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Naturwissenschaftliche Aspekte nicht-dauerhafter formverändernder Haarbehandlungen

Autor: Meike Bösel
Fach: Kosmetologie

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Details

Institution/Hochschule: Universität Osnabrück
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 19
Note: 1,2
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 209 KB
Archivnummer: V58970
ISBN (E-Book): 978-3-638-53022-4
Anmerkungen :
Die Arbeit enthält im Anhang Arbeitsblätter, die als Anregung für eine Unterrichtssequenz (Schulpraktika bei Lehramtstudenten oder für Referendare) dienen können. Sie ist aber auch geeignet für alle die, die sich einfach mal zum Thema informieren möchten.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Osnabrück
Angefertigt in: Kosmetologie
SS 2006, Fachsemester: 7

Naturwissenschaftliche Aspekte nicht-dauerhafter
formverändernder Haarbehandlungen

von: Meike Bösel

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  2

2. Biochemischer Feinbau des Haares 3

2.1 Proteinstrukturen  3
2.2 Keratin 5

3. Physikalische Eigenschaften des Haares 6

3.1 Elastizität 6
3.2 Plastizität  6
3.3 Dehnbarkeit  7
3.4 Wasseraufnahmefähigkeit  7

4. Chemischer Vorgang der kurzfristigen Haarumformung 8

4.1 Wasserwelle  8
4.2 Fönwelle  9

5. Wirkungsweise von Frisierpräparaten 9

5.1 Haaroberfläche  9
5.2 Finishprodukte 11

Literaturverzeichnis 14

Internetquellen 14

Anhang  15

 


 

1. Einleitung

Neben dem Haare schneiden bietet der Friseur eine Reihe anderer Dienstleistungen an. Die Kunden möchten ein positiveres und jugendlicheres Aussehen erlangen und selbstverständlich modisch aussehen. Derzeit wieder sehr aktuell ist eine leichte Wellung bis hin zu einer starken Lockung der Haare. Einige Menschen sind von Natur aus mit welligem, lockigem Haar ausgestattet. Woher kommt diese Naturkrause eigentlich? Sie entsteht durch eine säbelförmige Krümmung des Haarfollikels. Besonders bei Menschen dunkler Hautfarbe sei dies der Grund. Allerdings kann eine Naturkrause oder auch eine leichte Wellung des Kopfhaares ebenso aus nicht gekrümmten Haarfollikeln entstehen. Die Ursache dafür ist noch nicht präzise geklärt. Es wird vermutet, dass die Ursache darin liegt, dass sich die Keratinstrukturen während des Verhornungsvorgangs an Außen- und Innenseite des Haares unterschiedlich schichten. Diese ungleichmäßige Schichtung erzeugt dann ebenfalls eine Krümmung des Haarfollikels und somit die lockige Struktur. Diese Erklärung erscheint mir am plausibelsten, weil sie auch erklärt, wie das Phänomen zustande kommt, dass sich bei Menschen die normalerweise glattes Haar besitzen, eine Änderung zu gewellten Haar beobachten lässt. Mit Änderung der Verhornungsvorgänge können sich auch die Haarfollikelkrümmungen ändern. 1 Viele Menschen die nicht von Natur aus mit einer Lockung der Haare bestückt sind, wünschen sich mehr Volumen, leichte Wellen oder auch richtige Locken. Formen der nicht- dauerhaften formverändernden Haarbehandlung, beispielsweise Fönen, Einlegetechniken und ähnliches, zählen deshalb zu den wichtigsten und am häufigsten in Anspruch genommenen Dienstleistungen des Friseurhandwerks. In der vorliegenden Arbeit werden die naturwissenschaftlichen Aspekte bezüglich der nicht dauerhaften Formveränderung näher beleuchtet. Zunächst wird im biochemischen Teil der Haaraufbau näher beschrieben. Als nächstes werden physikalische Aspekte, wie Dehnung, Hygroskopizität usw. des Haares erläutert. Im chemischen Teil wird es um die eigentliche Haarumformung auf chemischer Ebene gehen, während im letzten Abschnitt Möglichkeiten aufgezeigt werden eine Frisur mit unterschiedlichen Frisierpräparaten haltbarer zu machen.

2. Biochemischer Feinbau des Haares

Haare bestehen im Wesentlichen aus Protein. Um verstehen zu können wie Haar auf biochemischer Ebene aufgebaut ist, wird an dieser Stelle zunächst auf die Proteine näher eingegangen.

2.1 Proteinstrukturen

Proteine (=Eiweiße) sind Makromoleküle. Sie sind aus den Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff aufgebaut, können aber auch Elemente wie beispielsweise Schwefel oder Selen enthalten. 2 Die so genannten „proteinogenen“ Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine. Die große vorherrschende Proteinvielfalt wird nach Heymann aus lediglich 20 verschiedenen Aminosäuren zusammengesetzt.3 Laut Internet ließ sich feststellen, dass diese Aussage wohl nicht den aktuellen Forschungsergebnissen entspricht, denn demnach lassen sich beim Menschen mittlerweile 21 proteinogene Aminosäuren unterscheiden. Zu den bisher bekannten, die im Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht ausführlich beschrieben werden sollen, ist mittlerweile noch eine 21. Aminosäure, das Selenocystein bekannt.4 Jede dieser Aminosäuren enthält eine Carboxylgruppe und eine Aminogruppe am so genannten α- C- Atom. Bei 19 (bzw. 20) der insgesamt 20 (bzw. 21) Aminosäuren handelt es sich bei der Aminogruppe um eine primäre. Die Aminosäure Prolin stellt eine Ausnahme dar, bei ihr ist eine sekundäre Aminosäure anstelle der primären vorhanden. Alle Aminosäuren unterscheiden sich durch ihre unterschiedlichen Seitenketten. Um ein Protein zu ergeben werden die Aminosäuren unter Ausbildung einer Säureamidbindung zwischen der α- Carboxylgruppe und der α- Aminogruppe der Nachbaraminosäure aneinander kondensiert. Die Proteine unterscheiden sich wiederum in ihren unterschiedlichen Seitenketten. Ihre Funktion wird durch unterschiedliche Baupläne bestimmt, also unterschiedlicher Anordnung der Aminosäuren aus denen sie zusammengesetzt sind. Diese Baupläne sind in der DNA gespeichert die sich im Zellkern befindet. Vier verschiedene Betrachtungsweisen zur Beschreibung der Proteinstruktur sind bekannt: die Primär-, Sekundär-, Tertiär- und die Quartärstruktur. Diese sollen in Folge näher besprochen werden:

[...]


1 Vgl.: Möller, H.; Schöneberg, H.,1990, S. 114

2 Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Protein

3 Vgl.: Heymann, 2003, S. 20

4 Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Protein

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