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Examination Thesis, 2006, 44 Pages
Author: Sandra Schmidt
Subject: Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Details
Tags: Gespräche, Förderung, Selbstvertrauens, Schülergruppe, Jahrgangsstufe
Year: 2006
Pages: 44
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 32 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-53493-2
File size: 360 KB
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Excerpt (computer-generated)
Studienseminar Forchheim
Gespräche suchen - Gespräche führen - Förderung des Selbstvertrauens einer Schülergruppe der 9. Jahrgangsstufe
Sandra Schmidt
Inhaltsverzeichnis
0. Vorbemerkung ... 2
1. Theoretische Grundlagen ... 3
1.1. Sozial kompetentes Verhalten – ein Modell ... 3
1.1.1. Interpretation des Modells ... 4
1.1.2. Kommunikative Kompetenz als Teilaspekt sozialer Fertigkeiten ... 5
1.1.3. Frei sein von sozialer Angst ... 6
1.2. Das Selbstkonzept ... 7
1.3. Das Selbstvertrauen ... 8
1.4. Zusammenschau von sozial kompetentem Verhalten, Selbstkonzept und Selbstvertrauen ... 9
1.5. Eigene Arbeitsdefinition ... 9
2. Warum ist diese Theorie für die Praxis wichtig? ... 10
2.1. Lehrplanbezug ... 10
2.1.1. BLO – Lehrplan ... 10
2.1.2. Lehrplan der Schule zur individuellen Förderung ... 10
2.2. Das Selbstkonzept von Schülern/innen einer 9. Klasse an der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen ... 11
2.3. Bedeutung des Vorhabens für die Schüler/innen ... 11
3. Förderausgangslage ... 12
3.1. Schüler/innenbeobachtungen ... 12
3.1.1. im Fach Deutsch ... 12
3.1.2. in ihrem Auftreten ... 12
3.1.3. im Morgenkreis ... 13
3.1.4. mit einem Beobachtungsbogen ... 13
3.2. Familiäres Umfeld ... 14
3.3. Fragebogen zu Gesprächssituationen (siehe Anhang S.32ff. ) ... 15
3.4. Interview zum Selbstkonzept (siehe Anhang S.35 ) ... 15
3.5. Fazit aus den Beobachtungen, Befragungen und Interviews ... 16
4. Förderziele ... 16
4.1. Gestaltung eines selbstkonzeptförderlichen Unterrichts ... 16
4.2. Anbahnung eines positiven Selbstkonzepts ... 17
4.3. Steigerung des Selbstvertrauens in Gesprächssituationen ... 17
4.4. Entwicklung von Selbstsicherheit ... 18
4.5. Anbahnung von kommunikativen Grundfähigkeiten ... 18
4.6. Umsetzungsmöglichkeiten ... 18
5. Durchführung der Förderung ... 19
5.1. Organisatorische Begebenheiten ... 19
5.2. Didaktisch-methodische Überlegungen ... 20
6. Durchführung der Förderung ... 21
6.1. Verwirklichung eines selbstkonzeptförderlichen Unterrichts ... 21
6.2. Basisbaustein: Einführung der Identifikationsfiguren (siehe Anhang S.41) ... 21
6.3. Fördereinheiten, die ein positives Selbstkonzept anbahnen ... 22
6.4. Fördereinheiten zur Stärkung des Selbstvertrauens ... 24
6.5. Fördereinheiten zur Entwicklung von Selbstsicherheit ... 25
6.6. Fördereinheiten zur Anbahnung von kommunikativen Grundfähigkeiten ... 26
6.6.1. Vorübungen zum Sprechen ... 26
6.6.2. Übungssituationen für die kommunikativen Grundfähigkeiten ... 27
7. Auswertung der Förderung ... 28
7.1. Ergebnisse der Förderarbeit (siehe 6.6.2) ... 28
7.2. Vision ... 29
8. Literaturverzeichnis ... 30
9. Anhang ... 32
9.1. Beobachtungsbogen ... 32
9.2. Interview zum Selbstkonzept ... 33
9.3. Identifikationsfiguren ... 39
9.4. Erzählung zum Vorstellungsgespräch ... 40
9.5. Lied: Du bist du ... 41
9.6. Gesprächssituationen ... 42
9.7. Wir denken positiv! ... 43
0. Vorbemerkung
In meinem ersten Ausbildungsabschnitt hospitierte und unterrichtete ich in einer 9. Klasse der Schule (Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen) . Der unterrichtliche Schwerpunkt in dieser Abschlussklasse der Förderschule lag auf der Berufsvorbereitung. Das nächste Ziel der Schüler/innen war der Besuch des BVJ´s, um eine bessere Startchance ins Berufsleben zu bekommen.
„Der Erwerb von berufsbezogenen Kompetenzen und von Schlüsselqualifikationen gewinnt künftig herausgehobene Bedeutung. Sie sind unverzichtbare Bausteine für die berufliche Eingliederung von jungen Menschen.“1 Daher ist es Aufgabe der Schule, Schlüsselqualifikationen frühzeitig anzubahnen und einzuüben, damit die Schüler/innen in der Berufs- und Arbeitswelt erfolgreich bestehen können.
Innerhalb dieser berufsbezogenen Schlüsselqualifikationen findet sich der kommunikative Bereich wieder. In diesem Bereich ist es für die Jugendlichen wichtig, dass sie in Gesprächen fähig sind zu kommunizieren. In diesem Bereich konnte ich während meines Unterrichts und in den Hospitationsstunden einen extremen Leistungsunterschied in der Klasse im kommunikativen Bereich erkennen. Insofern beobachtete ich vor allem Schüler/innen, die kommunikativ große Defizite aufwiesen. Dabei fielen drei Schüler/innen auf, die weder in ganzen Sätzen sprachen noch sich trauten zu sprechen. Um aber auch diesen Schülern/innen eine gute Startchance fürs BVJ und weiter für die Ausbildung mitzugeben, entschloss ich mich für sie eine Förderung zu konzipieren.
Dabei musste ich viel grundlegender mit der Förderung beginnen und zunächst im Bereich des Selbstvertrauens fördern, damit sie sich trauten zu sprechen, um dann noch die Art wie sie sprechen und Gespräche führen weiter zu fördern.
Aus diesem Grund habe ich folgendes Thema „ Gespräche suchen – Gespräche führen“ – Förderung des Selbstvertrauens einer Schülergruppe der 9.Klasse für meine Hausarbeit gewählt. Die ausgewählte Schülergruppe besteht aus zwei männlichen Schülern und einer weiblichen Schülerin. Diese Schüler/innen haben noch große Schwierigkeiten damit Gespräche zu suchen und müssen zunächst einmal in ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden. Denn erst dann können sie den Mut aufbringen um „Gespräche zu suchen und Gespräche zu führen“, was auch ihre Berufschancen erhöhen kann.
Insofern geht es in der Förderung zunächst um den Aufbau von Selbstvertrauen und von selbstsicherem Auftreten, was dazu führt Gespräche zu suchen und zu führen und erst dann kommt der Aspekt des Sprechens an sich in die Förderung hinein.
1. Theoretische Grundlagen
Das Gesamtthema der Arbeit heißt „Gespräche suchen – Gespräche führen“, doch um Jugendliche darin zu bestärken, muss eine Basis – für Schüler/innen, die eine Förderschule zum Förderschwerpunkt Lernen besuchen – aufgebaut werden, die ermutigt Gespräche zu suchen, aber auch Kompetenzen und Fertigkeiten einübt, die beim Sprechen hilfreich sind.
Insofern geht es in den theoretischen Grundlagen darum, was Jugendliche brauchen, um Kontakt mit anderen in Form eines Gespräches aufzunehmen und angemessen mit dem Gegenüber zu sprechen.
Dabei bin ich auf das Modell des sozial kompetenten Verhaltens bei Petermann gestoßen, welches sich wie folgt definiert:
„Hier ist Argyle (1972) zu nennen, der sozial kompetentes Verhalten als die Fertigkeit einer Person definiert, soziale Situationen zu bewältigen.“2
Die soziale Situation hier ist der Umgang mit anderen im Gespräch, die es für die Jugendlichen zu bewältigen gilt. Insofern ist das Modell des sozial kompetenten Verhaltens die theoretische Grundlage meiner Arbeit.
Abbildung (nur in der Download-Version verfügbar)
In der Abbildung auf S.2 zeigt sich, dass sozial kompetentes Verhalten von zwei Voraussetzungen abhängig ist:
- Frei sein von sozialer Angst;
- Verfügen über soziale Fertigkeiten
Diese beiden Voraussetzungen haben folgende Elemente als Grundlage:
zu 1) Wenn Schüler/innen von sozialer Angst frei sind, haben sie ein gesundes Selbstkonzept entwickelt, zeigen Selbstvertrauen und Selbstsicherheit in ihrem Auftreten.
zu 2) Wenn Schüler/innen über soziale Fertigkeiten verfügen besitzen sie eine empathische, kommunikative und interpersonelle Kompetenz und können sich selbst behaupten.
1.1.1. Interpretation des Modells
[...]
1 Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus (Hrsg.): Lehrplan für den Lernbereich Berufs- und Lebensorientierung BLO in der Schule zur Lernförderung und im Sonderpädagogischen Förderzentrum, München 2004, S. 10.
2 vgl. Petermann, U.: Training mit sozial unsicheren Kindern. Einzeltraining, Kindergruppen, Elternberatung, München-Weinheim 19862, S.10.
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