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Internet Commerce - Chancen der Geldkarte im Zahlungsverkehr

Diploma Thesis, 1999, 150 Pages
Author: Patrick Huebgen
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 1999
Pages: 150
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 41  Entries
Language: German
Archive No.: V61
ISBN (E-book): 978-3-638-10043-4

File size: 2347 KB
Notes :
Die Arbeit beschaeftigt sich mit Zahlungsverfahren im Internet - Insbesondere Micropayment. Bestehende Systeme werden hierbei verglichen und bewertet.



Excerpt (computer-generated)

Patrick Hübgen

Internet Commerce – 
Chancen der Geldkarte im Zahlungsverkehr

Diplomarbeit
am Lehrstuhl Bankbetriebslehre der Universität des
Saarlandes Saarbrücken

Stand: 1998
Patrick Hübgen

 

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. 
Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes 
ist ohne Zustimmung des Verfassers unzulässig. 
Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, 
Mikroverfilmungen und die Einspeicherung
und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
1999 Patrick Hübgen

 

1 Einleitung

Der "virtuelle Einkauf" im Internet ist inzwischen Realität geworden. Bücher, CD′s, Soft- und Hardware können rund um die Welt und rund um die Uhr bestellt werden. Recherche und Bestellung funktionieren schnell und unkompliziert. Auch einige der Bücher für diese Arbeit wurden per Internet gesucht und auch auf diesem Weg bestellt. Der bequeme Einkauf von der eigenen Wohnung aus ist vielen Konsumenten bereits durch die Kataloge der Versandhäuser bekannt. Mit dem Internet kommt hier lediglich ein neues Medium hinzu. 
Selbst wenn der "Markt Internet" noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es einige Beispiele, die das enorme Wachstumspotential verdeutlichen. Paradebeispiele sind hier Amazon (http://www.amazon.com) und CDNOW (http://www.cdnow.com). Amazon handelt mit Büchern und nutzt hierzu als Vertriebsweg nur das Internet. Amazon hat sich so innerhalb kürzester Zeit von einer unbedeutenden Garagenfirma zur zweitgrößten Buchhandlung der Welt entwickelt. Einen ähnlichen Werdegang hat CDNOW vorzuweisen. CDNOW handelt mit CD´s und hat es ebenfalls geschafft, durch das Internet in eine marktführende Position zu gelangen. Beeindruckt durch solche Erfolgsgeschichten, interessieren sich immer mehr Firmen für den Handel im Internet. Die Entwicklung von Hard- und Software ist inzwischen soweit fortgeschritten, daß es kaum noch Fachwissen bedarf, um einen Internet-Shop zu installieren. Standardsoftware wie der Commerce Server von Microsoft (http://www.microsoft.com) oder die Entwicklung NetCommerce von IBM (http://www.ibm.com) erlauben es interessierten Firmen, ohne aufwendige Eigenentwicklungen die Geschäftstore im Internet zu öffnen. Probleme bereiten allerdings auch bei diesen Lösungen die Abwicklung der Zahlungen. In den wichtigsten Software-Lösungen sind zwar bereits Funktionen zur Zahlungsabwicklung implementiert, diese beschränken sich aber oftmals auf Zahlungen mittels Kreditkarten.
Die Chancen des Internets als Marktplatz werden immer deutlicher. Inzwischen werden von allen Seiten Anstrengungen unternommen, den Markt Internet als lukrativen Geschäftsbereich zu erschließen. Vor allem den Kreditinstituten wird die Bedeutung des Zahlungsverkehrs im Internet immer deutlicher. Auch der Gesetzgeber hat erkannt, daß hier ein Markt besteht, und daß dieser Markt reglementiert werden muß. Daher wurde in der 6. KWG Novelle das KWG so erweitert, daß auch die Zahlungsdienstleistungen in Rechnernetzen als Bankgeschäfte gelten1. Auch die Abwicklung des Geldkartengeschäftes wurde ausdrücklich als Bankgeschäft deklariert (mit Ausnahme von Kundenkarten)2. Durch diese Einstufung des Zahlungsverkehrs im Internet erhalten die deutschen Banken die enorme Chance, einen großen Teil des Geschäftes abwickeln zu können. Die Geldkarte als Zahlungsmittel im Internet kommt hierbei relativ spät auf den Markt, wohingegen einige Konkurrenten bereits seit einigen Jahren Erfahrungen sammeln. Mit den anderen in dieser Arbeit untersuchten Verfahren muß sich die Geldkarte nun messen und versuchen, durch Allianzen oder harten Wettbewerb ihre Position auf dem Markt auszubauen.
Kapitel 2 geht näher auf die Marktchancen und die Marktteilnehmer im Internet ein und stellt einige der Probleme und Chancen dieses Marktes heraus. 
Kapitel 3 erläutert die spezifischen Probleme und Anforderungen, die bei Internet-Zahlungssystemen beachtet werden müssen. 
Kapitel 4 erläutert Begriffe und geht auf die Unterschiede zwischen "normalem" Geld und Geld im Internet ein. 
Zum grundlegenden Verständnis der Problematik bei der Abwicklung sicherer und authentischer Transaktionen, erklärt Kapitel 5 den Ablauf von Verschlüsselungsverfahren ein. Verschlüsselung ist eine der zentralen Funktionen in vielen Zahlungssystemen und ebenso bei der Geldkarte. 
In Kapitel 6 werden einige Ansätze zur Systematisierung der verschiedenen vorgestellten Verfahren aufgezählt. 
Kapitel 7 beschreibt und bewertet verschiedene Zahlungssysteme, die als Konkurrenten zur Geldkarte gesehen werden können. 
Kapitel 8 befaßt sich dann speziell mit der Geldkarte im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten und vergleicht sie mit den wichtigsten Konkurrenzprodukten. 
Um die Chancen der Geldkarte einschätzen zu können, muß man ihre Stärken und Schwächen im Vergleich zu den bereits bestehenden und den anderen, in  Entwicklung befindlichen Systemen sehen. Die Geldkarte muß sich an ihren Konkurrenten messen lassen und gegen diese bestehen, um eine Chance als allgemein anerkanntes Zahlungsmittel zu haben. Um nur die Geldkarte als Zahlungsmittel im Internet zu betrachten, gibt es noch zu wenig einsatzfähige Implementierungen.

1 Vgl. § 1 Absatz 1 Punkt 12 KWG
2 Vgl. § 1 Absatz 1 Punkt 11 KWG


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