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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 29 Pages
Author: Florian Huber
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Institution/College: University of Stuttgart (Institut für Literaturwissenschaften)
Tags: Johann, Wolfgang, Goethes, Erlkönig, Verschiedene, Unterrichtsmethoden, Gymnasialen, Unterstufe, Didaktik, Seminar
Year: 2004
Pages: 29
Grade: 2,8
Bibliography: ~ 13 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-53340-9
File size: 176 KB
Fachdidaktische Arbeit für das Fach Deutsch im Rahmen der pädagigischen Studien für Studenten des Lehramts an Gymnasien
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Abstract
Leider sind Schüler heute nicht mehr so begeistert, wenn es um Gedichte und Lyrik geht. Das ist aber leider auch verständlich, bedenkt man, dass in manchem Unterricht die Auseinandersetzung mit einem Gedicht darin besteht, dass die Schüler den Auftrag bekommen, den Text zu lesen und zu analysieren. Dann werden bestimmte Textstellen markiert, besprochen und dann das Werk gedeutet. Bei diesem „herkömmlichen“ Vorgehen ist es unweigerlich vorgegeben, dass den meisten Schülern bald die Lust vergeht. Denn nicht allen liegt diese Form des Umgangs mit Gedichten, da hier die eigene Kreativität und Vorgehensweise meist zu kurz kommt. Dagegen verspricht der sogenannte „Offene Unterricht“ eine Vielzahl an Möglichkeiten an ein Gedicht heranzutreten. Die Methoden dieses Unterrichts, der im Gegensatz zum geschlossenen Frage-Antwort-Prinzip vielerlei Formen und Methoden bietet Schüler zu fordern und anzuregen, selbst kreativ zu werden und ihre eigenen Ideen zu dem Gedicht vorzubringen, werden hier in einer kleinen Auswahl geschildert.2 Dabei behandelt diese Arbeit aber nicht den „offenen Unterricht“ als solches, sonder orientiert sich nur an dieser Form der Unterrichtsgestaltung. Wenn Schüler durch eigene Arbeit und Vorgehensweise auf eine Deutung kommen, so ist das Ziel ebenfalls erreicht, nur mit der Ausnahme, dass man mehr Schüler für Lyrik und Gedichte begeistern kann, da sie ihre eigenen Meinungen und Ideen verwirklichen. Diese Arbeit stellt verschiedene solcher Methoden für Goethes „Erlkönig“ in der gymnasialen Unterstufe vor. Beschrieben werden diese aus verschiedenen Richtungen ihre Vorbereitung, Dauer, Vor- und Nachteile sowie natürlich Sinn und erreichbare Ziele. Als Endpunkt der Behandlung des Gedichtes im Unterricht steht natürlich dessen Interpretation und Verständnis durch die Schüler. Daher müssen und können gar nicht alle hier beschriebenen Methoden des offenen Unterrichts, in der Schule genutzt werden. Hier soll vielmehr eine Auswahl vorgestellt werden, aus der, passend zum jeweiligen Zeitplan, eine Sammlung entstehen kann.
Excerpt (computer-generated)
Universität Stuttgart, Institut für Literaturwissenschaft
Abt. für Neuere Deutsche Literatur
Fachdidaktisches Seminar:
„Wege zum kreativen Interpretieren: Lyrik“
WS 2003/2004
Johann Wolfgang von Goethes Erlkönig. Verschiedene
Unterrichtsmethoden in der Gymnasialen Unterstufe.
Ein Überblick
von: Florian Huber
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Didaktiktheoretische Vorklärungen
2.1 Offener Unterricht“ – Ein kurzer Überblick?
2.2 Vorbereitung
3. Der Primärtext
3.1 Johann Wolfgang von Goethes „Erlkönig“
3.2 Äußerer und innerer Aufbau
3.3. Analyse
4. Umsetzung der didaktischen Möglichkeiten
4.1 Methoden des offenen Unterrichts
4.2 Musik
4.2.1 Der Erlkönig in Liedform
4.2.2 Hintergrundmusik
4.3 Aus der Kunst
4.3.1 Kunst und Stimmung
4.3.2 Szenenbilder
4.4 Dialog / Rollenspiel
4.5 Schüler dichten selbst
4.6 Zeilenkombination
4.7 Standbild
4.8 Frage-Antwort-Prinzip
5. Beispiel für eine Unterrichtseinheit
6. Ergebnis
Anhang:
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Deutschland sucht nach Gedichten nicht viel ihr kleinen Gesellen, lärmt
bis jeglicher sich wundernd ans Fenster begibt.1
Johann Wolfgang von Goethe
Leider sind Schüler heute nicht mehr so begeistert, wenn es um Gedichte und Lyrik geht, wie einst Johann Wolfgang von Goethe. Das ist aber leider auch verständlich, bedenkt man, dass in manchem Unterricht die Auseinandersetzung mit einem Gedicht darin besteht, dass die Schüler den Auftrag bekommen, den Text zu lesen und zu analysieren. Dann werden bestimmte Textstellen markiert, besprochen und dann das Werk gedeutet. Bei diesem „herkömmlichen“ Vorgehen ist es unweigerlich vorgegeben, dass den meisten Schülern bald die Lust vergeht. Denn nicht allen liegt diese Form des Umgangs mit Gedichten, da hier die eigene Kreativität und Vorgehensweise meist zu kurz kommt.
Dagegen verspricht der sogenannte „Offene Unterricht“ eine Vielzahl an Möglichkeiten an ein Gedicht heranzutreten. Die Methoden dieses Unterrichts, der im Gegensatz zum geschlossenen Frage-Antwort-Prinzip vielerlei Formen und Methoden bietet Schüler zu fordern und anzuregen, selbst kreativ zu werden und ihre eigenen Ideen zu dem Gedicht vorzubringen, werden hier in einer kleinen Auswahl geschildert.2 Dabei behandelt diese Arbeit aber nicht den „offenen Unterricht“ als solches, sonder orientiert sich nur an dieser Form der Unterrichtsgestaltung.
Wenn Schüler durch eigene Arbeit und Vorgehensweise auf eine Deutung kommen, so ist das Ziel ebenfalls erreicht, nur mit der Ausnahme, dass man mehr Schüler für Lyrik und Gedichte begeistern kann, da sie ihre eigenen Meinungen und Ideen verwirklichen. Diese Arbeit stellt verschiedene solcher Methoden für Goethes „Erlkönig“ in der gymnasialen Unterstufe vor. Beschrieben werden diese aus verschiedenen Richtungen ihre Vorbereitung, Dauer, Vor- und Nachteile sowie natürlich Sinn und erreichbare Ziele. Als Endpunkt der Behandlung des Gedichtes im Unterricht steht natürlich dessen Interpretation und Verständnis durch die Schüler. Daher müssen und können gar nicht alle hier beschriebenen Methoden des offenen Unterrichts, in der Schule genutzt werden. Hier soll vielmehr eine Auswahl vorgestellt werden, aus der, passend zum jeweiligen Zeitplan, eine Sammlung entstehen kann.
2. Didaktiktheoretische Vorklärungen
2.2 „Offener Unterricht“ – Ein kurzer Überblick
Der „Offene Unterricht“3 als Alternative zur bisherigen Frage-Antwort-Form des Frontalunterrichts hat ein breites Spektrum an Merkmalen, Möglichkeiten und Zielen.
So bietet er durch freie Texte und freieren Umgang damit, aber auch durch die Miteinbeziehung von Ideen, Wünschen, Gefühlen und Träumen der Schüler eine große Vielfalt. Die in dieser Arbeit dargestellten Methoden entsprechen diesem Umgang und den Zielen dieser Unterrichtsform. Diese sind zum Einen der Erwerb von Wissen und Kompetenz , aber auch die Aktivierung des eigenständigen Arbeitens und Lernens bei Schülern durch verschiedene Methoden und Techniken und zum Anderen die Aufforderung zur Mitarbeit an die Klasse, um so nicht nur „den Unterricht des Lehrers“ sondern auch den eigenen, selbst mitgestalteten Unterricht durchzuführen. Dabei können die Methoden ganz individuell an die Schüler und deren Lernstandard angepasst werden.
Als Merkmale des OU gelten vor allem die unterschiedlichen Lernwege, die immer wieder, zum derzeitigen Thema passend, umgebaut werden können und die verschiedenen Methoden. Wichtiger als dies ist jedoch die Tatsache, dass die Ergebnisse gleichzeitig die selbst persönlichen Ideen und geplanten Ziele der Schüler und damit sehr offen sind. Diese muss der Lehrer als solche anerkennen, wodurch er dann aber das Interesse und den Willen zur Fortsetzung des Schülers stärkt. Diese lernen so bewusster und angeregter und arrangieren sich mit ihren Fähigkeiten und ihrer Umgebung. Der OU hat viele Formen der Durchführung, von Projektarbeit bis hin zur Gruppenarbeit ist vieles möglich.4 Die hier dargestellten Methoden stammen aus solche Formen, jedoch sind diese Formen in dieser Arbeit nicht Thema und werden daher auch nicht nähererwähnt.5 Gesagt werden soll hier nur noch, dass die folgenden Methoden, in ihrer Form Teil des OU sind und wie dieser selbst auch das Ziel haben, die Freude der Schüler am Unterricht zu verbessern und sie ganz individuell zu fördern um so die Basis für die Fähigkeit der Kompetenz, des Wissenserwerbs, der Selbständigkeit und der Sozialfähigkeit zu schaffen und zu verstärken.6
2.2 Vorbereitung
[...]
1 Vgl.: Lexikon der Goethe Zitate. Hrsg. von Richard Dobel. Zürich und Stuttgart: Artemis, 1968. S. 241.
2 Vgl. hierzu Punkt 1.
3 Im weiteren Verlauf wird „offener Unterricht“ auch als OU abgekürzt.
4 Vgl.: Gruppenpuzzle Online. Erfahrungen mit einer kooperativen Lernmethode im Netz. K. Bett, und andere. Online Pädagogik Band 2. Baltmannsweiler: Schneider,2002. Einführung.
5 Vgl.: Edel, N.: Offener Unterricht. In: Bovet, G./ Huwendiek, V. (Hrsg.): Leitfaden Schulpraxis. Pädagogik und Psychologie für den Lehrerberuf. Berlin: Cornelsen, 2000 S. 1-18.
6 Vgl.: Ramseger, Jörg: Offener Unterricht in der Erprobung. 3. Aufl. Weinheim und München: Juventa, 1992.
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