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Termpaper, 2005, 20 Pages
Author: Florian Huber
Subject: German Studies - Modern German Literature
Details
Institution/College: University of Stuttgart (Institut für neuere deutsche Literatur)
Tags: Barthold, Heinrich, Brockes, Irdisches, Vergnügen, Gott, Brockes, Naturverständnis, Gedichte, Proseminar, Naturlyrik
Year: 2005
Pages: 20
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-53875-6
ISBN (Book): 978-3-640-20389-5
File size: 225 KB
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Abstract
Das „Irdische Vergnügen in Gott“ stellt das Hauptwerk von Barthold Heinrich Brockes dar. Wer aber war dieser Mann, welche Werke hat er uns hinterlassen und wie lassen sich diese inhaltlich zuordnen? Heute wird sein Name nur noch sehr selten genannt. Den meisten Menschen, Sogar Literaturstudenten ist er aber gänzlich unbekannt. Die hier vorliegende Arbeit soll sich näher mit dem Dichter, seinem Werk und deren Bedeutung für die Literaturgeschichte befassen. Behandlet wird in dieser Darstellung einer der bekanntesten Poeten des 18. Jahrhunderts, vorallem aber seine Werke und deren Zuordnung. Nach der Vorstellung des Autors und des "Irdischen Vergnügens" sollen zwei ausgewählte Gedichte dargestellt, beschrieben und interpretiert werden, sowie der Versucht unternommen werden deren Bedeutung und Sinn darzulegen. Außerdem soll versucht werden, die Frage zu beantworten, warum Brockes gerade durch diese Art Gedichte und Inhalte bekannt wurde, wie sie im späteren Verlauf aufgezeigt werden. Dadurch soll aufdie ganz speziellen Eigenheiten seiner Werke und seiner Dichtung hingewiesen werden, um damit seine großartige Leistung zu veranschaulichen: der Tatsache die Kunst der beschreibenden Dichtung in die deutsche Literatur eingebracht zu haben.
Excerpt (computer-generated)
Universität Stuttgart Juni 2005, Institut für Literaturwissenschaft
Abt. für Neuere Deutsche Literatur, Proseminar:„Naturlyrik“
WS 2004/2005
Barthold Heinrich Brockes "Irdisches Vergnügen in Gott"
Brockes Naturverständnis anhand ausgewählter Gedichte
von: Florian Huber
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Der Autor 4
3. Brocke´s Hauptwerk „Irdisches Vergnügen in Gott“ 5
4. Brocke´s Naturverständnis und die Darstellung im Gedicht 7
4.1 „Kirsch-Blühte bey der Nacht“ 8
4.1.1 Darstellung von Form und Inhalt 9
4.1.2 Deutung und Interpretation 11
4.2 „Die kleine Fliege“ 13
4.2.1 Form, Inhalt und Darstellung 14
4.2.2 Deutung und Interpretation 15
5. Der pyhsikotheologische Gottesbeweis 17
6. Beide Gedichte im Vergleich 17
7. Zusammenfassung und Ergebnis 18
Literaturverzeichnis 20
An Ihro
Reichs= Hoch= Gräfl. Excellens
Herr Graf Albrecht Wolffgang
Grafen zu Schaumburg Lippe und Sternburg
„Großer Graf!
Erhabner Geist!
Auszug dessen, was die Welt
An Verdienst und Seelen-Größe
Groß und für vortrefflich hält.
Der Wissenschaft, Erfahrung, Muth, Vernunft, Person und Stande
Jugend Menschen-Lied und Großmuth
unfern im gantzen Deutschen Lande
Selbst ein Irdisches Vergnügen.!
Dir auf dein gehofft Belieben wird,
des Irdischen Vergnügens Auszug,
billig zugeschrieben.“1
B. H. Brockes
Mit diesen Zeilen beginnt das „Irdische Vergnügen in Gott“, das Hauptwerk von Barthold Heinrich Brockes. Nur, wer war dieser Mann, welche Werke hat er uns hinterlassen und wie lassen sich diese inhaltlich zuordnen? Mit diesen Fragen soll sich die hier vorliegende Hausarbeit beschäftigen. Ich behandle in dieser Arbeit einen der bekanntesten Poeten des 18. Jahrhunderts2, seine Werke und deren Bedeutung. Nach der Vorstellung des Autors und seines Hauptwerkes werde ich zwei ausgewählte Gedichte darstellen, beschreiben und interpretieren und versuchen deren Bedeutung und Sinn darzulegen. Außerdem versuche ich die Frage zu beantworten, warum Brockes gerade durch solche Gedichte und Inhalte bekannt wurde, wie sie im späteren Verlauf aufgezeigt werden. Dadurch möchte ich auf die ganz speziellen Eigenheiten seiner Werke und seiner Dichtung hinzuweisen, um damit seine großartige Leistung zu veranschaulichen: der Tatsache die Kunst der beschreibenden Dichtung in die deutsche Literatur eingebracht zu haben3.
1. Der Autor – Barthold Heinrich Brockes
Barthold Heinrich4 Brockes wurde am 22.September 1680 in Hamburg als Sohn eines reichen Kaufmanns geboren. Dies verschaffte ihm die Möglichkeit einer guten Schulbildung durch den Besuch des Gymnasiums und des Johaneums5, wodurch er auch die Möglichkeit erhielt in Halle Jura zu studieren. Nach seinem Studium begab er sich auf Reisen durch fast ganz Europa und besuchte mit wenigen Ausnahmen alle Länder. Dies war der Beginn seiner wissenschaftlichen Neugierde und Forschungen, die ihn bis an sein Lebensende begleiteten. Er wurde Stadtrat in Hamburg, 1728 Stadtrichter, zwei Jahre später sogar Landrichter. Trotz seiner bürgerlichen Herkunft wurde er 1733 zum kaiserlichen Pfalzgrafen ernannt, wodurch sein Ansehen und die Bekanntheit seiner Werke deutlich stiegen.6 Sein Hauptwerk, die 9-bändige Gedichtsammlung7, erschien zwischen 1721 und 1748. Dabei wurde jeder Band einzeln veröffentlicht, der letzte erschien erst nach seinem Tod. So konnte nie eindeutig geklärt werden, ob die Sammlung ganz abschlossen war.8 Auch aufgrund des Inhaltes und der Art seiner Gedichte wurde Brockes unter Zeitgenossen und späteren Lesern mehr als Naturforscher, denn als Poet gesehen. Diese Meinung entstand aus der Tatsache heraus, dass er beschreibende Gedichte, gerade über das Aussehen und die Gestalt der Natur und ihre Geschehnisse verfasst hatte. Er schuf damit eine neue Art des Inhaltes der Dichtung und nutzte deren Möglichkeiten der Beschreibung aus. Dies war auch im Gedanke der nahenden Epoche der Aufklärung (ca. 1695 bis 17809) Dies wird im späteren Verlauf dieser Arbeit noch ausführlicher zur Sprache kommen. Barthold Heinrich Brockes starb am 16. Januar 1747 in Hamburg kurz vor der Vollendung des 9. Bandes seiner Gedichtsammlung. Sein Werk und dessen Neuerungen blieben der Literatur jedoch erhalten.10
2. „Irdisches Vergnügen in Gott“ – Brockes´ Hauptwerk
[...]
1 Vgl.: Auszug der vornehmsten Gedichte aus „Irdisches Vergnügen in Gott“ Faksimiledruck von 1738. Stuttgart: Metzler, 1965. S. 5 Vorwort: Widmung an seinen Gönner, Graf Albrecht Wolffgang zu Schaumburg- Lippe und Sternburg.
2 So nennt ihn H. C. Buch in: Ut pictua Poesis,. München: Carl Hanser, 1972. S. 64.
3 Ebd.
4 Vereinzelt stößt man auch auf den 2. Vornamen „Hinrich“. Es ist nicht sicher festzustellen, welcher korrekt ist.
5 Johaneum in Hamburg: Gelehrtenschule (lt.: Hamburger Stadtgeschichte).
6 Vgl.: Wucherpfennig, Wolf (Hrsg.): Geschichte der deutschen Literatur. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. 3. Auflage. Stuttgart: Klett, 1996. S. 86f.
7 Mit diesem Werk beschäftigt sich auch Punkt 3 in dieser Arbeit.
8 Ich konnte keine Hinweise auf eine Unvollständigkeit der Sammlung finden.
9 Vgl.: Wucherpfennig, Wolf (Hrsg.): Geschichte der deutschen Literatur.
10 Vgl.: Auszug der vornehmsten Gedichte aus „Irdisches Vergnügen in Gott“. Nachwort, S. 2ff.
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