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Aufgaben, Ziele und Arbeitsweise der berufsständigen Verbände - VDB, VdDB, VDD

Termpaper, 2006, 17 Pages
Author: Mandy Greifenberg
Subject: Library Science, Information- / Documentation Science

Details

Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 25  Entries
Language: German
Archive No.: V59804
ISBN (E-book): 978-3-638-53641-7

File size: 436 KB


Excerpt (computer-generated)

Humboldt- Universität zu Berlin / Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaften
Seminarkurs: Grundlagen des Dokumentationswesens
Informationswissenschaften WS 2005/2006

Aufgaben, Ziele und Arbeitsweise der berufsständigen
Verbände - VDB, VdDB, VDD

von: Mandy Greifenberg

 


1. Überblick 3

2. Historie der einzelnen berufsständigen Verbände 4

2.1. VDB – Verein Deutscher Bibliothekare e.V. 4
2.2. Der Verein der Diplombibliothekare an wissenschaftlichen Bibliotheken (VdDB) 5
2.3. Der Verein Deutscher Dokumentare (VDD) 6

3. Aufgaben, Ziele und Strukturen der einzelnen berufsständigen Verbände: 7

3.1. Der VDB 7
3.2. Der VdDB 9
3.3. VDD 10
3.4. Der „Berufsverband Information Bibliothek“ (BIB) 11
3.5. Die „Bibliothek & Information Deutschland“ (BID) 11
3.6. Zusammenarbeit der VDB und BIB 12

4. Organisationen des mittleren Dienstes 13

4.1. Der “Deutsche Verband Medizinischer Dokumentare“ 14
4.2. Fachangestellte(r) für Medien- und Informationsdienste 14
4.3. Medizinische Dokumentare 14
4.4. Medizinische Dokumentationsassistentinnen und -assistenten (MDA) 15
4.5. Arbeitskreis kritischer BibliothekarInnen (Akribie) 15

5. Fazit 16

6. Quellenverzeichnis 17
 



 

Überblick:

Dieses Thema ist insoweit spannend, da anhand der Beobachtung die Entstehung und die Entwicklung der einzelnen berufständigen Verbände gut zu verfolgen ist. Viele Umwälzungen haben dazu geführt, dass die Berufsverbände in diesem heutigen Format erscheinen. Zuerst erfährt der Leser den historischen Abriss der einzelnen Verbände VDB, VdDB und VDD. Im Anschluss bekommt der Leser einen Überblick über die Arbeitsweise der einzelnen Verbände. Des Weiteren erfährt der Leser über die medizinischen Verbände MD, MDA, FAMI und Verband der kritischen Bibliothekare (AKRIBIE). Empfehlenswerte Literatur finden Sie in „50 Jahre VdDB“ von Herausgeber VdDB, und „Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation“ von Kuhlen, Seeger und Strauch sowie in „Das Bibliothekswesen der Bundesrepublik Deutschland – Ein Handbuch“ von Busse, Ernestus, Plassmann und Seefeldt. Auch im Internet finden sich zusätzliche Informationen unter www.vdb-online.org und wikipedia. Teilnehmer des Bibliothekartages 1955 in Düsseldorf (Archivfoto)

2. Historie der einzelnen berufsständigen Verbände

2.1. VDB – Verein Deutscher Bibliothekare e.V.

Der VDB ist eine Vereinigung der wissenschaftlichen Bibliothekare, die am 07.06.1900 in Marburg gegründet wurde. Das Ziel dieses Zusammenschlusses war neben der Interessenvertretung seiner Mitglieder hauptsächlich die Förderung des Bibliothekswesens. Zur Zeit der Gründung entstand gerade erst der Beruf des Bibliothekars. Seit 1897 gab es eine „Sektion für Bibliothekswesen“ innerhalb der deutschen Philologie und 1899 bereits die ersten Bestrebungen, einen Verband zu gründen. W. Erman von der UB Berlin legte einen Satzungsentwurf vor und hielt ein Referat über „Vorschläge wegen Gründung eines Vereins der Bibliothekare in Deutschland“. Bei der Gründung im Jahre 1900 zählte man 58 Mitglieder, im folgenden Jahr waren es bereits 210.

Themen wie Bibliotheksgeschichte und Buchkunde standen zu dieser Zeit im Vordergrund. Ausbildung und Verwaltung waren dagegen weniger bedeutsam. Auch Standesfragen blieben unbeantwortet. Das änderte sich erst 1921, als ein Mitglied erklärte, dass es die Aufgabe der Bibliothekare sei, ihre eigenen beruflichen Interessen zu vertreten. Daraufhin wurde eine Kommission gegründet. Nach dem ersten Weltkrieg erhöhte sich die Zahl der Mitglieder um etwa 600 Mitglieder. Die Bibliotheken und Bibliothekare arbeiteten inzwischen enger zusammen, wobei es hauptsächlich um die Organisation des Leihverkehrs ging. Im Jahr 1933 schalteten die Nationalsozialisten die Bibliotheken gleich und auch der VDB verhielt sich zunehmend regimetreu. Die Bibliotheken verloren schnell an Bedeutung. Sechs von elf Mitgliedern des Vereinsvorstandes gehörten der NSDAP an. 1938 begrüßte ein Berliner Ministerialreferent für das wissenschaftliche Bibliothekswesen in Passau die „Entfernung des Judentums aus dem Geistesleben des deutschen Volkes“. Der Zusammenbruch des "Dritten Reiches" war dann auch das Ende für viele Bibliotheken, auch den VDB.

Ohne sich groß mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen, wurde der VDB 1948 in München vom Generaldirektor der Bayrischen Staatsbibliothek, Gustav Hoffmann, neu begründet. Der Verein verfügte zu diesem Zeitpunkt über 16 Kommissionen. Seit der Gründung des VDB gibt es jährlich einen Bibliothekartag; der VdDB kam 1951 hinzu und fortan veranstalten beide Verbände den deutschen Bibliothekartag. In den 50er Jahren wurde heftig um die Sachaufgaben der VDB diskutiert. Die Bibliotheken wuchsen rasant und der VDB konnte nicht mehr die Sacharbeit der wissenschaftlichen Bibliotheken übernehmen. Auch finanziell war der VDB überfordert. Die Sacharbeiten wurden seit 1974 an den neu gegründeten Deutschen Bibliotheksverband (DBV) abgegeben und somit konnte sich der VDB endgültig auf Berufs- und Ausbildungsfragen spezialisieren(1).

2.2. Der Verein der Diplombibliothekare an wissenschaftlichen Bibliotheken (VdDB)

[...]


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