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Die Grundlagen des strategischen Bankmanagements

Scholary Paper (Seminar), 2005, 41 Pages
Author: Alina Elena Negrila
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 41
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 72  Entries
Language: German
Archive No.: V58887
ISBN (E-book): 978-3-638-52963-1
ISBN (Book): 978-3-638-73036-5
File size: 365 KB

Abstract

Die Gegenwart ist für Kreditinstitute wie kaum zuvor durch tiefgreifende Umbrüche und Veränderungen gekennzeichnet. Die Komplexität, Dynamik und Unsicherheit der Problemstellungen, mit denen Banken konfrontiert werden, nimmt immermehr zu. Um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Strategien entwickelt werden, die ganzheitliche Lösungen anbieten. Durch strategisches Bankmanagement soll das Problem der Komplexitätsbewältigung gelöst und die Unternehmensleitung in die Lage versetzt werden, dem Unerwarteten mit einem Höchstmaß an Flexibilität und Schnelligkeit zu begegnen. Strategisches Management verhindert weiterhin, dass Unternehmen von neuen Entwicklungen unvorbereitet überrascht werden . Genau unter solchen Umständen ist strategisches Bankmanagement unabdingbar. In der bankbetrieblichen Literatur existiert zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine geringe Anzahl an Veröffentlichungen, die sich mit dem Thema „strategisches Management“ befassen. Die Bankbetriebslehre hat nur mit Verzögerung auf die aktuellen Anförderungen der Praxis reagiert. Das hängt eng damit zusammen, dass das Verständnis von dem, was strategisches Bankmanagement eigentlich darstellt, im Verlaufe der Jahre verschiedene Entwicklungen durchlaufen hat und bis heute bei den Banken ganz unterschiedlich ausgeprägt ist. Die fünf chronologischen Entwicklungsstufen sind: Budgetierung und finanzielle Kontrolle, langfristige Planung, strategische Planung der Bankgeschäfte, strategische Planung für die Bank als ganzes und letztendlich strategisches Bankmanagement. Aus diesen Gründen ist es von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Finanzbranche, dass das Thema des strategischen Bankmanagement gründlich untersucht wird, zum einen um die strategischen Zusammenhänge des Bankmanagements klar zu veranschaulichen und sie wissenschaftlich zu behandeln, zum anderen, um einen Bezugsrahmen für die Führungskräfte in Kreditinstituten anzubieten.


Excerpt (computer-generated)

Die Grundlagen des strategischen Bankmanagements

von: Alina Elena Negrila

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung 1

1.1 Problemstellung  1
1.2 Begriffliche Grundlagen  2

1.2.1 Begriff und Wesen der Strategie und des Bankmanagements 2
1.2.2 Dimensionen des Begriffs „strategisches Bankmanagement“  2

1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit  3

2 Das Konzept des strategischen Bankmanagements 4

2.1 Gründe für den Einsatz eines strategischen Bankmanagements 4
2.2 Besonderheiten der Bankleistungen  4
2.3 Prämissen erfolgreichen strategischen Bankmanagements  5

3 Ansätze zur Entwicklung einer nachhaltigen Bankstrategie 6

3.1 Grundelemente einer Bankstrategie - Der St. Galler Ansatz 6

3.1.1 Normative Ebene  7

3.1.1.1 Vision 7
3.1.1.2 Unternehmenskultur und Unternehmensstrategie  8
3.1.1.3 Leitbilder bei Kreditinstituten  8

3.1.2 Strategische Ebene 9

3.1.2.1 Analyse der Ausgangssituation der Bank 9
3.1.2.2 Marktbasierter Ansatz – Umfeldanalyse  10
3.1.2.3 Ressourcenbasierter Ansatz – Unternehmensanalyse 10
3.1.2.4 SWOT – Matrix Analyse 11
3.1.2.5 Festlegung der strategischen Ziele  12
3.1.2.6 Erfolgspotenziale und Erfolgsfaktoren 12
3.1.2.7 Abgrenzung und Bewertung von Geschäftsfeldern 13
3.1.2.8 Gesamtbankstrategie als Ergebnis der strategischen Überlegungen  14

3.2 Porters Modell der Wertschöpfungskette  14

3.2.1 Darstellung von Porters Modell 15
3.2.2 Kostenführerschaft 15
3.2.3 Differenzierung 16
3.2.4 Konzentration auf Schwerpunkte  17

3.3 Industrialisierung der Banken als zukunftsweisender Ansatz  18

3.3.1 Transformationsprozesse in Banken 18
3.3.2 Kernaspekte der Bank–Industrialisierung  18
3.3.3 Erfolgsfaktoren der Industrialisierung 19
3.3.4 Orientierung und Konzentration auf Kernkompetenzen  20
3.3.5 Gestaltung optimaler Wertschöpfungsketten durch Prozessorientierung 20
3.3.6 Sourcing 21
3.3.7 Vorteile und Ausblick des Industrialisierungskonzeptes 23

3.4 Gestaltung der Schnittstellen zu anderen Unternehmen 23

3.4.1 Fusionen und Übernahmen 24
3.4.2 Strategische Allianzen  24
3.4.3 Die Bank im strategischen Netzwerk  25

3.5 Prozess der Strategieentwicklung 26

4 Strategische Geschäftsmodelle für Banken  28

4.1 Restrukturierung der traditionellen Geschäftsmodelle der Universalbanken 28
4.2 Neue strategische Geschäftsmodelle und Positionierungsoptionen  29

5 Zusammenfassung 32
 

 


 

1 Einführung

1.1 Problemstellung

Die Gegenwart ist für Kreditinstitute wie kaum zuvor durch tiefgreifende Umbrüche und Veränderungen gekennzeichnet. Die Komplexität, Dynamik und Unsicherheit der Problemstellungen, mit denen Banken konfrontiert werden, nimmt immer mehr zu. Um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Strategien entwickelt werden, die ganzheitliche Lösungen anbieten. Durch strategisches Bankmanagement soll das Problem der Komplexitätsbewältigung gelöst und die Unternehmensleitung in die Lage versetzt werden, dem Unerwarteten mit einem Höchstmaß an Flexibilität und Schnelligkeit zu begegnen. Strategisches Management verhindert weiterhin, dass Unternehmen von neuen Entwicklungen unvorbereitet überrascht werden1. Genau unter solchen Umständen ist strategisches Bankmanagement unabdingbar.

In der bankbetrieblichen Literatur existiert zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine geringe Anzahl an Veröffentlichungen, die sich mit dem Thema „strategisches Management“ befassen. Die Bankbetriebslehre hat nur mit Verzögerung auf die aktuellen Anförderungen der Praxis reagiert. Das hängt eng damit zusammen, dass das Verständnis von dem, was strategisches Bankmanagement eigentlich darstellt, im Verlaufe der Jahre verschiedene Entwicklungen durchlaufen hat und bis heute bei den Banken ganz unterschiedlich ausgeprägt ist. Die fünf chronologischen Entwicklungsstufen2 sind: Budgetierung und finanzielle Kontrolle, langfristige Planung, strategische Planung der Bankgeschäfte, strategische Planung für die Bank als ganzes und letztendlich strategisches Bankmanagement. Aus diesen Gründen ist es von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Finanzbranche, dass das Thema des strategischen Bankmanagement gründlich untersucht wird, zum einen um die strategischen Zusammenhänge des Bankmanagements klar zu veranschaulichen und sie wissenschaftlich zu behandeln, zum anderen, um einen Bezugsrahmen für die Führungskräfte in Kreditinstituten anzubieten.

1.2 Begriffliche Grundlagen

Die Begriffe „Strategie“, „Bankmanagement“ und „ strategisches Bankmanagement“ wurden im Laufe der Zeit in zahlreichen Quellen sehr unterschiedlich verwendet. Dementsprechend besteht die Notwendigkeit einer klaren Abtrennung der Problemkreise, welche diese Begriffe umfassen.

1.2.1 Begriff und Wesen der Strategie und des Bankmanagements

Der moderne Strategiebegriff stammt aus der Kriegslehre und wurde aus der militärischen Führung in den 60er Jahren insbesondere durch Ansoff3 auf die Unternehmensführung übertragen. „Unternehmensstrategie umfasst die grundsätzliche Festlegung der langfristigen Ziele eines Unternehmens, der Politiken und Richtlinien sowie die Mittel und Wege zur Erreichung der Ziele“4. Sie ist ein geplantes Maßnahmenbündel der Unternehmung zur Erreichung ihrer langfristigen Ziele. In der vorliegenden Arbeit wird strategisches Management als ein Prozess, in dessen Mittelpunkt die Formulierung und Umsetzung von Strategie in Unternehmungen steht, definiert5. Der Begriff „Bankmanagement“ ist - so wie „Strategie“ - in mehrfacher Weise definierbar. Er bezieht sich vor allem auf die drei Dimensionen Institution, Struktur sowie Funktion bzw. Prozess6. Strategisches Bankmanagement ist das grundsätzliche und langfristige Denken, Handeln und Verhalten der obersten Führungs- und Leitungsorgane einer Bank in allen Bereichen der Bank7.

1.2.2 Dimensionen des Begriffs „strategisches Bankmanagement“

Für ein ganzheitliches Verständnis des strategischen Bankmanagements muss man einen Einblick in dessen Aufgabenfelder gewinnen. Das strategische Bankmanagement muss erstens ein Planungssystem entwickeln, gefolgt sowohl von einem Führungskontrollsystem als auch von einem Motivations- und Belohnungssystem der Mitarbeiter. Eine zentrale Aufgabe ist die Schaffung einer Organisationsstruktur, welche auf allen Stufen das Erreichen der bankpolitischen Ziele unterstützt8. Ein Kommunikations- und Informationssystem sowie ein Marketing-Konzept müssen vorhanden sein. Das Marketing-Konzept hat einen besonderen Stellenwert, weil es die langfristige Erfassung der Kundenbedürfnisse und die sorgfältige Analyse des Marktes garantiert.

1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die grundlegenden Überlegungen bei der Entwicklung einer Bankstrategie zu untersuchen und die wichtigsten darauf bezogenen Zusammenhänge zu erläutern. Die Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel, von denen das erste die Einleitung dieses Beitrags darstellt. Das zweite Kapitel führt das Konzept des strategischen Bankmanagements ein und begründet seinen Einsatz in der heutigen Finanzwelt. Dann werden die Besonderheiten der Bankleistungen analysiert, weil sie einen erheblichen Einfluss auf die Gestaltung der Gesamtbankstrategie haben, und anschließend werden die Voraussetzungen für erfolgreiches strategisches Bankmanagement präsentiert. Im dritten Kapitel wird der Weg zu einer fundierten Strategie skizziert. Es wird der Frage nachgegangen, welche Ansätze in der Entwicklung einer nachhaltigen Bankstrategie relevant sind. Durch den St. Galler Ansatz wird auf die formalen Bestandteile einer Strategie näher eingegangen und wird gezeigt, wie man auf eine erfolgversprechende Gesamtstrategie auf der Bankebene kommen kann. Anschließend erklärt das Porter Modell, wie eine Bank sich im Wettbewerb positionieren kann. Dieses Bild wird ergänzt von zukunftsweisenden Ansätzen, die die aktuellen Herausforderungen der Finanzbranche, wie Industrialisierung der Banken und Gestaltung der strategischen Schnittstellen zu anderen Unternehmen, berücksichtigen. Anschließend wird der Gesamtprozess der Strategieentwicklung, -implementierung und -überprüfung untersucht. Im vierten Kapitel werden zuerst die Restrukturierung der gegenwärtigen Geschäftsmodelle und der heutzutage notwendige Strategiewechsel behandelt und dann die neuen Positionierungsoptionen, sowie die wesentlichen Ansätze, die die Geschäftsmodelle der Zukunft prägen werden, präsentiert. Das fünfte Kapitel fasst die Ergebnisse der Untersuchung sowie weiterführende Fragestellungen zusammen.

2 Das Konzept des strategischen Bankmanagements

2.1 Gründe für den Einsatz eines strategischen Bankmanagements

[...]


1 Vgl. Hopfenbeck, W. 1996, S.393, Dannenberg, M. 2001, S.2.

2 Vgl. Kilgus, E. 1994, S.20ff.

3 Vgl. Dannenberg, M. 2001, S.4.

4 Vgl. Staehle, W.H. 1994, S.575.

5 Vgl. Welge, M.K./Al-Laham, A. 2003, S.19.

6 Vgl. Büschgen, H.E. 1993, S.426.

7 Vgl. Kilgus, E. 1994, S.26.

8 Vgl. Kilgus, E. 1994, S.25.


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