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Seminararbeit, 2006, 27 Seiten
Autor: Harm Linnecke
Fach: Wirtschaft - Bank, Börse, Versicherung
Details
Institution/Hochschule: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Lehrstuhl für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre)
Tags: Bilanzielle, Effekte, Asset, Backed, Securities, Seminar, Bankgeschäftspolitik, Bankbilanzierung, Halle - Wittenberg, Martin - Luther Universität, MLU, Halle
Jahr: 2006
Seiten: 27
Note: 1,6
Literaturverzeichnis: ~ 22 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-54025-4
ISBN (Buch): 978-3-638-66731-9
Dateigröße: 757 KB
Die Forderungsverbriefung ist für deutsche Banken ein wichtiges Instrument um positive Effekte auf die Vermögens,- Finanz - und Ertragslage herbeizuführen. Außerdem werden Asset Backed Securities nach den IFRS erläutert und es werden beispielhaft durchgeführte Transaktionen deutscher Banken veranschaulicht.
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Zusammenfassung / Abstract
Ein innovatives Finanzierungsinstrument für Unternehmen stellen die Asset Backed Securities dar. Asset Backed Security (ABS) bezeichnet eine Anleihe, die „durch einen Pool definierter Aktiva“1 gesichert ist. Durch die Asset Backed Securities erhalten Banken die Möglichkeit Forderungen aus ausgegebenen Krediten zu verbriefen, damit eine Bilanzentlastung und Eigenkapitalenlastung eintritt.2 Kreditinstituten bieten sich somit innerhalb des Kreditrisikomanagements und des Bilanzstrukturmanagements neue Perspektiven.3 Bilanzielle Effekte innerhalb der Vermögens -, Ertrags - und der Liquiditätslage können herbeigeführt werden, die in den folgenden Ausführungen dargestellt werden. Zunächst geht es im zweiten Kapitel um die allgemeinen Aspekte, wie die ausführliche Definition, die Entwicklung und der Markt, die Anforderungen und die möglichen Vor – und Nachteile der ABS. Im Hauptteil, dem dritten Kapitel, werden die beiden Formen des „True – Sale“ und der synthetischen Verbriefung unterschieden und es werden die Auswirkungen auf die Vermögens -, Ertrags – und Liquiditätslage und auf Bilanzkennziffern dargestellt. Im vierten Kapitel werden eine True – Sale und eine synthetische Verbriefung beispielhaft anhand zweier durchgeführter Transaktionen und der resultierende Effekt der Eigenkapitalentlastung gezeigt. Im fünften Kapitel folgt eine Zusammenfassung und ein Ausblick. Die bilanzielle Behandlung der True – Sale Verbriefung wird nur nach den IFRS erläutert.
Textauszug (computergeneriert)
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Seminars: Bankgeschäftspolitik und Bankbilanzierung
SS 2006, 8. Semester
Bilanzielle Effekte von Asset Backed Securities
von: Harm Linnecke
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung der Asset Backed Securities 1
2 Allgemeine Aspekte der Asset Backed Securities Transaktionen 1
2.1 Grundstruktur und Parteien der Asset Backed Securities 1
2.2 Entwicklung und Markt für Asset Backed Securities 3
2.3 Anforderungen an ABS – Transaktionen 4
2.4 Chancen und Risiken von ABS 5
3 Asset Backed Securities innerhalb der Bankbilanz 6
3.1 Darstellung einer „True - Sale“ – Verbriefung nach IFRS 6
3.2 Die synthetische Verbriefung als spezielle Form der ABS 7
3.3 Effekte der Vermögens -, Ertrags - und Liquiditätslage in der Bilanz 10
4 Beispieltransaktionen deutscher Kreditinstitute 13
4.1 True – Sale Verbriefung der Hypo- Vereinsbank 13
4.2 Verbriefung der deutschen Bank als teilfinanzierte, synthetische Struktur 14
4.3 Wirkungen der ausgewählten Verbriefungen auf die Eigenkapitalentlastung 15
5 Schlussbetrachtung 16
Literaturverzeichnis 17
Anhang 20
Abkürzungsverzeichnis
ABS = Asset Backed Securities
CDS = Credit Default Swap
CLN = Credit Linked Notes
BaFin = Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
BaKred = Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen
IAS = International Accounting Standards
IFRS = International Financial Reporting Standards
IRB = Internal Ratings - Based
KWG = Gesetz über das Kreditwesen
SPV = Special Purpose Vehicle
[...]
1 Problemstellung der Asset Backed Securities
Ein innovatives Finanzierungsinstrument für Unternehmen stellen die Asset Backed Securities dar. Asset Backed Security (ABS) bezeichnet eine Anleihe, die „durch einen Pool definierter Aktiva“1 gesichert ist. Durch die Asset Backed Securities erhalten Banken die Möglichkeit Forderungen aus ausgegebenen Krediten zu verbriefen, damit eine Bilanzentlastung und Eigenkapitalenlastung eintritt.2 Kreditinstituten bieten sich somit innerhalb des Kreditrisikomanagements und des Bilanzstrukturmanagements neue Perspektiven.3 Bilanzielle Effekte innerhalb der Vermögens -, Ertrags - und der Liquiditätslage können herbeigeführt werden, die in den folgenden Ausführungen dargestellt werden.
Zunächst geht es im zweiten Kapitel um die allgemeinen Aspekte, wie die ausführliche Definition, die Entwicklung und der Markt, die Anforderungen und die möglichen Vor – und Nachteile der ABS. Im Hauptteil, dem dritten Kapitel, werden die beiden Formen des „True – Sale“ und der synthetischen Verbriefung unterschieden und es werden die Auswirkungen auf die Vermögens -, Ertrags – und Liquiditätslage und auf Bilanzkennziffern dargestellt. Im vierten Kapitel werden eine True – Sale und eine synthetische Verbriefung beispielhaft anhand zweier durchgeführter Transaktionen und der resultierende Effekt der Eigenkapitalentlastung gezeigt. Im fünften Kapitel folgt eine Zusammenfassung und ein Ausblick. Die bilanzielle Behandlung der True – Sale Verbriefung wird nur nach den IFRS erläutert.
2 Allgemeine Aspekte der Asset Backed Securities Tranaktionen
2.1 Grundstruktur und Parteien der Asset Backed Securities
Durch Asset Backed Securities (ABS) werden bestimmte Aktiva als handelbare Wertpapiere verbrieft.4 Diese Aktiva sind vor allem ausgegebene Automobilkredite, Hypothekarkredite und Forderungen aus Warenlieferungen.5 Es kommen generell alle Aktiva in Frage, die Zahlungsströme generieren. Ein Kreditinstitut kann wie jedes andere Unternehmen bestimmte Forderungen verbriefen. Somit ist die Bank der sogenannte „Originator“ , der seine Forderungen abtritt. Damit sich die Bank durch Asset Backed Securities finanzieren kann, muss zunächst eine Einzweckgesellschaft das „Special Purpose Vehicle“ (SPV) gegründet werden.6 Dieses SPV liegt häufig in einem Land mit sehr niedrigen Mindestkapitalanforderungen und niedrigen Steuersätzen7 (zum Beispiel Irland, Jersey, Cayman Islands 8).
Die Grundstruktur einer Asset Securitisation wird in Abbildung 1 dargestellt. Zunächst muss es einen Forderungsschuldner geben, der als Schuldner gegenüber der Bank auftritt. Die Bank als Originator verkauft bestimmte Forderungen an die Einzweckgesellschaft. Mit dem Erwerb der Forderungen gehen alle Rechte, Pflichten und Risiken auf die Einzweckgesellschaft über und das SPV ist der rechtliche und wirtschaftliche Eigentümer. Allerdings verbleibt bei der Bank meist noch das Servicing der Forderungen, sie kümmert sich noch um die Kreditüberwachung, den Einzug der Zahlungen und Zinsen und das Mahnwesen. Das SPV zahlt an die Bank einen Kaufpreis und refinanziert sich durch die Ausgabe von ABS – Wertpapieren am Kapitalmarkt. Die Investoren haben Anspruch auf die Zins – und Tilgungszahlungen. Das SPV leitet die Zahlungsströme der beglichenen Forderungen an die Investoren weiter. Die Einzweckgesellschaft hat nur den Zweck Forderungen zu kaufen und sich durch die Begebung von ABS – Anleihen zu refinanzieren. Da nur diese Geschäftstätigkeit in einem Vertrag festgehalten wird, ist das SPV keinen anderen Geschäftsrisiken ausgesetzt. Neben dem Schuldner, dem Originator, dem SPV und den Investoren sind noch andere Parteien an der ABS – Transaktion beteiligt. Ein Datentreuhänder verwaltet die persönlichen Daten des Forderungsschuldners und schützt sie vor Dritten, ein Sicherheitentreuhänder kontrolliert die Sicherheiten und die ordnungsgemäße Abwicklung der Zahlungsströme, eine Investmentbank (Arranger, Plazeurs) plant, organisiert und strukturiert zusammen mit dem Originator die gesamte ABS – Transaktion und Ratingagenturen bewerten die ABS – Wertpapiere, indem die Qualität der Forderungen und die Transaktionsstruktur analysiert werden. Bei der Verbriefung können die ausgegebenen Tranchen in Erst – und Nachrang - Strukturen bzw. Senior - und Junior – Tranchen aufgeteilt werden. Die Junior Tranchen werden erst nach der erstrangigen Seniortranche mit Zins - und Tilgung bedient,9 wodurch eine Risikokomponente in die Transaktion eingebaut werden kann.
Abbildung 1: Grundstruktur einer Asset Securitisation [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
2.2 Entwicklung und der Markt für Asset Backed Securities
[...]
1 Vgl. Bestmann (2000), S. 68.
2 Vgl. Sauerland (2003), S. 20.
3 Vgl. Schöning (2003), S. 667.
4 Vgl. Hartmann - Wendels (1998), S. 287.
5 Vgl. Bestmann (2000), S. 68.
6 Vgl. Bertl ( 2004), S. 5.
7 Vgl. Hüfner (1997), S. 434.
8 Vgl. Sauerland (2003), S. 20, in den Ländern gab es bislang den Vorteil einer niedrigen Gewerbesteuer.
9 Die Erklärung der einfachen Grundstruktur wurde von www.True-Sale-International.de übernommen
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