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Autor: Julia Stamm
Fach: Wirtschaft - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Details
Institution/Hochschule: Universität Passau
Tags: Arbeitsmarkt, Deutschland, Lernzirkel, Fachdidaktik, Wirtschaft
Jahr: 2005
Seiten: 20
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 6 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 382 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-53401-7
Lernzirkel zum Thema Arbeitsmarkt in Deutschland; 5 Stationen, Jahrgangsstufe 9, Wahlpflichfächergruppe II, Realschule
Textauszug (computergeneriert)
Universität Passau
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Wintersemester 2004/2005
Thema des Lernzirkels
Der Arbeitsmarkt in Deutschland
Jahrgangsstufe 9
Universität Passau
Verfasserin: Julia Stamm
Studium: LA Realschule (Wirtschaft, Sozialkunde)
Semester 05
Betreuung: UNIVERSITÄT PASSAU
Fachdidaktik II
Inhaltsverzeichnis
1. Historische Entwicklung 3
2. Kennzeichnung der Unterrichtsform 3
2.1 Der offene Lernzirkel 3
2.2 Der geschlossene Lernzirkel 4
3. Theoretische Grundlagen eines Lernzirkels 4
4. Besondere Merkmale und Ziele des Lernzirkels 5
5. Zum Unterrichtsablauf 5
6. Arbeitsmaterialien
6.1 Station 1
Arbeitsmaterial 8
Arbeitsauftrag 9
Lösungsblatt 10
6.2 Station 2
Arbeitsmaterial 11
Lösungsblatt 12
6.3 Station 3
Arbeitsmaterial 13
Arbeitsauftrag 14
Lösungsblatt 15
6.4 Station 4
Arbeitsauftrag 16
Lösungsblatt 17
6.5 Station 5
Arbeitsmaterial 18
Lösungsblatt 19
7. Literaturangaben 20
1. Historische Entwicklung
Grundsätzlich bezeichnet man Lernzirkel als Organisationsformen des Stationenlernens. Der heutige Lernzirkel geht zurück auf eine Arbeitsform, die Helen Parkhurst 1920 in ihrem Dalton-Plan entwickelt hat. An einer Schule in Dalton/USA stattete sie Fachräume mit Selbstbildungsmaterialien aus, so dass die Schüler je nach Aufgabenstellung den entsprechenden Fachraum aufsuchen konnten und dort von einem Lehrer instruiert und betreut wurden. So wurden die Lernenden durch gezielte Arbeitsanweisungen zum selbständigen Erarbeiten von fachspezifischen Aufgabenstellungen angeregt. Auch die Kontrolle der Ergebnisse fand selbständig durch die Schüler statt. An diese Arbeitsform knüpften unsere heutigen Lernzirkel an. In den fünfziger Jahren entwickelte sich das Zirkeltraining im sportlichen Bereich und erst 35 Jahre später übertrug man diese Organisationsform auf andere Unterrichtsfächer. 1
2. Kennzeichnung der Unterrichtsform
„Lernzirkel sind eine Spielart der Freien Arbeit. Sie ermöglichen wahldifferenziertes, selbständiges Lernen zu einem Thema:“2
Das auffälligste Merkmal eines Lernzirkels sind die einzelnen Stationen, deshalb wird das Verfahren häufig als „Stationenlernen“ bezeichnet. Grundlage eines solchen Lernzirkels ist es, einen bestimmten Themenbereich des Lehrplans aufzugreifen und in kleinere Abschnitte zu zerlegen. Der Lehrstoff wird aufgeteilt in verschiedene Abschnitte, die die Schüler dann nacheinander oder durcheinander, je nach Konzept, bearbeiten. Grundsätzlich unterscheidet man den „geschlossenen“ und den „offenen“ Lernzirkel.
2.1. Der offene Lernzirkel
Beim offenen Lernzirkel besteht die Möglichkeit für die Lernenden frei eine Station zu wählen und so viel Zeit dort zu verbringen wie sie möchten. Da die Schüler meist zunächst die Station wählen, die ihnen für sie am attraktivsten erscheint, wird das Problem der Station auch meistens gelöst. Dies motiviert auch die nächsten Fragen zu lösen. Ideal wäre es, wenn alle Stationen bezüglich ihres Zeitbedarfs gleichwertig und voneinander unabhängig wären, dann wäre die Reihenfolge der Bearbeitung durch die Schüler egal und die Organisation einfacher.3
2.2. Der geschlossene Lernzirkel
Beim geschlossenen Lernzirkel ist die Reihenfolge der Stationen vorgegeben, da sich einige Stationen aufeinander beziehen. Die Schülerinnen und Schüler können bei dieser Form also nicht frei wählen, in welcher Reihenfolge sie die Stationen besuchen.
3. Theoretische Grundlagen eines Lernzirkels
Grundsätzlich sollen den Schülern bei einem Lernzirkel Arbeitsblätter, Medien, Arbeitsanweisungen, Arbeitsblätter etc. zur Verfügung gestellt werden, die am Beginn der Unterrichtseinheit auf die verschiedenen Lernstationen verteilt werden. Die Schüler sollen die Arbeitsaufträge der Stationen selbständig durchführen und anschließend auch ihre Leistung kontrollieren. Das bedeutet: Zu jeder Station gehören ein Arbeitsauftrag, Arbeitsmaterialien und ein Lösungsblatt.
Die Schüler wählen die Stationen selbst aus, bearbeiten sie selbsttätig und überprüfen ihre Leistung selbständig. Es werden also an die Schüler Ansprüche gestellt bezüglich selbständigen Arbeitens, Selbstdisziplin, Organisation und ihrer Kommunikationsfähigkeit.
Im Gegensatz zum Frontalunterricht bietet das Lernen an Stationen den Schülern die Möglichkeit ihre Arbeit selbst zu organisieren, da sie die Reihenfolge des Lernstoffes individuell bestimmen können und Verantwortung für eine Arbeit zu übernehmen, die sie sich selbst ausgesucht haben und zu Ende bringen müssen. Außerdem wird in unterschiedlichen Sozialformen gearbeitet und die Arbeitsergebnisse der Schüler selbst mithilfe frei zugänglicher Lösungen zu kontrollieren, d.h. den Verlockungen zu widerstehen, um schnell fertig zu werden. Beim Lernen an Stationen werden schwache Schüler nicht benachteiligt, da jeder Schüler sein Lerntempo selbst bestimmt.
[....]
1 vgl KRIEGER (2000), S. 37
2 CLAUSSEN, (1996), S. 24
3 vgl.https://paedpsych.jk.unilinz.
ac.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/UNTERRICHTSFORMORD/Lernzirkel.html vom 16.11.2004
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