Die Rolle des Unternehmers in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

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Details
Autor: Matthias Wessel
Fach: Wirtschaft - Controlling
Veranstaltung: KMU Seminar
Institution/Hochschule: Universität Rostock (Lehrstuhl für Funktionalcontrolling & Lehrstuhl für Marketíng)
Jahr: 2005
Seiten: 13
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 12 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 75 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-54503-7
u.a. - Stellung des Unternehmers - Unternehmertypen - Anforderungen an Unternehmer - Persönliches Anforderungsprofil
Textauszug (computergeneriert)
Die Rolle des Unternehmers in kleinen und
mittleren Unternehmen (KMU)
von: Matthias Wessel
WS 2005/06
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
1.1 Ziel und Gang der Untersuchung 1
1.2 Historischer Ansatz 1
2 Die Unternehmerperson 2
2.1 Stellung des Unternehmers 2
2.2 Unternehmertypen 4
2.3 Anforderungen an Unternehmer 5
2.3.1 Persönliches Anforderungsprofil 5
2.3.2 Fachliches Anforderungsprofil 6
3 Zusammenfassung 7
3.1 Chancen und Risiken 7
3.2 Ausblick 8
Literaturverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ziel und Gang der Untersuchung
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen Überblick und ein Verständnis für die Bedeutung des Unternehmers in kleinen und mittleren Unternehmen zu schaffen. Besondere Bedeutung erhält die Thematik durch die Tatsache, dass kleine und mittlere Unternehmen mehr als 99% aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen in der Bundesrepublik darstellen und folglich als Rückgrat der deutschen Wirtschaft zu bezeichnen sind.1 Am Anfang dienen die Ausführungen des Ökonomen Cantillon zur historischen Einordnung des Themas. Dabei wird auf die Veränderung der Sichtweisen auf den Unternehmer hingewiesen. Im Fokus der Arbeit steht die Frage, inwiefern die Unternehmerperson Einfluss auf das kleine und mittlere Unternehmen hat. In diesem Zusammenhang ist es von besonderem Belang sowohl die Stellung, als auch die verschiedenen Ausprägungen und die Anforderungen an die Persönlichkeit zu untersuchen. Der letzte Abschnitt nimmt Bezug auf Chancen und Risiken des Unternehmers in KMU und beschäftigt sich zusammenfassend mit einem Ausblick auf ökonomische Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Thema der Globalisierung und dem Strukturwandel.
1.2 Historischer Ansatz
Die Betrachtung der Unternehmerpersönlichkeit hat eine lange Tradition. Insbesondere die Klassiker, darunter der Ökonom Cantillon2 brachten die Bedeutung des Unternehmers zum Ausdruck. In seinem Werk „Essai sur la nature du commerce en géneral“ wird deutlich, dass Unternehmer auf Märkten auf eigenes Risiko agieren, mit dem Ziel Gewinn zu erwirtschaften. Das zentrale Problem stellt die Unsicherheit der Preise der verkauften Güter dar. Für den Unternehmer ergibt sich ein unsicheres, schwankendes und vom Absatz abhängiges Einkommen.3,4 Cantillon liefert damit wichtige Hinweise für den Unternehmer in der heutigen Zeit. Einen großen Verdienst ist Schumpeter5 anzurechnen, der zuerst die Dimension des dynamischen Unternehmers als Schöpfer für neue Entwicklungen der Wirtschaft erkannte. Er trug wesentlich dazu bei, nicht nur die statischen, auch die negativen Betrachtungsweisen der Vorgänger zu durchbrechen.6 Nachdem die Wirtschaftswissenschaften lange Zeit den Unternehmer als Kennzeichen in der Analyse von Unternehmen ausgeblendet hatten, lässt sich seit der Wiederentdeckung des Unternehmers ein steigendes Renommee nachweisen.7
2 Die Unternehmerperson
2.1 Stellung des Unternehmers
In kleinen und mittleren Unternehmen durchdringt der Unternehmer mit seiner Persönlichkeit den gesamten Betrieb. „Die Unternehmerperson ist rechtlich und wirtschaftlich unverzichtbare Voraussetzung für die Existenz des Unternehmens“. Folglich ist sie als Anfangspunkt und Initiator sowohl die alles bestimmende Antriebskraft, als auch das Begrenzungsmaß für das Unternehmen.8 In dieser Konstellation verschmelzen die persönlichen Ziele und die Unternehmensziele miteinander. Tabelle 1 zeigt wie der Unternehmer die dominierende Stellung im Unternehmen nutzt, um einerseits metaökonomische Ziele wie Selbstverwirklichung und Freude zu realisieren und andererseits die Unabhängigkeit vom äußeren Einfluss zu wahren.9
Tabelle 1: Persönliche Ziele der KM-Unternehmer [Tabelle in der Downloaddatei vorhanden]
Lediglich in der Minderheit besteht die Führungsspitze in kleinen und mittleren Unternehmen aus einem Kollektiv von 2 oder 3 Inhabern. Dieser Vielfalt soll hier nicht nachgegangen werden. Zur Erläuterung sei darauf hingewiesen, dass die meisten KMU in den personenbezogenen Rechtsformen „Einzelunternehmung“ und „Personengesellschaft“ geführt werden und zu Familienunternehmen zählen, in denen Familienangehörige in den geschäftlichen Alltag eingebunden sind. Der Unternehmer hält den überwiegenden, wenn nicht den ganzen Teil des Kapitals in den Händen und ist somit Kapitalgeber und Führungsspitze in einer Person.10 Es ergibt sich ein höchstes Maß an Führungs- und Entscheidungsmacht.
[...]
1 Vgl. Behringer, S. (1999) S. 24
2 Cantillon (1680-1734)
3 Vgl. Hamer, E. (2001) S. 14
4 Vgl. Behringer, S. (1999) S. 12
5 Joseph Alois Schumpeter (1883-1950)
6 Vgl. Hamer, E. (2001) S. 14ff
7 Vgl. Behringer, S. (1999) S. 11
8 Vgl. Hamer, E. (1988) S. 22ff
9 Vgl. Behringer, S. (1999) S. 11ff
10 Vgl. Bussiek, J. (1996) S. 40
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