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Termpaper, 2003, 14 Pages
Author: Silvia Bannenberg
Subject: Pedagogy: Common Didactics, Educational Objectives
Details
Institution/College: University of Marburg (Institut für Erziehungswissenschaft)
Tags: Teilimmersion, Unterricht, Problematisierung, Einführung, Fremdsprachendidaktik
Year: 2003
Pages: 14
Grade: 1,2
Bibliography: ~ 16 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-53092-7
File size: 134 KB
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Excerpt (computer-generated)
Philipps-Universität Marburg
Institut für Erziehungswissenschaft
PS: Einführung in die Fremdsprachendidaktik
Teilimmersion im bilingualen Unterricht
- Eine Problematisierung -
eingereicht von:
Silvia Bannenberg
5. FS Deutsch, Französisch LA
SoSe 2001
Inhaltsverzeichnis
1. Vorbemerkung ... 3
1.1 Eine thematische Annäherung ... 3
1.2 Begriffliche Abgrenzung ... 4
2. Ziele der Teilimmersion im bilingualen Unterricht ... 5
2.1 Fremdsprachliche Kompetenz ... 5
2.2 Fachliche Kompetenz ... 6
2.3 Interkulturelle Kompetenz ... 6
3. Theorie versus Praxis – kritische Betrachtung der Ziele bilingualen Unterrichts ... 7
3.1 Fremdsprachliche Kompetenz im Sinne annähernder Zweisprachigkeit? ... 7
3.2 Wie steht es um die fachliche Kompetenz? ... 8
3.3 Zu dem Stichwort ‘interkulturelle Kompetenz’ ... 9
3.4 Die „Zielgruppe“ bilingualen Unterrichts ... 10
3.5 Einige Hintergründe und Erforderlichkeiten ... 11
4. Ein Ausblick ... 13
Literaturverzeichnis ... 14
1. Vorbemerkung
1.1 Eine thematische Annäherung
Einhergehend mit der Formulierung eines „Lernziels der Zukunft“, der Mehrsprachigkeit, wurden auf der Kultusministerkonferenz am 7. Oktober 1994 „neue Anforderungen“ für den schulischen Fremdsprachenunterricht bestimmt:
Wichtige Stichworte sind die Anwendbarkeit von Kenntnissen, interkulturelle Kompetenz im Sinne der Fähigkeit, die Sicht des Partners in der Fremdsprache zu verstehen und zu achten, Lernkompetenz für Fremdsprachen überhaupt im Sinne eines lebenslangen Lernens.
(zitiert nach: Reichel u. a. 1997: 133 f.)
Diese Arbeit nun möchte sich mit einer Möglichkeit des fremdsprachlichen Lehrens und Lernens auseinandersetzen, die vorgibt, den genannten Anforderungen (zumindest in Teilen) zu entsprechen: der Teilimmersion im bilingualen Unterricht. Das Ziel des folgenden Textes wird es sein, sich dem Thema Teilimmersion vor dem Hintergrund der KMK-Ansprüche problematisierend zu nähern. Allerdings würde es den Rahmen und die Möglichkeiten dieser Arbeit sprengen, auf andere Unterrichtsformen und -methoden einzugehen, die das dargelegte Anforderungsprofil ebenfalls oder gar besser umsetzen können als die Teilimmersion.
1.2 Begriffliche Abgrenzung
Die Vielfalt von Begrifflichkeiten und Definitionen, die im Bereich des bilingualen Lehrens und Lernens in der Fachliteratur zu finden sind, macht eine inhaltliche Abgrenzung der im Folgenden verwendeten Begriffe unumgänglich.
So wird die Begrifflichkeit ‘bilinguales Lehren und Lernen’ „im Sinne eines unterrichtsmethodischen Prinzips“ gebraucht werden, welches „das Lehren und Lernen in einem schulischen Sachfach unter Einsatz zweier sog. Lern- und Arbeitssprachen, nämlich einer Fremdsprache (Profilsprache) sowie des Deutschen (als Muttersprache)“, bezeichnet (Bausch u. a. 2003: 179). Als eine Besonderheit aus diesem Bereich wird die ‘Teilimmersion im bilingualen Unterricht’ im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit stehen. Diese fast pleonastisch anmutende Begrifflichkeit soll zum einen den bilingualen Unterricht als „weniger festgefügte Struktur“ mit „nicht selten [...] geringere[m] fremdsprachlichen Anteil in der Stundentafel“ sowohl von separaten bilingualen Bildungsgängen1 als auch von sog. ‘bilingualen Angeboten’ abgrenzen, wo „eine Fremdsprache lediglich phasen- oder epochenweise als Lern- und Arbeitssprache in einem Sachfach verwende[t]“ wird (ebd., 180).
Zum anderen soll die Nennung des Begriffs ‘Teilimmersion’ die freiwillige „Eintauchung“ (lat.) der Schülerinnen und Schüler in die Profilsprache als weitgehend ständige Lern- und Arbeitssprache in einem oder mehreren Sachfächern betonen – eben im Gegensatz zu einer nur gelegentlichen Verwendung, aber auch in Abgrenzung zu der aus einem kanadischen Schulprogramm der 70er Jahre stammenden ‘totalen Immersion’2.
2. Ziele der Teilimmersion im bilingualen Unterricht
Im Gegensatz zum traditionellen Fremdsprachenunterricht ist im bilingualen Unterricht die Fremdsprache nicht mehr Unterrichtsgegenstand und -medium zugleich (vgl. Tesch 2002: 75); sie fungiert vielmehr als Medium der Vermittlung und Erarbeitung von neuen Sachverhalten. Dieses „Prinzip der Einbettung von zu lernenden Inhalten in die andere Sprache“ (Sarter 1997: 37) bezieht sich demnach, wie schon aus dem vorangegangenen Kapitel ersichtlich, nicht auf den eigentlichen Fremdsprachen-, sondern auf den Sachfachunterricht (vgl. Bausch u. a. 2003: 207).
[...]
1 Als Beispiel für die durchaus vielfältigen separaten bilingualen Bildungsgänge, auf die in dieser Arbeit leider nicht näher eingegangen werden kann, sei hier die Deutsch-Italienische Grundschule Wolfsburg (DIS) genannt (vgl. Riccò 1997: 113 ff.). Vgl. auch Kapitel 3.4 dieser Arbeit (Stichwort SESB).
2 Nach Tesch (2002: 78) handelt es sich hierbei „um ein sog. „Bereicherungsprogramm für monolinguale Kinder der anglophonen Bevölkerungsmehrheit für die Zielsprache Französisch“. Die ‘totale Immersion’ fordere, dass „der gesamte Unterricht, vom Kindergarten bis zum Schulabschluss, [...] in der zu lernenden Zielsprache erteilt [wird]. [...] Bei der ‘Teilimmersion’ oder ‘partiellen Immersion’ wird hingegen nur ein Teil der Unterrichtsfächer in der Fremdsprache unterrichtet.“ Die vorliegende Arbeit stützt sich auf diese Definition, obgleich in der Fachdiskussion verschiedene Definitionen des Begriffs ‘Immersion’ zu finden sind, denen die hier verwendete nicht oder nur teilweise entspricht (vgl. u. a. Maier 1996: 27).
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