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Examination Thesis, 2006, 37 Pages
Author: Steffi Lippold
Subject: Pedagogy - School Pedagogics
Details
Tags: Experimente, Luft, Sachunterricht, Klasse
Year: 2006
Pages: 37
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 22 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-54504-4
ISBN (Book): 978-3-640-38556-0
File size: 276 KB
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Abstract
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Umsetzung des Themas „Luft“ im Sachunterricht einer 2. Klasse auseinander. Das Thema wird obligatorisch im Lehrplan Sachunterricht des Freistaates Sachsen gefordert. Luft umgibt uns ständig. Es ist eine grundlegende Voraussetzung für alles Lebendige auf der Erde. Mit seinen besonderen Eigenschaften (durchsichtig, geruchsneutral) ist uns seine Anwesenheit nicht immer bewusst. Kinder müssen insbesondere mit diesem Stoff ihre Erfahrungen sammeln. Viele Schüler besitzen dazu ein unstrukturiertes Vorwissen, das es zu systematisieren und erweitern gilt. Das Experimentieren ist eine Form des handlungsorientierten Unterrichts. Die pädagogische Wirksamkeit von handelndem Lernen ist in der Entwicklungspsychologie fundiert.1 Dabei muss es sich um eine planvolle Lernaktivität handeln. Nur so ist gewährleistet, dass die Schüler notwendige Verfahren erlernen, Wissen aufbauen und strukturieren und Verstehensleistungen erbringen können. Handlungsorientierung kommt der Heterogenität der Schülergruppe entgegen und fördert individuell. Die Schüler entwickeln sich von ihrem Standpunkt aus weiter. Lernkompetenz und Selbstständigkeit werden entwickelt. Das Experimentieren in der Grundschule bereitet zudem auf den Fachunterricht der weiterführenden Schulen vor, ohne ihn vorwegzunehmen. Die Schüler lernen naturwissenschaftliche Eigenschaften und Methoden beim Experimentieren kennen und untersuchen diese. Das selbstständige und eigenverantwortliche Arbeiten findet seinen besonderen Ausdruck im Stationenlernen. Das Stationenlernen bietet vielfältige Differenzierungsmöglichkeiten und wird somit einer immer heterogener werdenden Schülergruppe gerecht. Verschiedene Sozialformen ermöglichen soziales Lernen, das aufgrund diverser Umweltbedingungen an Relevanz gewonnen hat. Die Zielstellungen einer Unterrichtseinheit müssen stets folgenden Forderungen des Perspektivrahmen Sachunterricht entsprechen: „Inhalte und Verfahren des Unterrichts müssen […] gegenwärtigen und künftigen Bedürfnissen und Anforderungen gerecht werden, Bildung ermöglichen und grundlegen sowie die Leistungsfähigkeit und –bereitschaft der Kinder entfalten und fördern.“2 1 Vertreter sind insbesondere Freinet, Montessori und Piaget 2 Perspektivrahmen Sachunterricht 2002, Seite 2
Excerpt (computer-generated)
Staatliches Seminar für das Lehramt an Grundschulen und für das Lehramt an Förderschulen Leipzig
Experimente mit Luft im Sachunterricht in der Klasse 2
Steffi Lippold
Inhaltsverzeichnis
1 Anliegen der Arbeit ... 1
2 Theoretische Betrachtungen ... 2
2.1 Experimentieren als Methode ... 2
2.2 Stationenlernen ... 5
2.3 Luft ... 10
3 Praxisteil ... 12
3.1 Didaktisch-methodische Überlegungen ... 12
3.1.1 Situation in der Klasse ... 12
3.1.2 Lernvoraussetzungen ... 13
3.1.3 Räumlichkeit ... 14
3.1.4 Lehrplan ... 15
3.2 Gliederung der Unterrichtseinheit ... 16
3.3 Praktische Umsetzung ... 16
3.3.1 Vorbereitende Hausaufgabe ... 16
3.3.2 Luft – Einführungsstunde ... 17
3.3.3 Luft dehnt sich aus, Experiment als Methode ... 19
3.3.4 Zweistündige Stationenarbeit zu den Eigenschaften der Luft ... 21
3.3.5 Experimente mit Schall ... 27
3.3.6 Geräusche und Töne durch bewegte Luft, Auswertung der Unterrichtseinheit „Luft“ ... 29
4 Zusammenfassung und pädagogische Schlussfolgerungen ... 31
5 Literatur
1 Anliegen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Umsetzung des Themas „Luft“ im Sachunterricht einer 2. Klasse auseinander. Das Thema wird obligatorisch im Lehrplan Sachunterricht des Freistaates Sachsen gefordert.
Luft umgibt uns ständig. Es ist eine grundlegende Voraussetzung für alles Lebendige auf der Erde. Mit seinen besonderen Eigenschaften (durchsichtig, geruchsneutral) ist uns seine Anwesenheit nicht immer bewusst. Kinder müssen insbesondere mit diesem Stoff ihre Erfahrungen sammeln. Viele Schüler besitzen dazu ein unstrukturiertes Vorwissen, das es zu systematisieren und erweitern gilt.
Das Experimentieren ist eine Form des handlungsorientierten Unterrichts. Die pädagogische Wirksamkeit von handelndem Lernen ist in der Entwicklungspsychologie fundiert.1 Dabei muss es sich um eine planvolle Lernaktivität handeln. Nur so ist gewährleistet, dass die Schüler notwendige Verfahren erlernen, Wissen aufbauen und strukturieren und Verstehensleistungen erbringen können. Handlungsorientierung kommt der Heterogenität der Schülergruppe entgegen und fördert individuell. Die Schüler entwickeln sich von ihrem Standpunkt aus weiter. Lernkompetenz und Selbstständigkeit werden entwickelt. Das Experimentieren in der Grundschule bereitet zudem auf den Fachunterricht der weiterführenden Schulen vor, ohne ihn vorwegzunehmen. Die Schüler lernen naturwissenschaftliche Eigenschaften und Methoden beim Experimentieren kennen und untersuchen diese.
Das selbstständige und eigenverantwortliche Arbeiten findet seinen besonderen Ausdruck im Stationenlernen. Das Stationenlernen bietet vielfältige Differenzierungsmöglichkeiten und wird somit einer immer heterogener werdenden Schülergruppe gerecht. Verschiedene Sozialformen ermöglichen soziales Lernen, das aufgrund diverser Umweltbedingungen an Relevanz gewonnen hat.
Die Zielstellungen einer Unterrichtseinheit müssen stets folgenden Forderungen des Perspektivrahmen Sachunterricht entsprechen:
„Inhalte und Verfahren des Unterrichts müssen […] gegenwärtigen und künftigen Bedürfnissen und Anforderungen gerecht werden, Bildung ermöglichen und grundlegen sowie die Leistungsfähigkeit und –bereitschaft der Kinder entfalten und fördern.“2
Nachstehende Hypothesen sollen für diese Arbeit formuliert werden:
Die Arbeit mit vielfältigen Materialien motiviert die Schüler, so dass sie eine größere Ausdauer, Lern- und Leistungsbereitschaft zeigen.
Der handlungsorientierte Aufbau der Unterrichtseinheit führt nicht nur zu einer größeren Motivation, sondern auch zu beachtlicher Aufgeschlossenheit gegenüber dem Thema.
Das selbstständige und selbstentdeckende Lernen entwickelt Freude und regt die Schüler zu Engagement (auch über den Unterricht hinaus) an.
Die gemeinsame Problemlösung und die Spiele in Partnerarbeit oder im Klassenverband beleben das Miteinander in der Klasse, führen so zu weniger sozialen Konflikten und Aggressionen. Das Sozialklima wird verbessert.
Der fachübergreifende, mehrperspektivische Ansatz der Unterrichtseinheit ermöglicht den Schülern vielfältige Zugänge zum Thema „Luft“.
Diese Hypothesen gilt es zu bestätigen.
2 Theoretische Betrachtungen
2.1 Experimentieren als Methode
(1) Forderungen des Lehrplans
Der Lehrplan Sachunterricht für die Klassenstufen 1/2 fordert das „Entwickeln sprachlicher Fähigkeiten und fachspezifischer Verfahrensweisen zur Erschließung und Darstellung von Sachverhalten“3. Dazu sind verschiedene Methoden notwendig. Unter anderem sollen die Kinder genau zuhören, gezielt beobachten, ausprobieren, über ihre Erkenntnisse sprechen, Vermutungen und Fragen formulieren und damit Probleme bearbeiten, Begriffsinhalte erschließen und die Begriffe im gelernten Zusammenhang sinnvoll benutzen, von eigenen Begegnungen mit der Umwelt erzählen und einfache Skizzen anfertigen. Der Lehrplan sieht das Experimentieren als Methode zum Erschließen und Überprüfen von Sachverhalten vor.
Folgende Punkte sollen dabei Berücksichtigung finden:
- Absicht des Experiments gemeinsam formulieren
- Experiment gemeinsam planen und vorbereiten
- Vermutungen anstellen
- Experiment ausführen
- Beobachtungen festhalten, Ergebnisse zusammenfassen, begründen
(2) Das Experiment
[...]
1 Vertreter sind insbesondere Freinet, Montessori und Piaget
2 Perspektivrahmen Sachunterricht 2002, Seite 2
3 Lehrplan Sachunterricht 2004, Seite 5
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