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Asymetrische Gewalt durch internationalen Terrorismus

Scholary Paper (Seminar), 2005, 20 Pages
Author: Gerald Rabe
Subject: Sociology - War and Peace, Military

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 20
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 13  Entries
Language: German
Archive No.: V59889
ISBN (E-book): 978-3-638-53700-1

File size: 169 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität der Bundeswehr, München
Fakultät für Sozialwissenschaften
Hausarbeit zum Seminar
„Krieg, Konflikt und Gesellschaft“

Asymmetrische Gewalt durch internationalen Terrorismus

eingereicht von:
Gerald Rabe
7. Fachtrimester

Frühjahrstrimester 2005

 

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung ... 1

II. Internationaler Terrorismus gestern und heute ... 2
II.1. Was ist internationaler Terrorismus? ... 2
II.2. Umfeldvariablen ... 3
II.3. Internationaler Terrorismus im Wandel ... 5
II.4. Die Entwicklung der Internationalisierung ... 5
II.5. Traditionelle und neue Terrorgruppen ... 6
II.6. Ergänzung der Methoden ... 7
II.7. Der Nährboden für Extremismus und Terrorismus ... 8
II.8. Islam und Islamismus ... 9

III. Was war neu an den Anschlägen des 11. September? ... 10

IV. Das terroristische Kalkül und seine Erfolgsaussichten ... 12
IV.1. Die terroristische Strategie ... 12
IV.2. Erfolgsaussichten ... 13
IV.3. Grenzen des Kalküls ... 14

V. Neue Herausforderungen der Sicherheitspolitik ... 15
V.1. Streitkräfte und die Bekämpfung des Terrorismus ... 15
V.2. Asymmetrische Kriegsführung und deren Erfolgsaussichten ... 16

VII. Literaturverzeichnis ... 18

 

I. Einleitung

„In der nicht gerade schmalen Literatur über den Islam ist oft zu lesen, diese Religion sei wenig hierarchisch und daher besonders flexibel und anpassungsfähig. Der offenbar immer weiter um sich greifende Terrorismus von Dschihadisten (Protagonisten des sakralen Krieges mit dem Ziel der Herrschaft des Islam), die sich auf islamische Quellen wie Koran und Scharia berufen, lässt daran zweifeln. Denn ihre Schwierigkeiten mit der Moderne, die ein im wesentlichen westliches Phänomen ist, werden häufig gerade mit der mangelnden Anpassungsfähigkeit an den modernen Lebensstil erklärt. Hat im Fall etwa der Attentäter von London diese Flexibilität und Anpassungsfähigkeit versagt – oder gibt es diese so gar nicht?“1

„Muslime und westliche Autoren haben die lockere Struktur des Islams immer wieder als Vorteil dargestellt, nicht allein in bezug auf die Möglichkeiten einer Anpassung an gesellschaftliche Veränderungen, sondern auch im Hinblick auf dogmatische Verfestigungen. Als (negatives) Gegenbild musste da immer die katholische Kirche herhalten. Der Islam sei, da er keine Kirche und nicht zentralistisch sei, viel offener für moderne Entwicklungen als der Katholizismus und insgesamt weniger von Dogmen und auch Zensur durchsetzt.“2 In den vergangenen Jahren haben sich nun auf friedlicher wie aggressiv-terroristischer Ebene Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die viel beredete „lockere Struktur“ des Islams sich als Nachteil erweist. In den europäischen Ländern mit hoher muslimischer Einwanderung ist es – von wenigen Ausnahmen abgesehen – schwierig geworden, eine Gruppe oder Organisation zu finden, die verbindlich für alle spricht und vorgibt, was islamisch sei und was nicht.

Dadurch ergeben sich erhebliche Schwierigkeiten im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, da sich diese Asymmetrie nicht nur in der Form der Organisation und Gliederung darstellt, sondern auch die Akte der Gewalt und Kriegsführung prägt. In dieser Seminararbeit möchte ich mich mit der „Asymmetrischen Gewalt durch Internationalen Terrorismus“ auseinandersetzen, Strukturen und Entwicklungen aufzeigen und Möglichkeiten darstellen, terroristische Islamisten erfolgreich zu bekämpfen. Dabei stelle ich mich im Fazit der These, das Internationaler Terrorismus eine neue Form des Krieges ist und deswegen nicht mit konventionellen Mitteln bekämpft werden kann!

II. Internationaler Terrorismus gestern und heute

„Terrorismus hat in den 1990er Jahren ein neues Gesicht erhalten. Die heutigen Terroristen machen sich die größere Offenheit und die explosionsartigen Entwicklungen in der Informations- und Waffentechnik zunutze. Die neuen Technologien des Terrors und ihre steigende Verfügbarkeit, gepaart mit einer steigenden Mobilität der Terroristen, schaffen beunruhigende Aussichten in Bezug auf die Verletzbarkeit gegenüber chemischen, biologischen und anderen Anschlägen und bringen so jeden von uns in die Rolle eines möglichen Opfers. Dies ist eine Bedrohung für die gesamte Menschheit.“3

II.1. Was ist internationaler Terrorismus?

Kaum ein anderer Begriff wird variantenreicher und kontroverser definiert als Terrorismus. Häufig hängt die Sichtweise vom politischen Standpunkt des Betrachters ab. Eine international einheitliche Definition von Terrorismus konnte noch nicht gefunden werden.4 Der Begriff Terrorismus geht auf die Zeit der Französischen Revolution zurück. Die Gewaltherrschaft Robespierres und des Direktoriums wurde damit charakterisiert.5 Seither wird Terrorismus umgangssprachlich als ein System bezeichnet, das auf Angst basiert. Im Folgenden möchte ich verschiedene Definitionen des Begriffes darstellen, um somit Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen.

[...]


1 Lerch, Wolfgang Günter: Vom „wilden“ Islam, in: Frankfurter Allgemeine v. 19.07.2005, S.10.

2 Vgl. ebd., S.10.

3 Rede des ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten Bill Clinton zur Eröffnungssitzung der 53. Vollversammlung der Vereinten Nationen, New York, 21. September 1998.

4 Vgl. Hirschmann, Kai: „Internationaler Terrorismus gestern und heute: Entwicklungen, Ausrichtungen, Ziele“, S.31.

5 Vgl. Heintze, H.-J. (2000): Völkerecht und Terrorismus; in: Hirschmann, K./P. Gerhard, Hrsg. (2000): Terrorismus als weltweites Phänomen, Berlin, S.220.


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