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Trainspotting can never be a film! - Analyse der Erzählstruktur des Films und Romans in ihrer Bedeutung zur Tiefenstruktur Umsetzung

Scholary Paper (Seminar), 2004, 33 Pages
Author: Gideon Koman
Subject: Film Science

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 33
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 18  Entries
Language: German
Archive No.: V60735
ISBN (E-book): 978-3-638-54327-9
ISBN (Book): 978-3-638-68860-4
File size: 659 KB

Abstract

Trainspotting kann niemals verfilmt werden. Sagt wer? Sagt John Hodge. Drei Jahre nach dieser Feststellung kommt der Film Trainspotting in die Kinos. Hat wer mit verfilmt? Hat John Hodge. Diese Arbeit behandelt die Erzählstrukturen des Buches, und des Films, "Trainspotting". SIe geht deshalb auf die Erzählstrukturen von Mittelbarkeit und Erzählsituation ein um damit die jeweiligen medienspezifischen narrativen Gestaltungen - von Film und Literatur- auf eine Werteebene zu bringen. Die Basis dazu ging von Stanzels Modell der Erzählsituationen, in Verbindung mit Hursts vergleichendem Modell, aus. Angefangen bei der Tiefenstruktur um quasi die Qualität vom „Ton des Töpfers“ zu erfassen taste ich mich weiter zur Realisierung in Irving Welsh’s Roman Trainspotting. Auf Basis der dann erörterten Erzählsituationen wird ein Vergleich der Strukturen, zusammen mit der Adaption des narrativen Modus, zeigen inwiefern eine vergleichbare Adaption -in qualitativen und objektiv vergleichbaren Kriterien- im Film stattgefunden hat.


Excerpt (computer-generated)

Trainspotting can never be a film! –
Analyse der Erzählstruktur des Films und Romans
in ihrer Bedeutung zur Tiefenstruktur Umsetzung

von: Gideon Koman

WS 2004/2005

 


Inhaltsverzeichnis

1 TRANSFORMATION IMPOSSIBLE? / EINLEITUNG I  3

1.1 Das Analyse Modell / Einleitung II  4

2 DIE THEORIE DER TEXTANALYSE  5

2.1 Tiefenstruktur in Relation zur Mittelbarkeit  6
2.2 Oberflächenstruktur in Relation zur Erzählperspektive  7
2.3 Stanzels Typenkreis der Erzählsituationen  7

2.3.1 Ich-ES  8
2.3.2 Auktoriale ES  8
2.3.3 personale ES  9
2.3.4 Konstituenten der Erzählsituationen und Typenkreis 9

3 TRANSFORMATIONSMODELL DER ERZÄHLSITUATIONEN FÜR FILMVERGLEICH  11

3.1 Zur Tiefenstruktur Transformation im Film  12
3.2 Filmische Gestaltungsmittel im ES Bezug  14

3.2.1 Kinematographische Konnotationen  14
3.2.2 attached und detached camera als Dichotomie der Kameraführung  15
3.2.3 Gestaltung im Schnitt  17
3.2.4 Syntagmen in ES Kontext  17
3.2.5 Vereinigung der Gestaltungsmittel in Filmsprachen  18

3.3 Besonderheit der Ich-ES und Übersicht der filmischen ES  18

4 MEDIENVERGLEICH TRAINSPOTTING  21

4.1 Der Roman Trainspotting  21
4.2 Der Film Trainspotting  26

5 SCHLUSSBEMERKUNGEN 31

6 LITERATURVERZEICHNIS  32


 

 

1 Transformation Impossible? / Einleitung I

Trainspotting kann niemals verfilmt werden. Sagt wer? Sagt John Hodge. Drei Jahre nach dieser Feststellung kommt der Film Trainspotting in die Kinos. Hat wer mit verfilmt? Hat John Hodge. Bevor wir Hodge selbst die Gelegenheit geben nicht als Lügner und Drehbuchautor in unserer Erinnerung zu verbleiben, möchte ich eine Information seiner Aussage beleuchten. Nicht jeder Film kann verfilmt werden. Warum? Ist es die von Literaturwissenschaftlern leidenschaftlich den vorherrschenden Adaptoren entgegen geschmetterte „Werktreue“? Eigentlich hat sich ja gezeigt das freie Adaptionen häufig eher die Qualitäten ihrer Vorlagen vermitteln als „werktreue“ Verfilmungen ohne jegliche Abweichung. In Wahrheit wurden unter Betrachtung der Werktreue oft kaum objektivierbare Aussagen und Wertungen getroffen, die eine Basis zur Erörterung vergleichbarer Kriterien vermissen ließ.1

Einen mit viel Spannung verfolgten Weg zu unserer Frage ging die Semiotik. Schanze konstatiert, dass das Problem des Verhältnisses von Film und Vorlage im Wesentlichen ein semiotisches ist. Er führt aus wie zwischen dem digitalen Kode der Vorlage und dem analogen Kode des bewegten Bildes ein Transformationsprozess stattfindet der als „Verfilmung“ bezeichnet werden kann.2 Das dies die Materie aber nicht in ausschöpfenden Maße beschreiben kann, fasst Nerlich in einer ganzen Abhandlung seiner „Kritik an semiotischen Theorien und Modellen“ ab und Werner Faulstich stellt zu ′schlechter′ letzt gar fest: „Soweit Filmsemiotik sinnvoll und verständlich ist, ist sie banal“3 An dieser ernüchternden Stelle möchte ich endlich John Hodge zu Wort kommen lassen. Auf die Frage warum Trainspotting unverfilmbar ist antwortet er:

“1. It is a collection of loosely related short stories about several d i f - ferent characters. Only towards the end does it take on a continuous narrative form.
2. The characters, each with a distinctive voice, are defined by i n t e r n a l monologue as much as anything, and the language is uncompromi s i n g l y s p e c i f i c t o a t i me and place”

John Hodge 1996 S.9

In der Essenz sieht Hodge also die hauptsächliche Problemstellung in der schwierigen Erzählstruktur und der Vielfalt an Individueller Darstellung mit den medienspezifischen Eigenheiten. Um induktiv zu schließen: Trainspotting wurde verfilmt, also können diese Probleme der Erzählstruktur und die Erdrückende Masse an Inneren Monologen anscheinend gelöst werden. Das thematisiert vorliegende Arbeit.

1.1 Das Analyse Modell / Einleitung II

Die beste Analyse schien mir, die vom Drehbuchautor zu bewältigenden Punkte zu untersuchen. Diese Arbeit geht deshalb auf die Erzählstrukturen von Mittelbarkeit und Erzählsituation ein um damit die jeweiligen medienspezifischen narrativen Gestaltungen auf eine Werteebene zu bringen. Stanzels Modell der Erzählsituationen in Verbindung mit Hursts vergleichendem Modell schien mir eine gute Basis zu bieten.

Angefangen bei der Tiefenstruktur um quasi die Qualität vom „Ton des Töpfers“ zu erfassen taste ich mich weiter zur Realisierung in Irving Welsh’s Roman Trainspotting. Auf Basis der dann erörterten Erzählsituationen wird ein Vergleich der Strukturen, zusammen mit der Adaption des narrativen Modus zeigen inwiefern eine vergleichbare Adaption in qualitativen und objektiv vergleichbaren Kriterien im Film stattgefunden hat.

2 Die Theorie der Textanalyse

[...]


1 Vgl. Gießenfeld 1991 S.275ff.

2 vgl. Schanze S. 281-290

3 Faulstich S.55


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