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Untersuchung über die Konsequenzen des Ehebruchs in Choderlos de Laclos Les Liaisons Dangereuses, in Bezug auf die Opfer- und Täterrollen

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 28 Pages
Author: Daniela Kröner
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2006
Pages: 28
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 17  Entries
Language: German
Archive No.: V60878
ISBN (E-book): 978-3-638-54449-8

File size: 135 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität Duisburg-Essen
Fachbereich Geisteswissenschaften; Germanistik
Veranstaltung: High Infidelity – Ehebruch Literarisch (HS);
WS 2004/2005

Seminararbeit

Thema:

Untersuchung über die Konsequenzen des Ehebruchs in Choderlos de
Laclos Les Liaisons Dangereuses, in Bezugnahme auf die Opfer- und Täterrollen

von

Daniela Kröner

7. Fachsemester Germanistik/Anglistik
Angestrebter Abschluss: Magister

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 4

2. Frankreich im 18. Jahrhundert 5

2.1 De Laclos Vita 5
2.2 De Laclos und seine Zeit 6

3. Les Liaisons et les Dangereuses 9

3.1 Die Charaktere in den Liaisons dangereuses 9
3.2 Das Verständnis der Opfer- und Täterrolle 14

4. Liebe und Leidenschaft 18

4.1 Der Teufel im Spiel der Liebe 18
4.2 Liebe und ihre Illusion 20
4.3 Konsequenzen: Mord, Rufmord, Selbstmord, Ächtung und Kloster 23

5. Fazit 26

6. Literaturverzeichnis 28

 

 

Einleitung

In dieser Seminararbeit werde ich die Folgen des Ehebruchs in den Liaisons dangereuses, im Frankreich des 18. Jahrhunderts untersuchen. Als Basis dieser Untersuchung liegt der Arbeit der Roman les liaisons dangereuses von Choderlos de Laclos, in deutscher Übersetzung vor. Dabei werde ich mich nur auf den Roman beziehen, obwohl es viele Filmadaptionen gibt.

Ich versuche zu klären, ob nicht gerade die Opfer des Romans Täter des Ehebruchs waren und in welcher Tragweite sich deshalb die Konsequenzen auf sie ausgewirkt haben. Starb das vermeintliche Opfer wirklich daran, dass es sich der wahren Liebe geöffnet hat, oder doch an den Folgen eines schlechten Gewissens seinem Ehemann gegenüber? Oder wollte der Autor uns sagen, dass man diese verschiedenen Wertesysteme der Liebe nicht vereinen kann?

Des Weiteren versuche ich darzulegen, ob nicht die offiziellen Bösen auch Opfer ihrer Zeit wurden. Vielleicht sogar Opfer ihrer eigenen Prinzipien. Das wachsende Verlangen, jede Regung rational erklären zu müssen, kann unter Umständen zu der Gefühlskälte geführt haben, die beide ‚Bösewichte′ an den Tag legen.

Gibt es Gewinner und Verlierer und wenn ja, warum sterben die ‚Guten′ während die ‚Bösen′ nur bestraft werden?

2. Frankreich im 18. Jahrhundert

2.1 De Laclos Vita

Choderlos de Laclos wurde 1741 geboren. Er stammte aus einer neuadeligen Familie, was ihm während seiner Karriere hinderlich wurde. Denn für Aufstiegsgarantien innerhalb der Artillerie musste man mindestens in der vierten Generation adelig sein.

Über seine Jugend ist wenig bekannt, erst im Alter von 19 Jahren wurde man auf ihn aufmerksam. De Laclos war Unterleutnant im Artillerieregiment. Schon zu der Zeit schrieb er leichte Gedichte und ein wenig Prosa, jedoch war nichts von dem, was er schrieb, von großem Interesse.

Sein Briefroman les Liaisons dangereuses hingegen erweckte nicht nur Interesse sondern schieres Aufsehen und Empörung. 1782 erschienen und 1823 polizeilich verboten, ließen die Liaisons genug Raum zu den Spekulationen, die Charaktere seien nicht fiktiv, sondern beruhten auf der "recht lebens- und liebenslustigen Gesellschaft" Grenobles. Stendahl , ein Schüler de Laclos, beschwört diese Gesellschaft selbst gekannt zu haben, wuchs er doch in Grenoble auf. Bis heute ist nicht geklärt, ob die Charaktere fiktiv sind oder Ähnlichkeiten zu bekannten Persönlichkeiten beabsichtigt waren.

De Laclos erntete die Früchte des zweifelhaften Ruhmes und wurde von seinen militärischen Vorgesetzten in ein anderes Regiment strafversetzt. So wurde er am Sturz des Herzogs von Orleans beteiligt, wofür er ins Gefängnis kam.

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