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Die Frage nach der Notwendigkeit eines Stabilisators im internationalen System - Eine theoretische Analyse hegemonialer Stabilität

Scholary Paper (Seminar), 2006, 15 Pages
Author: Florian Huber
Subject: Politics - International Politics - General

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2006
Pages: 15
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 13  Entries
Language: German
Archive No.: V59020
ISBN (E-book): 978-3-638-53059-0
ISBN (Book): 978-3-640-19672-2
File size: 87 KB

Abstract

„Hegemonic periods are those in which power and competitive advantage are relatively concentrated in a single hegemonic state.” Christopher Chase-Dunn (in Balaam, 2005) Auf diese Art beschreibt Christopher Chase-Dunn kurz hegemoniale Zyklen und deren Anführer, den Hegemon. Nun stellt sich die Frage: Brauchen wir überhaupt einen Hegemon im internationalen System? Der Theorie nach ist dieser die Stütze des Systems. Aber kann sich die Stabilität nicht auch anderes halten? Diese hegemonialen Stabilität ist das Hauptthema der vorliegenden Arbeit. Hegemonie und Hegemoniezyklen sollen hier näher betrachtet werden. Als Beispiel wird die Rolle der USA und deren Traditionslinien und außenpolitischen Grundmuster erläutert werden. Die Arbeit wird sich aber weder mit der Frage nach der Zukunft der USA in dieser Rolle, noch mit deren kompletter Außenpolitik befassen. Die Hegemonie und vor allem die Frage ob ein Weltsystem noch einen Stabilisator benötigt, sind die hier verfolgten Kernpunkte. Im internationalen System soll hier von einem „Weltsystem“ ausgegangen werden. Daher dient als Grundlage und zur Definition dieses Begriffes der Ansatz von Immanuel Wallerstein. Es soll dargestellt werden, ob und wenn ja welcher Zusammenhang zwischen Hegemonie und Krieg besteht und ob die These, dass ein Hegemon nur durch Kriege abgelöst werden kann, heute noch immer gilt. Auch unter Berücksichtigung der Globalisierung und wachsenden Konflikten durch den internationalen Terrorismus ein stabilisierendes Element wie der Hegemon noch notwendig ist. Da dieser aber auch in anderen Theorien bzw. Theorieansätzen der Internationalen Beziehungen enthalten ist, werden auch deren Inhalte teilweise zur Sprache kommen um die Arbeit zu ergänzen.


Excerpt (computer-generated)

Universität Stuttgart
Institut für Sozialwissenschaften
Abteilung für Internationale Beziehungen
Proseminar: Theorien der Internationalen Beziehungen
 

Die Frage nach der Notwendigkeit eines Stabilisators
im internationalen System
Eine theoretische Analyse hegemonialer Stabilität

eingereicht von:
Florian Huber

Wintersemester 2005/06

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ... 3

2. Theoretischen Vorklärungen ... 3
2.1 Historische Erfahrungen ... 3
2.2 Beispiel: Wallersteins Theorie des modernen Weltsystems ... 4
2.3 Theorie des Zyklus der Hegemonie ... 5
2.3.1 Beispiel des Hegemoniezyklen nach Christopher Chase-Dunn ... 5
2.4 Stabilität im hegemonialen System ... 6
2.4.1 Hegemonie ... 6
2.4.2 Hegemoniale Stabilität  ... 6

3. Forschungsdesign ... 7
3.1 Hegemonie und Krieg............… ... 7
3.2 Das Vorhandensein eines Hegemon? ... 8
3.2.1 Beispiel: Die Rolle der Vereinten Nationen im Weltsystem ... 9

4. Ergebnisse der theoretischen Analysen ... 10

5. Fazit ... 11

Literaturverzeichnis ... 13

 

1.Einleitung


„Hegemonic periods are those in which power and competitive advantage are relatively concentrated in a single hegemonic state.”
Christopher Chase-Dunn (in Balaam, 2005)

Auf diese Art beschreibt Christopher Chase-Dunn kurz hegemoniale Zyklen und deren Anführer, den Hegemon. Nun stellt sich die Frage: Brauchen wir überhaupt einen Hegemon im internationalen System? Der Theorie nach ist dieser die Stütze des Systems. Aber kann sich die Stabilität nicht auch anderes halten?

Diese hegemonialen Stabilität ist das Hauptthema der vorliegenden Arbeit. Hegemonie und Hegemoniezyklen sollen hier näher betrachtet werden. Als Beispiel wird die Rolle der USA und deren Traditionslinien und außenpolitischen Grundmuster erläutert werden. Die Hausarbeit wird sich aber weder mit der Frage nach der Zukunft der USA in dieser Rolle, noch mit deren kompletter Außenpolitik befassen. Die Hegemonie und vor allem die Frage ob ein Weltsystem noch einen Stabilisator benötigt, sind Kernpunkte dieser Arbeit

Da ich im internationalen System von einem „Weltsystem“ ausgehen werde, dient als Grundlage und zur Definition dieses Begriffes der Ansatz von Immanuel Wallerstein. Es soll dargestellt werden, ob und wenn ja welcher Zusammenhang zwischen Hegemonie und Krieg besteht und ob die These, dass ein Hegemon nur durch Kriege abgelöst werden kann, heute noch immer gilt. Auch unter Berücksichtigung der Globalisierung und wachsenden Konflikten durch den internationalen Terrorismus ein stabilisierendes Element wie der Hegemon noch notwendig ist. Da dieser aber auch in anderen Theorien bzw. Theorieansätzen der Internationalen Beziehungen (IB) enthalten ist, werden auch deren Inhalte teilweise zur Sprache kommen um die Arbeit zu ergänzen.

2. Theoretische Vorklärungen

2.1 Historische Erfahrungen

Hegemonialzyklen, also die Dauer der „Herrschaft“ eines Hegemon, hat es mehrfach in der historischen Entwicklung gegeben (Bspw. England als Empire im 19 Jahrhundert.).Dabei kann man diese nach politischer und wirtschaftlicher Art trennen. Im politischen Bereich beginnt die Reihe dieser Zyklen mit der Kolonialisierungswelle der europäischen Länder (Balaam, 2005) und reicht bis zum Ende des kalten Krieges, welchen die USA als einzige noch verbliebene Supermacht überstand. Im wirtschaftlichen Bereich wäre hier vor allem die der Herausbildung Weltwirtschaft zu nennen.

Für den theoretischen Teil der Analyse dienen als Grundlage die Theorie des modernen Weltsystems von Immanuel Wallerstein und die Theorie der Hegemoniezyklen. Auch Teile neoliberalistischer Theorieansätze werde ich aufnehmen. Wenn man den historischen Kontext der wirtschaftlichen Beziehungen betrachtet, erkannt man im Begriff der Weltwirtschaft zweierlei: Ein internationales Netz innerhalb staatlicher Kooperation und den Mechanismus der Konkurrenz von nationalstaatlicher organisierter Volkswirtschaft. Im Lauf der Geschichte entwickelte sich ein Wettlauf um die fortgeschrittensten Produktionsmethoden und somit um die höchste Produktivität. (List, 1995). Nach dem 2. Weltkrieg fingen Wirtschaftsmächte an, abgesicherte Handels- und Wachstumsgemeinschaften auf liberaler Grundlage zu gründen. Die seit dem 19. Jahrhundert vorhandene private Wirtschaft (Balaam, 2005) wurde ab den 1970ern entscheidend gefördert und staatlicher Einfluss zurück genommen (Neokonservatismus). Auch so zeigt sich wie eng wirtschaftlicher und politische Hegemonie verknüpft sind (Balaam/ Schieder, 2005). In dieser Entwicklung führten zuerst die USA als Hegemon. Später stießen, begünstigt durch die zunehmende Globalisierung, auch Japan und Deutschland hinzu, wodurch das Bild des einen Hegemon zu schwinden begann. Es fand ein Wandel statt, indem die „global integrierte Produktion bei hoher Mobilität von Kapital und wachsender Mobilität von Arbeit“ immer mehr an Bedeutung gewinnen (List, 1995).

[...]


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