Bedeutung und Techniken multimodaler Transportsysteme im Außenhandel close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.



Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 35
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 35  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 605 KB
Archivnummer: V59587
ISBN (E-Book): 978-3-638-53483-3
ISBN (Buch): 978-3-638-66681-7
Anmerkungen :
Die Arbeit zeigt die möglichen Techniken auch anhand von Bildern / eigenen Darstellungen und verfügt über ein umfangreiches Literaturverzeichniss.

Zusammenfassung / Abstract

Als Exportnation bildet der Außenhandel die Grundlage des Wohlstandes in Deutschland. Dieser Handel bringt aber unvermeidlich Transportvorgänge mit sich. Handel und Transport werden in der Zukunft nicht nur durch die fortschreitende europäische Integration und das immer wichtiger werdende Outsourcing weiter wachsen. Bis zum Jahr 2010 soll sich allein der weltweite Containerverkehr verdoppeln. Bereits 1999 wurde in der BRD eine Güterverkehrsleistung erreicht, die 1992 noch für 2005 vorhergesagt wurde. Die Infrastrukturentwicklung schreitet aber nicht mit gleichem Tempo wie die Güterverkehrsentwicklung fort. Weitere Verkehrsengpässe scheinen so unvermeidbar. Das wachsende Transportvolumen muss daher möglichst effizient und unter möglichst geringer Beanspruchung der Infrastruktur bewältigt werden. Eine Möglichkeit dem wachsenden internationalen Transportaufkommen Herr zu werden können multimodale Transportsysteme sein, bei denen die einzelnen Verkehrsträger so verknüpft werden, dass jeder den Teil des Transportes übernimmt, der von ihm besonders effizient bewältigt werden kann. Inhalt dieses Buches ist die Erläuterung unterschiedlicher Techniken multimodaler Transportsysteme und deren Bedeutung im Außenhandel. Dabei wird ein Überblick über die verfügbaren Techniken multimodaler Transportsysteme und deren Bedeutung im Außenhandel geboten.

Textauszug (computergeneriert)

Fachhochschule Koblenz, Fachbereich: Betriebswirtschaft
Sommersemester 2006, 7. Semester

Bedeutung und Techniken Multimodaler
Transportsysteme im Außenhandel

von: Tobias Ruchty

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

1.1 Zielsetzung der Arbeit  1
1.2 Definitorische Grundlegung und Abgrenzung 1

1.2.1 Transportsystem 1
1.2.2 Multimodaler Transport 2
1.2.3 Multimodal Transport Operator (MTO)  4

2. Internationale Multimodale Transporttechniken  4

2.1 Multimodaler Behälterverkehr  5

2.1.1 Containerverkehr  5

2.1.1a Überseecontainer 5
2.1.1b Binnencontainer  5
2.1.1c Abroll-Container-Transportsystem (ACTS)  6

2.1.2 Verkehr mit Wechselaufbauten (WAB)  7
2.1.3 Palettenverkehr 8

2.2 Multimodaler Huckepackverkehr i.w.S.  8

2.2.1 Huckepackverkehr (i.e.S.)  9

2.2.1a "Rollende Lanstrasse"  10
2.2.1b Verkehr mit Sattelanhängern  11

2.2.2 RoRo-Verkehr 11
2.2.3 LASH-Verkehr  13
2.2.4 Bimodale Systeme 13

3. Bedeutung Multimodaler Transportsysteme  14

3.1 Allgemeine Bedeutung  14
3.2 Bedeutung der einzelnen Techniken im Aussenhandel  16

3.2.1 Containerverkehr  16
3.2.2 Verkehr mit Wechselaufbauten (WAB)  16
3.2.3 Palettenverkehr 17
3.2.4 Huckepackverkehr (i.e.S.)  17
3.2.5 RoRo-Verkehr 18
3.2.6 LASH-Verkehr  18
3.2.7 Bimodale Systeme 19

4. Fallbeispiel  19

5. Fazit und Ausblick  21

Anhangsverzeichnis 22

Anhang 23

Literaturverzeichnis 27
 

 


 

1. Einleitung

Als Exportnation bildet der Aussenhandel die Grundlage des Wohlstandes in Deutschland. Dieser Handel bringt aber unvermeidlich Transport mit sich. Handel und Transport werden in der Zukunft, nicht nur durch die fortschreitende europäische Integration und das immer wichtiger werdende Outsourcing, weiter wachsen. Bis zum Jahr 2010 soll sich allein der weltweite Containerverkehr verdoppeln. 1 Bereits 1999 wurde in der BRD eine Güterverkehrsleistung erreicht, die 1992 noch für 2005 vorhergesagt wurde. Die Infrastrukturentwicklung schreitet aber nicht mit gleichem Tempo wie die Güterverkehrsentwicklung fort. 2 Weitere Verkehrsengpässe scheinen so unvermeidbar.

Das wachsende Transportvolumen muss also möglichst effizient und unter möglichst geringer Beanspruchung der Infrastruktur bewältigt werden. Eine Möglichkeit dem wachsenden internationalen Transportaufkommen Herr zu werden, können multimodale Transportsysteme sein, bei denen die einzelnen Verkehrsträger so verknüpft werden, dass jeder den Teil des Transportes übernimmt, der von ihm besonders effizient bewältigt werden kann.

1.1 Zielsetzung der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung und Techniken multimodaler Transportsysteme im Aussenhandel zu erläutern. Dabei soll ein Überblick über die verfügbaren Techniken multimodaler Transportsysteme und deren Bedeutung im Aussenhandel geboten werden. Nicht von dieser Arbeit zu erwarten ist eine abschliessende Definition des Begriffs „Multimodaler Transport“ oder einen vollständigen Katalog der verfügbaren Techniken.

1.2 Definitorische Grundlegung und Abgrenzung

Um eventuelle Ungereimtheiten hinsichtlich der in der Literatur unterschiedlichen Definitionen auszuschließen bzw. Missverständnissen vorzubeugen, bedarf es in den folgenden Abschnitten einer umfangreichen Bestimmung der wichtigsten Begriffe.

1.2.1 Transportsystem

„Jedes Transportsystem besteht aus dem Transportgut, dem Transportmittel und dem Transportprozess.“ 3 Neben dieser Definition kann auch das nationale bzw. internationale Verkehrswesen als Transportsystem bezeichnet werden. In der Regel ist mit Transportsystem aber die Grundform aller Verkehrsprozesse gemeint, nämlich die Transportkette. 4 Die Transportkette stellt dabei den Einsatz verschiedener Transportmittel und deren Verknüpfung dar. Sie besteht aus

• Anfangs- bzw. Endtransport auf der Strasse (evtl. auch Schiene)
• Umschlagsterminals (Strasse→ Schiene/Schiff, Schiene→ Schiene/Schiff)
• Ferntransport (Schiene, Binnen- oder Hochseeschiff) 5

Die Abb. 1 zeigt als Beispiel eine Transportkette mit Containern als Ladeeinheit und Binnenschiff als Transportmittel im Ferntransport.

Abb. 1: Darstellung einer Transportkette [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

1.2.2 Multimodaler Transport

Die Bestimmung des Begriffs „Multimodaler Transport“ ist kaum eindeutig möglich. Einerseits wird er synonym zu den Begriffen „Kombinierter / Gemischter Verkehr“ und „Intermodaler Transport“ verwendet, andererseits diesen Begriffen hierarchisch übergeordnet. So definierte die Europäische Verkehrsministerkonferenz CEMT 2001 den Multimodalen Transport als die Beförderung eines Guts mit mindestens zwei unterschiedlichen Verkehrsträgern. Der Intermodale Transport wurde dabei als Unterkategorie des Multimodalen Transports, der Kombinierte Verkehr wiederum als Teilbereich des Intermodalen Transports beschrieben. 6 Die meisten Autoren behandeln die Begriffe „Multimodaler Transport“, „Kombinierter / Gemischter Verkehr“ sowie „Intermodaler Transport“ jedoch synonym. 7 Auch S. Mast ist ähnlicher Meinung, bezeichnet aber den Kombinierten Verkehr als einen rein verkehrstechnischen Begriff ohne transportrechtliche Bedeutung. Der Begriff „Kombinierter Verkehr“ sagt nichts darüber aus, ob dem Gesamttransport ein einheitlicher Durchfrachtvertrag zugrunde liegt, oder nicht. Der „Multimodale Transport“ ist dagegen laut S. Mast ein transportrechtlicher Begriff. 8 Als Legaldefinition des Multimodalen Transport gilt die Definition des Art. 1 Abs. 1 der „United Nations Convention on International Multimodal Transport of Goods“, die am 24. Mai 1980 in Genf unterzeichnet wurde. Internationaler multimodale Beförderung bedeutet danach „...die Beförderung von Gütern mit mindestens zwei verschiedenen Beförderungsarten aufgrund eines multimodalen Beförderungsvertrages von einem Ort in einem Land, an dem die Güter vom Unternehmer der multimodalen Beförderung übernommen werden, zu einem für die Ablieferung vorgesehenen Ort in einem anderen Land. Das Abholen und Abliefern von Gütern in Ausführung eines Einzelbeföderungsvertrages, wie es in einem solchen Vertrag beschrieben ist, gilt nicht als internationale multimodale Beförderung“. 9

Es handelt sich bei einem Multimodalen Transport also um einen Gesamttransport auf der Grundlage eines einzigen Vertrages (= Unterschied zum gebrochenen Verkehr), bei dem mindestens zwei verschiedene Transportmittel benutzt werden zwischen denen eine Umladung stattfindet. Der Vor- und Nachlauf im Rahmen eines Einzelbeförderungsvertrages ist dabei kein Multimodaler Transport. Aus der o.g. Definition geht auch die Pflicht des „Unternehmers der multimodalen Beförderung“, des Multimodalen Transport Operators (MTO), das in einem Land übernommene Gut durchgehend bis zum Bestimmungsort zu befördern und dort abzuliefern. 10 Der in dieser Arbeit verwendete Begriff „Multimodaler Transport“ bezieht sich auf die o.g. Definition. Darüber hinaus sollen auch hier, wie nach herrschender Meinung, die Begriffe „Kombinierter / Gemischter Verkehr“ und „Intermodaler Verkehr“ als synonym verstanden werden, da diese Begriffe für die gleiche Erscheinung in der Literatur nach und nach verwendet wurden. Wichtig ist dabei aber die Abgrenzung zum Begriff „Kombinierter (Ladungs-) Verkehr“ der Deutschen Bahn, der sich auf die Kombination Strasse / Schiene bezieht. Diese Variante des Multimodalen Transports soll später unter der Bezeichnung „Huckepackverkehr (i.e.S.)“ im Abschnitt

1.2.2 dieser Arbeit näher erläutert werden.

1.2.3 Multimodal Transport Operator (MTO)

[...]


1 Vgl. Kortschak/Scheibe, [Logistikstrategien, 2000], S. 136.

2 Vgl. Seidenfus, [Binnenhäfen, 2001], S. 25.

3 Pfohl, [Logistiksysteme, 1990], S. 157.

4 Vgl. Pliquet, [Transportsysteme, 1984], S. 65f.

5 Vgl. Schweizerische Gesellschaft für Logistik [Güterverkehr, 1996], S. 12.

6 Vgl. Economic Commission for Europe [ Kombinerter Verkehr, 2001], S. 16ff.

7 Vgl. Klaus/Krieger, [Lexikon, 2000], S. 372;

siehe dazu auch Siegrist/Herber, [Haftung, 1993], S. 14;
siehe dazu auch Ulmer-Schulz/Böttger, [Verkehrslehre, 1992], S. 116.

8 Vgl. Mast, S. [Frachtvertrag, 2002], S. 77f.

9 Richter-Hannes, [UN-Konvention, 1982], S. 208.

10 Vgl. Siegrist/Herber, [Haftung, 1993], S. 9f.

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/59587/