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Hausarbeit, 2006, 66 Seiten
Autor: Benedikt Gries
Fach: Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie
Details
Institution/Hochschule: Hochschule Fulda
Tags: Nutritive, Einflussfaktoren, Entstehung, ADHS, Verhalten, Beratung, Oecotrophologie
Jahr: 2006
Seiten: 66
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 36 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-53387-4
ISBN (Buch): 978-3-638-69430-8
Dateigröße: 578 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Abstract Aktuell besitzen die Menschen in den westlichen Industrienationen so viele Informationen über ihre Ernährung wie nie zuvor. Kaum ein Vorgang ist so gut untersucht wie der der menschlichen Ernährung. Es gibt spezielle Literatur und Internetangebote über den Einfluss der Nährstoffe auf den Menschen, seine Leistungsfähigkeit, sein Wohlbefinden, seine Ausstrahlung, seine sexuelle Attraktivität, aber auch über Krankheiten, die von verschiedenen Nährstoffen oder Lebensmitteln verursacht werden, oder die deren Verlauf beeinflussen. In annähernd demselben Maße, in dem Informationen über die menschliche Ernährung gesammelt werden steigt aber auch der Grad der Erkrankungen in der Bevölkerung. Sei es Diabetes, Arteriosklerose, Hypertonie, Adipositas, Magersucht, Bulimie; seien es Depressionen, Migräne oder Hyperaktivität. Da liegt es nahe, dass Industriekrankheiten und Ernährung in direktem Zusammenhang stehen. Glaubt man einschlägiger Literatur, so werde so gut wie jede Krankheit wird durch die Ernährung des Betroffenen verursacht oder gefördert. Über den Einfluss der Ernährung auf „gängige“ Erkrankungen gibt es unzählige Literatur. Aber welche Rolle spielt die Ernährung bei der Entstehung und dem Verlauf von ADS/ADHS? Das Interesse an Wissen über ADS / AD(H)S wächst. So sind 1999 etwa 19 Bücher zum Thema ADS/AD(H)S herausgegeben worden. Eltern- und Familienzeitschriften schreiben jedes Halbjahr mindestens einmal über ADS / AD(H)S. Sogar im Internet ist die Menge an Informationen über ADS / AD(H)S kaum noch zu überblicken, die Anzahl an Foren und Newsgroups, die sich damit beschäftigen, steigt ins Hundertfache, allein in Deutschland. Diese Arbeit beschäftigt sich damit, ob die Ernährung eines von ADS / AD(H)S – betroffenen Kindes überhaupt einen Einfluss auf diese Erkrankung hat. Welche Rolle spielen Vitamine, Fettsäuren, Mineralstoffe oder „Industriefood“ bei der Entstehung, dem Verlauf oder der Linderung? Ist eine Ernährungsumstellung eine sinnvolle Alternative zu Medikamenten, oder dient sie nur der eigenen Gewissensbefriedigung? Solche und weitere Fragen behandelt dieser Text, und soll damit Interessierten Lesern, Betroffenen oder Ernährungsberatern einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung, so fern es diesen überhaupt gibt, vermitteln. Benedikt Gries, August 2006
Textauszug (computergeneriert)
Hochschule Fulda
Fachbereich Oecotrophologie
„Psychologie, Verhalten und Beratung“
Hausarbeit
Nutritive und psychosoziale
Einflussfaktoren auf die Entstehung von
ADS/AD(H)S
eingereicht von:
Benedikt Gries
4. Semester
Sommersemester 2006
Kapitel I
Hypothese
„Die Ernährung eines Menschen ist ein wichtiger Faktor auf die Entstehung und den Verlauf von ADS/ADHS“ ... 3
Begründung der Fragestellung Ursache-Wirkungsprinzip Ernährung & ADS/ADHS ... 4
Kapitel II
Stand der Forschung
Definition ADHS ... 7
Unterscheidung ADHS <-> ADS ... 11
Diagnose ... 13
Epidemiologie ... 19
Ätiologie ... 26
Biochemische Komponente der Hyperaktivität ... 31
Intervention ... 39
Schlussfolgerung ... 53
Kapitel III
Zusammenfassung ... 54
Bedeutung für die Oecotrophologie ... 56
Resümee ... 58
Kapitel IV
Quellen ... 4
Kapitel I
Hypothese
„Die Ernährung eines Menschen ist ein wichtiger Faktor auf die Entstehung und den Verlauf von ADH/ADHS“
Aktuell besitzen die Menschen in den westlichen Industrienationen so viele Informationen über ihre Ernährung wie nie zuvor. Kaum ein Vorgang ist so gut untersucht wie der der menschlichen Ernährung. Es gibt spezielle Literatur und Internetangebote über den Einfluss der Nährstoffe auf den Menschen, seine Leistungsfähigkeit, sein Wohlbefinden, seine Ausstrahlung, seine sexuelle Attraktivität, aber auch über Krankheiten, die von verschiedenen Nährstoffen oder Lebensmitteln verursacht werden, oder die deren Verlauf beeinflussen.
In annähernd demselben Maße, in dem Informationen über die menschliche Ernährung gesammelt werden steigt aber auch der Grad der Erkrankungen in der Bevölkerung. Sei es Diabetes, Arteriosklerose, Hypertonie, Adipositas, Magersucht, Bulimie; seien es Depressionen, Migräne oder Hyperaktivität. Da liegt es nahe, dass Industriekrankheiten und Ernährung in direktem Zusammenhang stehen. Glaubt man einschlägiger Literatur, so werde so gut wie jede Krankheit wird durch die Ernährung des Betroffenen verursacht oder gefördert.Ob es sich dabei tatsächlich um eine Korrelation, oder doch eher um eine Kausalität [1] handelt, wie Walter Krämer in seiner deutschen Version des Klassikers „How to lie with statistics“ von Darrel Huff (New York, 1954) direkte Zusammenhänge zwischen auftretenden Ereignissen und der statistischen Verknüpfung verschiedener, nicht in Zusammenhang stehenden Vorkommen beschreibt, soll im weiteren Verlauf erklärt werden.
Begründung der Fragestellung
Ursache-Wirkungsprinzip Ernährung & ADH/ADHS
Schenkt man verschiedenen, auf „Gesundheit“ spezialisierten, Medien Glauben, so ist Hyperaktivität, beziehungsweise eine Ausprägungsform davon, das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivität-Syndrom (AHDS), eine Erscheinung, die erst seit etwa 15 Jahren durch die Bevölkerung geistert. 1990 wurde diese Erscheinung weniger als einer Million Kindern in den USA diagnostiziert. 2000 waren es dann schon geschätzte zehn Millionen betroffene Kinder. [2]
[...]
[1] Walter Krämer, „So lügt man mit Statistik“, S. 165 ff
[2] Gerald Hüther, „Neues vom Zappelphilipp“, S. 11 – 15
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