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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 24 Pages
Author: Jördis Nakonz
Subject: English Language and Literature Studies - Literature
Details
Institution/College: Technical University of Chemnitz
Tags: Sean, Faolain, Invented, Eine, Short, Story, Irish, Short, Story
Year: 2005
Pages: 24
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 18 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-52851-1
File size: 213 KB
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Excerpt (computer-generated)
Technische Universität Chemnitz
Hauptseminar: The Irish Short Story
Sean O’Faolains
„The Man Who Invented Sin“-
Eine typisch irische Short Story?
eingereicht von:
Jördis Nakonz
2005
Gliederung:
1. Einleitung ... 2
2. Die irische Short Story ... 3
3. Textanalyse ... 7
3.1. Inhalt ... .. 7
3.2. Sprachliche Merkmale ... 9
3.3. Inhaltliche Merkmale ... 11
3.4. Thematische Merkmale ... 16
4. Zusammenfassung ... 20
5. Bibliographie ... 22
6. Anhang ... 24
1. Einleitung
Sean O’Faolain zählt neben Liam O’Flaherty und Frank O’Connor zu den Meistern der modernen irischen Short Story1 (vgl. Averill 1982: 101) und demzufolge gehört „The Man Who Invented Sin“ zu einer der bekanntesten Short Stories in der irischen Literatur. In dieser Hausarbeit soll dieses Werk von Sean O’Faolain sowohl analysiert als auch interpretiert werden. Dies soll vor allem unter Berücksichtigung folgender Fragen geschehen: Was macht diese Short Story zu einer typisch irischen Short Story? Ist es der biographische Hintergrund des Autors, der irische Schauplatz, sind es die Themen oder bestimmte inhaltliche bzw. stilistische Merkmale, die diese Geschichte als typisch irisch kennzeichnen?
Zunächst ist es im ersten Teil dieser Arbeit erst einmal notwendig, den theoretischen Hintergrund herauszuarbeiten, d.h. es wird dargestellt, wodurch sich die moderne irische Short Story auszeichnet, welche Merkmale sie hat und welche Bedeutung ihr innerhalb der irischen Literatur zukommt. Dabei wird nicht vordergründig das Genre der Short Story an sich definiert, sondern es soll vor allem auf die irischen Besonderheiten dieser literarischen Gattung eingegangen werden. Denn erst mit diesem theoretischen Hintergrund, also wenn man die Merkmale und die Bedeutung der irischen Kurzgeschichte kennt und richtig einschätzt, kann man beurteilen, inwieweit O’Faolains Short Story darunter einzuordnen ist.
Nach einer kurzen Zusammenfassung des Inhalts zum besseren Verständnis für den Leser findet im Hauptteil dieser Arbeit die eigentliche Analyse und Interpretation der Short Story statt. Es wird versucht, die bereits herausgearbeiteten Merkmale auf O’Faolains „The Man Who Invented Sin“ anzuwenden, um somit eventuell nachzuweisen, dass das Werk der Gattung der irischen Short Story zugeordnet werden kann. Dabei werden sprachliche, inhaltliche und thematische Merkmale betrachtet. Bei der sprachlichen Analyse werden z.B. die Erzählerperspektive, stilistische Mittel oder Besonderheiten im Sprachgebrauch untersucht. Bei der inhaltlichen Betrachtung des Werkes wird unter anderem der Schauplatz untersucht, versucht einen biographischen Zusammenhang herzustellen, aber auch eine Charakterisierung der Hauptfiguren vorgenommen. Es wird in diesem Teil der Arbeit also vor allem geprüft, ob die äußeren Rahmenbedingungen so dargestellt sind, dass sie die für das Genre typischen Merkmale aufweisen.
Im letzten Teil dann erfolgt die Analyse und Interpretation der Themen dieses Werkes. Welche Aussagen macht der Autor? Welche Themen werden angesprochen? Das heißt, es soll nicht nur herausgefunden werden, welche Themen es in der Geschichte gibt und warum, sondern es wird auch untersucht, ob gerade diese Themen für eine irische Kurzgeschichte kennzeichnend sind.
2. Die irische Short Story
Versucht man in der Literatur eine allgemein gültige Definition der Short Story zu finden, wird man sich schwer tun. Auch die Abgrenzung zu den Gattungsnachbarn, wie der Novelle oder der Erzählung, ist nicht ganz einfach, sind doch die Übergänge meist fließend. Averill (1982: 17) schreibt dazu „Many attempts have been made to define the modern short story, but because it is such an open, flexible, individualized genre, a generally accepted definition has not been found.” Doch besteht trotz vieler unterschiedlicher Auffassungen über eine allgemeingültige Definition zumindest Einigkeit über die zentralen Merkmale der Short Story. Bei Dockrell-Grünberg (zit. nach Schmitz 1981: 12) werden diese wie folgt zusammengefasst:
[…] so wirkt eine ganze Short Story als eine Darstellung von etwas, das den Augen verborgen bleibt, aber sowohl im wirklichen Leben als auch in der Short Story vorhanden ist. Eine gute Short Story ist somit eine indirekte, verfeinerte Darstellung einer Erkenntnis, eines Motivs, einer Ursache. Sie komprimiert gleichzeitig auf kurzem Raum Ursache, Anlaß und Folgen zu einem Geschehen. Sie erreicht durch diese starke Kompression mit der gegenseitigen Durchdringung der Begriffe, d.h. durch die Verwendung mehrerer Bedeutungen in einem einzigen Ausdruck.
Man kann demnach sagen, dass eine Short Story die fiktionale Darstellung der Wirklichkeit in einer stark komprimierten Form ist. Durch die Beschränkung in ihrer Länge ist es natürlich nicht möglich, Themen, Ideen und Handlungsstränge komplex auszubauen oder Charaktere vollends zu entwickeln. Um dem Leser dennoch die Möglichkeit zu geben, sowohl dem Handlungsstrang der Short Story ohne Probleme folgen zu können als auch die Intention der Geschichte trotz der starken Komprimierung erfassen zu können, muss der Autor seine sprachlichen Mittel so sorgfältig wählen, dass jedes einzelne Wort bereits von Anfang an den Sinn der Short Story trägt. Ebenso bemerkt Sean O’Faolain (zit. nach Butler 1993: xiii), der sich immer wieder auch mit der Theorie dieser Gattung auseinandersetzte, was das Genre kennzeichnet: „readily understood conventions, economy of characterization, compression of plot.“
[...]
1 Die Begriffe Short Story, Kurzgeschichte und Geschichte werden in dieser Arbeit synonym verwendet.
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