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Scholary Paper (Seminar), 2006, 34 Pages
Author: Christine Weitz
Subject: Politics - International Politics - Topic: European Union
Details
Tags: Akteur, Afrika, Kooperation, Menschenrechts-, Handelspolitik, Cotonou-Abkommen
Year: 2006
Pages: 34
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 20 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-52849-8
File size: 811 KB
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Excerpt (computer-generated)
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Philosophische Fakultät
Sommersemester 2006
Einführung in das politische System der EU
Die EU als internationaler Akteur in Afrika
Kooperation zwischen Menschenrechts- und Handelspolitik?
- Das Cotonou-Abkommen -
von
Christine Weitz
Abgabedatum: 03.Juli 2006
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1
Vorwort 2
Abkürzungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Europäische Kooperation mit Afrika 6
2.1 Die historische Entwicklung 6
3. Das Cotonou-Abkommen: Neuausrichtungen der Handels- und Entwicklungspolitik 9
4. Menschenrecht und Demokratie 11
4.1 politische Instrumente zur Sicherung der Menschenrechte und Grundfreiheiten 11
4.1.1 negative politische Konditionalität: Sanktionen 11
4.1.2 positive politische Konditionalität: Budgethilfe 13
4.1.3 Positivmaßnahmen 14
5. Handelspolitische Maßnahmen: Wirtschaftspartnerschaftsabkommen 18
5.1 Erfolgreiche Integration der AKP-Staaten durch EPAs? 19
6. Handels- vs. Entwicklungspolitik ? 21
Anhang 24
Anhang 1: Karten der AKP-Mitgliedstaaten 25
Anhang 2: Chronologie der Lomé- und Cotonou-Abkommen 26
Anhang 3: Hauptimporte der AKP-Länder 27
Anhang 4: Anzahl der Indikatoren in den Budgethilfeprogrammen 27
Anhang 5: Sanktionen der EU 28
Anhang 6: Mitteleinsatz im Rahmen der EIDHR-Initiative: Demokratisierung und Rechtstaatlichkeit 29
Anhang 8: Mitteleinsatz im Rahmen der EIDHR-Initiative: Vertrauensbildung und Wiederherstellung des Friedens 30
Anhang 9: Mitteleinsatz im Rahmen der EIDHR-Initiative: Initiativen für Zielgruppen 30
Literaturverzeichnis 31
Vorwort
1,15 Milliarden Menschen in der Welt haben weniger als 1 US-$ täglich zur Verfügung und gelten damit als absolut arm.1
Absolute Armut wird als „ungenügende Versorgung mit lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen und als mangelnde Teilhabe an Gütern, die das Leben lebenswert machen“2 definiert.
Absolute Armut bedeutet: „Dein Durst wird nie gelöscht, dein Hunger wird nie gestillt, du kannst nie schlafen, irgendwann bist du nicht mehr müde.“3
Fühlt sich ein supranationales Gebilde wie die EU normativ verpflichtet untragbaren Zuständen wie diesen entgegenzuwirken? Verfügt die EU über Mittel und Strategien die Armut der Welt zu bekämpfen? Dieses wird im Rahmen dieser Arbeit am Beispiel der afrikanischen EU-Entwicklungspolitik untersucht werden.
1. Einleitung
Nach 2-jährigen Verhandlungen schloss die EU im Jahre 2000 mit 77 Staaten in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifik ein neues entwicklungspolitisches Kooperationsabkommen. Am 23. Juni 2000 wurde in Cotonou, der Hauptstadt von Benin, feierlich das „Partnerschaftsabkommen zwischen den Mitgliedern der Gruppe der Staaten in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstatten andererseits“ unterzeichnet. Das Cotonou-Abkommen löste die im Februar 2000 auslaufende Lomé-IV-Konvention ab. Es wurde auf 20 Jahre Laufzeit angelegt und bietet somit den EL aber auch den IL Planungssicherheit. Allerdings besteht alle 5 Jahre die Möglichkeit der Revision des Abkommens.
Das Abkommen „stützt sich auf drei miteinander verzahnte Komponenten: politischer Dialog, Handel und Investitionen und Entwicklungszusammenarbeit“.4 Die Multidimensionalität, welche signifikant für dieses Abkommen ist, beruht auf fünf Säulen5:
- eine umfassende politische Dimension
- Förderung partizipatorischer Ansätze
- Entwicklungsstrategien und Konzentration auf das Ziel der Armutsbekämpfung
- Schaffung eines neuen Rahmens für die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit
- Reform der finanziellen Zusammenarbeit
Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, wird im Folgenden der Fokus auf der Handels- und Entwicklungspolitik der EU für Afrika unter Berücksichtigung des historischen Kontextes liegen. Insbesondere soll jedoch dieses Verhältnis im Rahmen des Cotonou-Abkommen betrachtet werden (Säule 1 und 4 des Abkommens).
Als Grundlage zum adäquaten Einstieg in die Thematik wird im ersten Teil der Arbeit die historische Entwicklung der Zusammenarbeit skizziert. Um die Übergeordnete Fragestellung dieser Arbeit, in welchem Verhältnis wirtschaftliche und entwicklungspolitische Elemente in der Europäischen EP zueinander stehen, angemessen zu untersuchen, werden insbesondere die Demokratieförderung, der Einfluss von Menschenrechtskonformität auf die wirtschaftliche Hilfe und die hierzu zur Verfügung stehenden entwicklungspolitischen Instrumente analysiert. Welche Relevanz hat menschenrechtskonformes Verhalten der EL für die EU? Über welche Sanktionsmöglichkeiten verfügt die Gemeinschaft bei Verstößen gegen die Menschenrechte? Kann hier ein Zusammenhang zwischen Handels- und EP hergestellt werden? Werden Demokratisierungsfortschritte entlohnt? Soll Entwicklung durch Handel erfolgen bzw. welches Konzept liegt der EU-Entwicklungspolitik zu Grunde? Auch gegenwärtigen Entwicklungen und die Verhandlungen über die Einführung von Wirtschaftspartnerschaftsabkommen sollen kritisch nach ihren Folgen für die Handelsund Entwicklungspolitik untersucht werden.
Abschließend wird eine Gesamtbewertung des Abkommens, insbesondere unter Einbeziehung der Frage nach der Einhaltung des übergeordneten Ziels des Cotonou- Abkommen, die Bekämpfung und Senkung der Armut, erfolgen. Bezüglich der methodischen Vorgehensweise sei bemerkt, dass hier die Analyse von Dokumenten und die Bewertung dieser unter Einbezug des historischen Kontextes und des aktuellen Forschungsstandes vordergründig seien wird.
[....]
1 O.V. (2002):Armut weltweit. Zahlen und Fakten. Armut ist ein globales Problem. In: BMZ online. Online unter:
http://www.aktionsprogramm2015.de/www/zahlenfakten_16_20_0_f.htm [Zugriff vom 30.06.2006]
2 Nuschler, Franz: Lern- und Arbeitsbuch Entwicklungspolitik. 5 Auflage, Bonn: 2004, S.146
3 Zitat unbekannter Herkunft
4 Europäische Kommission: Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament: Die Rolle der Europäischen Union bei der Förderung der Menschenrechte und der Demokratisierung in Drittländern. Brüssel 08.Mai. 2001. Online unter:
http://ec.europa.eu/comm/external_relations/human_rights/doc/com_01_252_de.pdf [Zugriff vom 06.04.2006]
5 O.V. (2003): Abkommen von Cotonou.: Das Portal der Europäischen Union. Tätigkeitsbereiche der EU.
Zusammenfassung der Gesetzgebung. Online unter: http://europa.eu/scadplus/leg/de/lvb/r12101.htm
[Zugriff vom 08.03.2006]
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