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Digitale Spaltung in Deutschland - Übergangsphänomen oder Bedrohung

Autor: Sabrina Dahlheimer
Fach: Soziologie - Wissen und Information

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Details

Veranstaltung: Medien und Soziale Ungleichheit
Institution/Hochschule: Universität Trier
Tags: Digitale, Spaltung, Deutschland, Bedrohung, Medien, Soziale, Ungleichheit
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 22
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 18  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 158 KB
Archivnummer: V60854
ISBN (E-Book): 978-3-638-54426-9

Textauszug (computergeneriert)

Universität Trier, FB IV- Soziologie
Proseminar: „Medien und soziale Ungleichheit“
SS 2006, 4. Fachsemester

Digitale Spaltung in Deutschland –
Übergangsphänomen oder Bedrohung

von: Sabrina Dahlheimer

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Die These der Digitalen Spaltung  5

2.1. Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft 5
2.2. Versuch einer begrifflichen Annährung  6
2.3. Zusammenfassung 7

3. Empirische Daten zur Digitalen Spaltung in Deutschland 9

3.1. Internetnutzung in Deutschland  9

3.1.1. Internetnutzung und Geschlecht  9
3.1.2. Internetnutzung und Alter  9
3.1.3. Internetnutzung und Einkommen 10
3.1.4. Internetnutzung und Bildung  10
3.1.5. Internetnutzung und Wohnort 10

3.2. Gründe für die Nicht-Nutzung des Internets 11
3.3. Zusammenfassung 12

4. Die Digitale Spaltung als Bedrohungsszenario?  14

4.1. Diffusionshypothesen 14
4.2. Exklusionshypothesen  16
4.3. Kritische Anmerkungen zu beiden Hypothesen  18
4.4. Zusammenfassung 18

5. Resümee und Ausblick 19

6. Literaturverzeichnis  21


 

 

1. Einleitung

Aus der anfänglichen akademischen Nutzung ist das Internet in enorm kurzer Zeit tief in die alltägliche Arbeits- und Lebenswelt der Menschen eingedrungen und wird von Vielen als Erleichterung und Hoffnungsträger bewertet. Wie immer, wenn ein neues Medium hinzukommt, werden neben der positiven Bedeutung für die Gesellschaft aber auch Befürchtungen über negative Begleiterscheinungen bis hin zu regelrechten Bedrohungsszenarien1 diskutiert. Wie belastbar jedoch sind diese Vermutungen? Ziel dieser Arbeit soll es sein, die Bedeutung der Digitalen Spaltung in Deutschland darzustellen und Überlegungen auszuarbeiten, ob es langfristig zu einer Vergrößerung oder Verkleinerung derselbigen kommt.

Bevor ich im weiteren Verlauf dieser Arbeit vertieft auf die These der Digitalen Spaltung und deren mögliche Entwicklung eingehen werde, sollen zunächst die sozialstrukturellen Veränderungen in Deutschland aufgegriffen werden, da diese als Grundlage für alle gesellschaftlichen Entwicklungen angesehen werden können. Da die Bezeichnung Digitale Spaltung im Mittelpunkt der vorliegenden Ausarbeitung steht, soll der Begriff anschließend kurz definiert werden. Das dritte Kapitel möchte ich aktuellen Befunden zur Position Deutschlands widmen. Ziel dieser Betrachtung wird es sein, die Internetnutzung in Deutschland zu beurteilen, mögliche Ungleichheiten in der Nutzung, sowie Gründe für etwaige Benachteiligungen aufzuzeigen und zum Ausgangspunkt weiterer Überlegungen zu machen.

Aus der Vielzahl an Publikationen kristallisieren sich bezüglich sozialer Ungleichheiten und deren Konsequenzen kontroverse Hypothesen heraus, die ich in zwei Gruppen gegliedert habe und im vierten Abschnitt kurz vorstellen möchte, um der zentralen Frage nachzugehen, inwieweit die Digitale Spaltung anhand der vorliegenden Untersuchungen als Bedrohung gesehen werden kann. Danach möchte ich beide Hypothesen einer kurzen, kritischen Prüfung unterziehen, bevor ich ein abschließendes Resümee ziehen werde.

2. Die These der Digitalen Spaltung

2.1. Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft

Warschauer identifiziert drei industrielle Revolutionen, die das gesellschaftliche Fundament erheblich beeinflusst und verändert haben. Als erste industrielle Revolution auf dem Weg zu einer Industriegesellschaft nennt er die Erfindung der Dampfmaschine im späten 18. Jh., auf welche im 19. Jh. die zweite Revolution in Form der Erfindung von Elektrizität und Telekommunikation folgt. Den Beginn der dritten Revolutionsstufe, die noch immer andauert, verortet er in der Mitte des 20. Jh., ausgelöst durch technische Quantensprünge, insbesondere im Bereich der Informationsverarbeitung. Diese dritte Stufe stelle die Weichen für den Beginn einer Informationsgesellschaft, die durch die Vermarktung und mediale Verbreitung von Information und Wissen gekennzeichnet ist. 2

Auch Daniel Bell entwickelte bereits in den 70er Jahren ein evolutionäres Drei- Stufen-Modell, welches nach dem Durchlaufen des präindustriellen und des industriellen Zeitalters, den Eintritt in die postindustrielle Stufe gegen Ende des 20. Jahrhunderts prognostiziert. Erkennbar sei dies an Faktoren, wie z.B. der zunehmenden Bedeutung von Informationstechniken und deren Transport, sowie der steigenden Relevanz immaterieller Güter und der Netzwerketablierung. 3 Infolge dieser postindustriellen Gesellschaft, die aufgrund der Dominanz von Dienstleistungen und Informations- und Kommunikationstechnologien oftmals auch als Wissens- oder Netzwerkgesellschaft bezeichnet wird,4 lösen generiertes Wissen und Informationsnetze den Transport von Materie und Energie durch Verkehrs- und Verbundnetze ab.5

[...]


1 Der Begriff „Bedrohungsszenario“ beruht auf Mirko Marrs kritischen Ausführungen zur Digitalen Spaltung in: Marr, Mirko: Wer hat Angst vor der digitalen Spaltung? Zur Haltbarkeit des Bedrohungsszenarios. In: Medien- & Kommunikationswissenschaft 52.1/2004,S. 76-94.

2 Vgl. Warschauer 2003: S. 12 f

3 Bell 1975: S. 134

4 Steinbicker 2000: S. 442

5 Bell 1975: S. 134

Kommentare

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