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Scholary Paper (Seminar), 2006, 19 Pages
Author: Christian Bauer
Subject: Economics / Business: Controlling
Details
Institution/College: University of Kassel
Tags: Früherkennung, Marketing-Controlling, Ausgewählte, Probleme, Marketing-Controlling
Year: 2006
Pages: 19
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 47 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-53255-6
File size: 213 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Kassel, Sommersemester 2006
Lehrveranstaltung „Ausgewählte Probleme des Marketing-Controlling“
Früherkennung im Marketing-Controlling
von: Christian Bauer
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 1
2. Gegenstand und Wesen der Früherkennung 2
3. Begriff und Aufgabenstellung des Marketing-Controlling 4
4. Notwendigkeit der Früherkennung im Marketing-Controlling 6
5. Klassifizierung von Früherkennungssystemen im Marketing-Controlling 8
5.1 Früherkennungssysteme der ersten Generation 8
5.2 Früherkennungssysteme der zweiten Generation 8
5.3 Früherkennungssysteme der dritten Generation 9
6. Leistungsfähige Systeme zur Früherkennung im Marketing-Controlling 10
7. Schlussbetrachtung 12
Literaturverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
AktG = Aktiengesetz
BFuP = Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis
CRM = Customer Relationship Management
DBW = Die Betriebswirtschaft
FES = Früherkennungssystem
KonTraG = Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
ZfbF = Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung
1. Einführung
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Komplexität, Turbulenz und Unvorhersagbarkeit der Unternehmensumsysteme ist das Management immer häufiger strategischen Überraschungen ausgesetzt.1 „Ad-hoc“-Entscheidungen reichen an dieser Stelle nicht mehr aus, um langfristig den Erfolg des Unternehmens zu sichern. Zeitgerechtes Handeln wird somit zur kritischen Erfolgsgröße. Insbesondere Entwicklungen im Marktbereich können lange zurückliegen, bevor sie sich im Rechnungswesen für das Unternehmen sichtbar niederschlagen. Folglich steht das Schnittstellenthema Marketing-Controlling als marktorientierte, informationsversorgende Instanz im Unternehmen vor der großen Herausforderung künftige Marktentwicklungen zu antizipieren. 2 Die Früherkennung ist an dieser Stelle ein Instrument, diesen Herausforderungen zu begegnen und sich systematisch mit Zukunftsfragen zu beschäftigen. Das Marketing-Controlling muss daher versuchen, die Etablierung systematischer Früherkennung voranzutreiben, um die Informations- und Prognoseunsicherheiten auf ein Minimum zu beschränken. Dabei sind Anforderungen zu erfüllen, die sich einerseits aus Marktfaktoren, andererseits aus rechtlichen Bestimmungen ergeben. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Gegenstand und Wesen der Früherkennung im Marketing-Controlling darzulegen. Dabei sind folgende Fragestellungen von Bedeutung: Warum ist Früherkennung speziell im Marketing-Controlling so wichtig? Welche Möglichkeiten der Früherkennung bietet sich im Marketing-Controlling an? Und was sind Beispiele für eine systematische, strukturierte und regelmäßige Früherkennung? Neben einer anfänglichen Begriffsbestimmung soll zunächst die Notwendigkeit der Früherkennung im Marketing-Controlling aufgezeigt werden. Danach werden ausführlich die Möglichkeiten, Früherkennung im Marketing-Controlling zu betreiben, dargestellt, bevor anschließend auf einige leistungsfähige Systeme zur Früherkennung im Marketing-Controlling eingegangen wird. Abschließend erfolgt eine kritische Betrachtung der Früherkennung im Marketing-Controlling.
2. Gegenstand und Wesen der Früherkennung
Der Begriff Früherkennung meint „die Wahrnehmung latent bereits vorhandener Chancen und Bedrohungen in einem so frühzeitigen Stadium, dass noch ausreichend Zeit für eine Planung und Realisierung von Strategien und Maßnahmen zur Nutzung der signalisierten Chancen oder zur Abwehr der angezeigten Bedrohungen verbleibt.“ 3 Die Wahrnehmung entspricht dabei einer strukturierten und regelmäßigen Erfassung, Beobachtung und Beurteilung kritischer Situationsmerkmale im Bereich des Unternehmens und seines Umfeldes mit dem Zweck, Planungsprozesse in Gang zu setzen (Aktivierungsfunktion), sich gedanklich mit der Zukunft und ihren möglichen Herausforderungen auseinanderzusetzen (Orientierungsfunktion), Entscheidungen abzuwiegen (Fundierungsfunktion) und sämtliche Alternativen zu berücksichtigen (Optionsfunktion).4 Konkrete Handlungsempfehlungen, die eine Planung teilweise ersetzen, sind nicht Gegenstand der Früherkennung.5 Ein besonderer Bedeutungsschwerpunkt der Anwendung von FES liegt damit in der Problemstellungsphase und in der Beurteilungs-/Entscheidungsphase.6
Abzugrenzen von der Früherkennung sind die Frühwarnung und die Frühaufklärung, die trotz leicht unterschiedlicher Bedeutungen in der betriebswirtschaftlichen Diskussion - insbesondere im deutschsprachigen Raum - meist synonym verwendet werden. 7 Die Früherkennung unterscheidet sich von der Frühwarnung dadurch, dass bei letzterer lediglich auf das Erkennen von Gefahren abgestellt wird, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können.8 Frühaufklärung bezieht sich zwar auch auf die frühzeitige Identifikation von Chancen und Risiken, leitet im Gegensatz zur Früherkennung aber gleichzeitig adäquate Gegenmaßnahmen ab.9 Weiterhin ist Früherkennung von der strategischen Überwachung abzugrenzen.10 Letztere beobachtet zwar auch die Umwelt, um strategierelevante Informationen zu generieren. Die strategische Überwachung ist jedoch lediglich auf Risiken gerichtet, die die Absicherung der gewählten Geschäftsfelder und Wettbewerbskonzepte gefährdet.
[...]
1 Vgl. hierzu und im Folgenden: Link/Gerth/Voßbeck (2000), S. 66f
2 Vgl. Reich/Hillar (2006), S. 91
3 Krystek (1996), S. 266
4 Vgl. Link/Gerth/Voßbeck (2000), S. 67 und die dort angeführte Literatur; Reichmann (2001), S. 523; Link (2004), S. 125; Link (2002), S. 543
5 Vgl. Wolf (2002), S. 127
6 Vgl. Krystek/Müller-Stewens (1999), S. 516
7 Vgl. Hammer (1992), S. 175; Wolf (2002), S. 127; Müller (2003), S. 23; Loew (1999), S. 21
8 Vgl. Piser (2004), S. 59 und die dort angeführte Literatur
9 Vgl. Krystek (1996), S. 266; Wolf (2002), S. 127; Müller-Stewens/Lechner (2001), S. 151
10 Vgl. hierzu und im Folgenden: Piser (2004), S. 57f
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