Scholary Paper (Seminar), 2005, 15 Pages
Author: Nicolai Specht
Subject: History - Early and Ancient History
Details
Institution/College: Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg (Institut für Geschichte)
Tags: Archäologie, Trojas, Proseminar, Zeit“
Year: 2005
Pages: 15
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 22 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-54510-5
File size: 125 KB
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Excerpt (computer-generated)
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Institut für Geschichte
Lehrstuhl für alte Geschichte
Hausarbeit im Proseminar
„Homer und seine Zeit“
DIE ARCHÄOLOGIE TROIAS
von
Nicolai Specht
Gliederung
1. Einleitung ... 13
2. Geographie und Geschichte ... 13
3. Die Ausgrabungsgeschichte und ihre Archäologen ... 14
3.1. Frank Calvert ... 14
3.2. Heinrich Schliemann und Wilhelm Dörpfeld ... 15
3.3. Carl W. Blegen ... 16
3.4. Manfred Korfmann ... 16
4. Archäologie: Die Schichten Troias ... 17
4.1. Troia I – III (2920 – 2450 v. Chr.) ... 17
4.2. Troia IV – V (2100 - 1700 v. Chr.) ... 18
4.3. Troia VI – VII (1700 – 1150 v. Chr.) ... 18
4.4. Troia VIII – X (700 v. Chr. – 500 n. Chr.) ... 10
5. Die Suche nach der Stadtmauer ... 11
6. Zusammenfassung ... 13
7. Literaturverzeichnis ... 14
1. Einleitung
Der Mythos Troia – Viele Künstler überlieferten die Ereignisse des Troianischen Krieges mündlich, der Tod des Priamos regte Dichter an, Werke zu verfassen und Homer war mit seiner Ilias der erste, der diese Vorkommnisse schriftlich festhielt. Der Mythos überlebte, der Reiz an der Suche nach Troia flachte hingegen ab. Mit Heinrich Schliemanns spektakulären Erfolgen Ende des 19. Jahrhunderts entstand jedoch ein neues Interesse an der Stadt Homers. Die Frage nach der Historizität des in Homers Ilias beschriebenen Troia und des Troianischen Krieges, bleibt jedoch bestehen.
Die Archäologie Troias ist insofern von großem Interesse, da die Ausgrabungserfolge am Hissarlik für viel Aufsehen gesorgt haben und die archäologischen Funde größte Bedeutung für die Erforschung der homerischen Gesellschaft und Zeit darstellen.
Mit meiner Arbeit möchte ich einen Eindruck über die archäologischen Arbeiten und Erfolge in vielleicht dem imposantesten historischen Ausgrabungsgebiet heutiger Zeit schaffen und den Leser vielleicht dazu anregen, sich intensiver mit den Themen Homer, Ilias und Troia zu beschäftigen.
Beginnend mit einer kurz gehaltenen Beschreibung über die Stadt Troia und den Troianischen Krieg, werde ich Bezug auf die wichtigsten Archäologen der dortigen Forschungen nehmen und letztendlich die einzelnen Schichten, deren wichtigsten Ausgrabungserfolge und daraufhin gefassten Schlüsse darstellen und beschreiben, bevor in einem Fazit, das erarbeitete Ergebnis auf seine Wichtigkeit für die Geschichte und die heutige Zeit nochmals kurz zusammenfassend erläutert wird.
In Anbetracht aktueller Ereignisse ist dieses Thema von noch größerer Relevanz, da Prof. Dr. Manfred Korfmann, der momentane Leiter der Ausgrabungen in Troia, vor wenigen Tagen an einer kurzen schweren Krankheit verstarb.
2. Geographie und Geschichte
Troia liegt an der Meerenge der türkischen Dardanellen zwischen Europa und Asien und konnte somit den Zugang zum schwarzen Meer kontrollieren. Oftmals mussten Schiffe im Hafen Troias auf richtige Winde warten bis eine Weiterfahrt möglich wurde. Dies nutzte die Stadt aus, verlangte Zölle und wurde reich, was sich an einigen Ausgrabungsfunden belegen lässt. Die industriellen Produktionen waren fortschrittlich, die Bauweise der Häuser war aufwändig und man konnte Bronze herstellen, da man die Möglichkeit hatte, Zinn und Kupfer zu beschaffen. Durch diese Faktoren und den daraus resultierenden Reichtum wuchs die Bedeutung der Stadt mit der Zeit stark an und wurde selbst nach vielen Katastrophen, wie Brände, Erdbeben oder Kriege, aufgrund der günstigen Lage, immer wieder besiedelt.
In Homers Ilias wird Troia als die mächtige Stadt beschrieben, die, nachdem Paris, der Sohn des Königs Priamos von Troia, die Gattin des Griechen Menelaos entführt hatte, einen gigantischen Krieg zu erleiden hatte. Die Griechen zogen mit Heerführer Agamemnon in die Schlacht, um den Schmach zu rächen, den Paris Ihnen angetan hat. Nach zehn jähriger Belagerung Troias wandten die Griechen eine List an. Sie bauten ein riesiges Pferd, in dem sich einige Ihrer Krieger versteckten, und brachten die Troianer dazu, das Pferd als Geschenk anzusehen und es in Ihre Stadt zu bringen. Nachts stiegen die Griechen heraus und legten Troia in Schutt und Asche.
Wie Ausgrabungen beweisen, hatte Troia einige Brände zu überstehen. Die Archäologen haben Spuren an Funden des 12. Jahrhunderts festgestellt, die möglicherweise auf einen Krieg hinweisen, jedoch sollte man diese Funde keineswegs als Beweis für die Historizität des Troianischen Krieges und der in der Ilias beschriebenen Geschehnisse anerkennen. Es könnte ebenso einer der vielen Kriege um die so wertvolle Stadt gewesen sein. Die Meinungen spalten sich; einige Archäologen glauben an die Historizität des Troianischen Krieges, andere glauben den Versen der Ilias nicht und sprechen von einer Phantasiererzählung.
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