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Details

Veranstaltung: Distributionsplanung
Institution/Hochschule: Universität Lüneburg
Tags: Balanced, Scorecard, Logistik, Beispiel, Einkauf, Distributionsplanung
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 34
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 62  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 607 KB
Archivnummer: V59793
ISBN (E-Book): 978-3-638-53632-5

Textauszug (computergeneriert)

Universität Lüneburg, Fachbereich Wirtschaft
Einsatz der Balanced Scorecard in der Logistik am Beispiel Einkauf
Hausarbeit im Rahmen der Vorlesung „Distributionsplanung“
SS 2005, 8. Semester

Balanced Scorecard in der Logistik am Beispiel Einkauf

von: Axel Huuck

 


Inhaltsverzeichnis

1 Themenabgrenzung 1

2 Definitionen  1

2.1 Der Begriff „Balanced Scorecard“  2
2.2 Der Begriff „Logistik“  2

3 Kennzahlen und Kennzahlensysteme 4

3.1 Das Du Pont-Kennzahlensystem 5
3.2 Das Rentabilitäts-Liquiditäts-Kennzahlensystem  6
3.3 Mängel der Kennzahlensysteme  8

4 Die Balanced Scorecard  8

4.1 Aufbau und Inhalt  9
4.2 Die Ursache- Wirkungsbeziehungen der Balanced Scorecard 11
4.3 Der Managementprozess der Balanced Scorecard 12

5 Bedeutung der Logistik für Unternehmen 13

6 Einsatz der Balanced Scorecaed in der Logistik  15

6.1 Allgemein 15
6.2 Einkauf 16

6.2.1 Aufgabe und Stellenwert des Einkaufs  16
6.2.2 Die Strategiefindung und Zielsetzung 18
6.2.3 Die Definition der Kennzahlen in den einzelnen Perspektiven  19

6.2.3.1 Die Wertperspektive 19
6.2.3.2 Die Kundenperspektive 20
6.2.3.3 Die Prozessperspektive  20
6.2.3.4 Die Mitarbeiterperspektive  22
6.2.3.5 Die Lieferantenperspektive  23

7 Schlußbetrachtung 24

Literatur- und Quellenverzeichnis 26
 

 


Abkürzungsverzeichnis

BSC Balanced Scorecard
MCE manufacturing cycle effectiveness
ROCE Return on capital employed
ROI Return on Investment
[...]
 


 

1 Themenabgrenzung

Marktwirtschaftliche Systeme erfordern von ihren Teilnehmern eine kontinuierliche Angleichung an ihre Strukturen. Dies hat für diejenigen, die unternehmerische Verantwortung tragen nachhaltige Konsequenzen: „Erfahrungswissen verliert an Bedeutung, vor allem aber die Prognostizierbarkeit der Umweltentwicklung nimmt ab.“1

Der Erfolg eines Anpassungsprozesses ist maßgeblich von mehreren Faktoren wie bspw. finanziellen Ressourcen, dem Mitarbeiterpotenzial oder der Strategie abhängig. Die Umsetzung der Strategie eines Unternehmens in konkrete operative Steuerungsimpulse stellt in der Anwendung wie in der Theorie bislang ein ungeklärtes Problem dar. Allgemein formulierte Strategien wie „Wir wollen Marktführer werden“ sind in konkrete Arbeitsaufgaben umzusetzen. Die Balanced Scorecard liefert einen Ansatz zur Lösung dieses Problems. Damit verbunden ist allerdings auch die Aufgabe, in Form eines Berichtswesens für die Unternehmensleitung oder externe Dritte die Erreichung der Ziele zu kontrollieren und zu dokumentieren.

Ziel dieser Arbeit ist es die Balanced Scorecard als ein Managementsystem für die Logistik zu untersuchen. Da aber die Logistik ein breit gestreutes Themengebiet ist, wird in dieser Arbeit die Sicht des Einkaufs betrachtet. Wesentliche Gründe, die für den Einsatz einer Balanced Scorcard sprechen, werden daher eingangs behandelt und mit einer kurzen Erklärung der allgemeinen Funktionsweise der Balanced Scorcard in Verbindung gebracht. Schwerpunkt der Arbeit stellt das Kapitel sechs dar, in dem der Aufbau einer Balanced Scorecard für den Einkauf erläutert wird. In einer abschließenden Betrachtung werden die Grenzen und Möglichkeiten der Balanced Scorcard herausgearbeitet und kritisch betrachtet.

2 Definitionen

Zur Verdeutlichung des Themas dieser Arbeit bedarf es zunächst der Klärung einiger Definitionen.

2.1 Der Begriff „Balanced Scorecard“

Der Begriff „Balanced Scorecard“ kann mit „ausgewogener Berichtskarte“ übersetzt werden, was im Deutschen natürlich etwas hölzern klingt. Ein Blick auf die Begriffsbestandteile verdeutlicht die strategische, ganzheitliche Sichtweise: balanced = ausgleichend, ausgewogen, integriert und integrierend score = zielgerichtet, langfristig, strategisch, ergebnisorientiert card = systematisierend, schriftlich verbindlich, einfach übersichtlich.1 WERNER sieht im Begriff Balanced Scorecard zwei wesentliche Elemente: zum einen die Ausgewogenheit (Balance) von Komponenten, wie: strategische Kennzahlen und operative Kennzahlen, monetäre Größen und nicht monetäre Größen, langfristige Positionen und kurzfristige Positionen, Kostentreiber und Leistungstreiber, harte Faktoren und weiche Faktoren, interne Prozesse und externe Prozesse sowie vergangene Leistungen und zukünftige Leistungen. Zum anderen bezieht sich die Visualisierung von Kennzahlen auf einen Berichtsbogen (Scorecard).2 Für den weiteren Verlauf der Arbeit wird die Definition von WERNER aufgrund der klaren zugrunde gelegten Bezugnahme auf die Ausgewogenheit der Kennzahlen verwendet.

2.2 Der Begriff „Logistik“

In den 70er Jahren setzte sich die betriebswirtschaftliche Logistik in deutschen in deutschen Unternehmen durch, und ihre Bedeutung für die Unternehmen ist seit diesem Zeitpunkt ständig gestiegen.3 Es gibt jedoch eine große Anzahl von unterschiedlichen Definitionen des Begriffs der Logistik, da die Funktionen und Aufgaben, die der Logistik zugerechnet werden, voneinander abweichen.4 Der Begriff der Logistik hat laut DUDEN zwei Bedeutungen. Zum einen bezeichnet er das militärische Nachschubwesen, zum anderen die Gesamtheit aller Aktivitäten eines Unternehmens von der Beschaffung der Materialien bis zur Auslieferung der Fertigprodukte1.

OELDORF / OLFERT erläutern den Begriff Logistik wie folgt: „Logistik bezeichnet das das Nachschub-, Versorgungs- und Transportwesen als Führungsaufgabe sowie die Unterhaltung aller Einrichtungen, insbesondere von Kommunikations- und Verkehrsverbindungen.“ 2 BLOECH / IHDE stellen die Möglichkeit dar, den Logistikbegriff aus dem allgemeinen Sprachgebrauch herzuleiten und damit alles, was ein Logistikdienstleister tut als logistische Dienstleistung bezeichnen zu können.3

Demgegenüber sieht PFOHL in der Logistik den flussorientierten Ansatz, die raum- zeitliche Gütertransformation als Dienstleistung, die durch Logistikprozesse innerhalb von Logistiksystemen von Logistikunternehmen angeboten werden. Zur Logistik gehören alle Tätigkeiten, die zur Erfüllung dieser Aufgabe notwendig sind. Er grenzt hiermit ausdrücklich Nebenaufgaben wie die Wartung von Produktionsanlagen aus. Er definiert die Optimierung der Abläufe und damit die Effizienz der Logistikprozesse als Aufgabe der Logistik. 4 Hierzu führt er die vier „r´s“ zur Charakterisierung der Anforderungen an die Logistik an:

„Die Logistik hat dafür zu sorgen, dass ein Empfangspunkt gemäß seines Bedarfs von einem Lieferpunkt mit dem richtigen Produkt (in Menge und Sorte), im richtigen Zustand, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort zu den dafür minimalen Kosten versorgt wird.“5

SCHULTE definiert Logistik „als marktorientierte, integrierte Planung, Gestaltung, Abwicklung und Kontrolle des gesamten Material- und dazugehörigen Informationsflusses zwischen Unternehmen und seinen Lieferanten, innerhalb eines Unternehmens sowie zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden.“6

[...]


1 Vgl. FAZ 18.03.02, Ist die langfristige Planung noch zeitgemäß?, S. 23.

1 Vgl. Jossé, G., Balanced Scorecard, 2005, S. 5.

2 Vgl. Werner, H., Die Balanced Scorecard, 2000, S. 8.

3 Vgl. Weber, J., Logistik-Controlling, 1995, S. 15.

4 Vgl. Voegele, A. R., Logistik-Organisationssysteme, 1988, S. 17.

1 Vgl. DUDEN, Rechtschreibung, 1996, S. 463.

2 Oeldorf, G./Olfert, K., Materialwirtschaft, 1995, S. 341.

3 Vgl. Bloech, J./Ihde, G., Logistiklexikon, 1997, S. 166.

4 Vgl. Pfohl, H.-C., Logistiksysteme, 2003, S. 12.

5 Pfohl, H.-C., Logistiksysteme, 2003, S. 12.

6 Schulte, C., Logistik, 2005, S. 1.

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