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Autor: Claudia Thieler
Fach: Kunst - Malerei
Details
Institution/Hochschule: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Caspar-David-Friedrich-Institut)
Tags: Warburg, Begründer, Ikonologie, Einführung, Kunstgeschichte
Jahr: 2004
Seiten: 16
Note: 1,5
Literaturverzeichnis: ~ 6 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 92 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-54184-8
Textauszug (computergeneriert)
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Philosophische Fakultät
Caspar-David-Friedrich-Institut
Bereich Kunstgeschichte
Seminar:
Einführung in die Kunstgeschichte
Thema:
Aby Warburg als Begründer der Ikonologie
Sommersemester 2004
Bearbeiterin:
Claudia Thieler
Fachsemester:
Magisterhauptfach Germanistik 4
Magisternebenfach Kommunikationswissenschaft 1
Magisternebenfach Kunstgeschichte:4
1 MOTIVATION 3
2 ABY WARBURG - EINE KURZE BIOGRAPHIE 4
2.1 KINDHEIT UND JUGEND 4
2.2 WARBURGS STUDIENZEIT ALS PRÄGENDER ABSCHNITT 5
2.2.1 Erste Studienjahre 5
2.2.2 Weggang aus Bonn und Dissertation über Botticelli 6
2.3 WEITERE STUDIEN UND HART ERKÄMPFTES PRIVATES GLÜCK 7
2.4 BERUFLICHER ALLEINGANG UND KRISE 8
2.5 GENESUNG UND LETZTER WIEDEREINTRITT INS FORSCHUNGSLEBEN 9
3 ABY WARBURG UND DIE IKONOLOGIE 11
3.1 ZUM BEGRIFF IKONOLOGIE UND ABGRENZUNG ZUR IKONOGRAPHIE 11
3.2 WARBURGS WEG ZUR IKONOLOGIE 13
3.3 EXKURS: IKONOLOGIE BEI PANOFSKY 14
4 SCHLUSSWORT 15
LITERATURVERZEICHNIS 16
1 Motivation
Beschäftigt man sich mit dem Thema Ikonologie ist es nahezu unumgänglich, auf den Namen Aby Warburg zu stoßen. Scheint es für den Studienanfänger kaum möglich, zwischen den Begriffe Ikonographie und Ikonologie zu unterscheiden, wissen die meisten Zwischengeprüften, dass Aby Warburg es war, der auf dem X. Internationalen Kongreß für Kunstgeschichte 1912 in Rom das „Bilderrätsel“ im Salone dei Mesi des Palazzo Schifanoia zu Ferrara entschlüsselte.1 Mit unermüdlichem Forscherdrang, einer großen Menge Glück und einer feinen Intuition hat der Kunsthistoriker sich dem Geheimnis der Gemälden genähert, diesen „rätselhaften Figuren“, die ihm keine Ruhe ließen.2
Die Biographie dieses Mannes ist so spannend wie tragisch, ließen ihn die „rätselhaften Figuren“ doch niemals mehr in Ruhe und trieben ihn letztendlich in Wahnvorstellungen hinein.
Nichtsdestotrotz sind die Verdienste Aby Warburgs bis heute unvergessen und seine Ideen noch immer Bestandteil einer jeden kunsthistorischen Ausbildung.
Leben und Ideen Warbugs als Begründer der Ikonologie sollen Thema dieser Arbeit sein.
2 Aby Warburg – Eine kurze Biographie
Das Leben Aby Warburgs war geprägt von der Hingabe zur Kunstgeschichte, der Arbeit an Beiträgen zur Kunstpsychologie und Mythologie, der Faszination für das Leben der Indianer und den unermüdlichen Besuchen von Kongressen. Hinter dieser arbeitsreichen Fassade, die sicher auch zur Berufung Warburgs gehörte, stand ein von Krankheit gezeichneter Mann, der sich aber aus seinen Tiefpunkten versuchte, selbst herauszuholen , der seiner Einsamkeit durch Flucht in die Öffentlichkeit entgehen wollte und sich ungemein breit und vielseitig engagierte.3
Von diesem Engagement zeugen heute unter anderem noch das Warburg Institut und die Warburg Bibliothek. Da Warburg in seinem Studium die entscheidenden Anstöße, Anregungen und Aufgaben für sein ganzes Lebenswerk erhielt, widme ich diesem Abschnitt seines Lebens ein ausführlicheres Kapitel.
Wie der „Vater der Ikonologie“4 heranwuchs, soll im nächsten Kapitel aufgezeigt werden.
2.1 Kindheit und Jugend
Am 13. Juni 1866 kam Aby Warburg als ältester Sohn eines Bankiers in Hamburg zur Welt. Die Zeugnisse seiner Kindheit und Jugend sind relativ dünn und hauptsächlich autobiographischer Art. Zusammen mit seinem Bruder Max schrieb er im Alter von etwa 50 Jahren die Erinnerungen an seine Jugendzeit als eine Art Therapieergänzung während seiner Krankheit nieder. Was wir aber genau wissen, ist, dass Warburg im Alter von sechs Jahren an Typhus erkrankte. Als sei für ein Kind ein solcher Zustand nicht schon belastend genug, verfolgten ihn auch noch in seinen Träumen die für eine unbedarfte Kinderpsyche gräßlichen Illustrationen Bertalls zu Balzac (Abb.1).5 Verfolgt man Warburgs Leben weiter und erkennt, was für ein sensibler Geist in diesem Menschen wohnte, lässt sich leicht nachvollziehen, was diese Bilder in einem so zarten Alter ihm angerichtet haben müssen. Warburg erholte sich nie ganz von dieser Erkrankung.
[....]
1 Vgl. Schenkluhn (Hrsg.), 1999, S.57.
2 Vgl. Kaemmerling (Hrsg.), 1979, S.118.
3 Vgl. Gombrich, 1992. S.21.
4 Kaemmerling (Hrsg.), 1979, S.113.
5 Vgl. Gombrich, 1992, S.35.
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