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Unterrichtsentwurf, 2005, 11 Seiten
Autor: Doreen Fricke
Fach: Geschichte - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Details
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Textauszug (computergeneriert)
Burgen (mit Einsatz der CD Rom "Löwenzahn 3")
von: Doreen Fricke
Inhalt
Sachanalyse S. 3
Didaktische Analyse S. 4
a.) Unterrichtsgegenstand S. 4
b.) Medieneinsatz S. 5
Methodische Analyse S. 5
Lernziele S. 8
Verlaufsplan S. 8
Literatur S. 10
Anhang – Arbeitsaufträge S. 11
Sachanalyse
Mittelalterliche Burgen stellten die Herrschaftssitze der Ritter und Adligen dar. Sie waren verteidigungsfähige Bauten, die den Schutz der Adligen vor Angriffen benachbarter Herrscher oder umherziehender marodierender Banden gewährleisten sollten. Deshalb bevorzugte man als Bauplatz für die Burgen Stellen, die sich für die Verteidigung des umliegenden Landes, der Handelswege, Wasserstraßen oder Grenzen besonders gut eigneten. Die natürlichen Gegebenheiten waren dabei von besonderer Bedeutung. Die Burg sollte nach Möglichkeit nur eine Angriffseite aufweisen und der Zugang sollte lediglich für einen Reiter Platz lassen. Die Wege legte man so an, dass mögliche Angreifer mit dem Waffenarm zur Burg gewandt ritten und deshalb ohne Deckung blieben. Je nach Lage der Burg unterscheidet man heute zwischen Felsenburgen, Wasserburgen und Gipfelburgen. Aufgebaut waren Burgen folgendermaßen: sie bestanden aus einer Burgmauer, die an mehreren Stellen durch Türme verstärkt war, um eine bessere Verteidigung zu ermöglichen. Entlang der Mauer befanden sich Zinnen und Schießscharten oder Pechnasen, durch die man den Feind beobachten und Steine, brennbares Material (wie Pech und Teer) oder andere Gegenstände hinab werfen konnte, um die Angreifer zurückzudrängen.
Am Haupttor befand sich die Zugbrücke, die, wenn sie hochgezogen war, die Burg nach außen hin vor unerwünschten Eindringlingen schützte. Zwischen Burgtor und Hauptburg befand sich die Vorburg. Hier war alles zu finden, was die Bewohner oder auch die Besucher, zu denen auch Gesinde und Bauern zählten, zum täglichen Leben benötigten. Der Bergfried war der höchste Turm in einer Burg. Die Eingangstür befand sich aus Sicherheitsgründen im ersten Stock. Man gelangte dorthin über eine Einstiegsleiter, die bei Gefahr hochgezogen oder zerstört wurde. Im Innern des Turmes befand sich ein weiträumiger Saal. Durch eine Öffnung in der Decke gelangte man in die oberen Etagen. Zwei weitere Stockwerke lagen unterirdisch, in denen der Brunnenschacht, die Vorratsräume und eine Sickergrube für Fäkalien waren. Der Bergfried diente als letzte Zuflucht bei einem Angriff. Das eigentliche Wohnhaus des Burgherrn war der Palas. Ein großer Saal bildete das Kernstück des Wohnhauses und diente als Versammlungsraum und Sitzungssaal. Die Kemenate war oft der einzige Raum der Burg, der beheizt wurde. Mittelalterliche Architektur hatte immer einen hohen Symbolgehalt. Aus diesem Grund dienten Burgen nicht nur als Lebensraum, sondern waren auch Statussymbole und Machtzeichen. Sie boten durch ihren Aufbau aber auch realen und psychologischen Schutz, zumindest vor kleineren marodierenden Banden, wilden Tieren und Kriegsknechten feindlicher Nachbarn.
Der Alltag der Bewohner vor allem kleiner Burgen verlief meist ziemlich „unritterlich“. Das Auskommen der Burginsassen wurde häufig nur durch wenige Höfe und Leibeigene gesichert, sodass sie selbst hinter dem Pflug gehen mussten. Die Lebensverhältnisse auf kleinen Burganlagen müssen aus heutiger Sicht recht schwierig gewesen sein. Es herrschte meist große Enge auf der Burg. Es stank nach menschlichen und tierischen Ausdünstungen und Exkrementen. Vor allem im Winter war es bitterkalt, weil nur die Kemenate beheizt wurde. Das tägliche Leben spielte sich überwiegend draußen ab. Die Männer waren für Feldarbeit und Jagd zuständig, die Frauen für die täglichen Haushaltspflichten, wozu vor allem Backen, Weben, und Kochen zählten.
Didaktische Analyse
Unterrichtsgegenstand
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