehr unterschiedlich gesehen.9
2. Die Stufen des Prozesses sind nicht immer gleich bezeichnet oder gleich abgegrenzt worden.
3. Die Durchführung und die Initiative müssen keinesfalls innerhalb einer Organisation bleiben. Es können hersteller- und nutzerdominierte Innovationsprozesse unterschieden werden.10

Im Anschluss an den oben beschriebenen Innovationsprozess im weiteren Sinne kann somit auch eine Typisierung von Innovationsprozessen anhand der Involvierung von Hersteller und Nutzer vollzogen werden.

[...]


1 Vgl. Schumpeter (1912).

2 Vgl. Kluge (2004).

3 Vgl. Kleinfeld (2005), S. 64-65.

4 Vgl. Schröder (2004).

5 Aktuelle Entwicklungen zeigen auch Grafik 1 und Grafik 2 im Anhang.

6 Vgl. Duden.

7 Vgl. Europäische Kommission (2003).

8 Vgl. Brockhoff (1999), S. 38.

9 Vgl. Vedin (1980), S. 17.

10 Vgl. von Hippel (1988).


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