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Details

Veranstaltung: Methoden der Kommunikation
Institution/Hochschule: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg)
Tags: Grundlagen, Gesprächsführung, Methoden, Kommunikation
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 16
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 2  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 185 KB
Archivnummer: V61037
ISBN (E-Book): 978-3-638-54576-1
Anmerkungen :
Darstellung der Gesprächsvorbereitung und Gesprächsführung nach Friedemann Schulz von Thun, ergänzt durch Karl Benien.

Textauszug (computergeneriert)

HAW Hamburg | Fachbereich Sozialpädagogik
Veranstaltung: „ Theorien und Methoden der Kommunikation“
SS 2005

Grundlagen professioneller Gesprächsführung

von: Christian Dreker

 


Inhaltsverzeichnis

1.1 Einleitung

2.1 Das Kommunikationsquadrat

3.1 Die Grobstruktur des Gesprächsverlaufs

4.1. Sechs Aspekte der Gesprächsvorbereitung

4.2. Die Klärung des Anlasses
4.3 Die Selbstklärung
4.4 Die Identifikation mit dem Gesprächspartner
4.5 Das Gedankliche Durchgehen des Gesprächs
4.6 Die Organisation des Rahmens
4.7 Die Reflexion der Gesprächseinladung

5.1. Zusammenfassung

6.1. Literaturverzeichnis


 

 

1.1 Einleitung

In der vorliegenden Arbeit werde ich mich mit der professionellen Gesprächsführung beschäftigen. Die dieser Arbeit zugrunde liegende folgende Fragestellung ist eine doppelte: Wie kann es gelingen, den zwischenmenschlichen Kommunikationsprozess in strukturierender Weise zu erschließen und verstehbar zu machen und zweitens: wie ist es möglich, sich systematisch auf stets unterschiedlich verlaufende Gesprächsprozesse einzustellen? Diese Frage berührt den Bereich der Kommunikationspsychologie an zwei verschiedenen Punkten: Diese Punkte sind die Kommunikationsdiagnose und die Gesprächsvorbereitung. Zur Klärung dieser Frage werde ich zunächst ein psychologisches Modell zwischenmenschlicher Kommunikation aus dem Jahr 1981 vorstellen, welches dessen Autor, Friedemann Schulz von Thun, als Kommunikationsquadrat bezeichnete.

Dieses Modell besteht aus vier Seiten, welche jeweils einen Aspekt der in jeder Botschaft mitschwingenden Aufladungen symbolisieren. Die Funktion des Kommunikationsquadrates ist u. a. in der Aufschlüsselungsmöglichkeit, die dieses Modell für die zwischenmenschliche Kommunikation bietet, zu sehen. Friedemann Schulz von Thun selbst schreibt: „Ein und dieselbe Nachricht enthält viele Botschaften; ob er will oder nicht: der Sender sendet immer gleichzeitig auf allen vier Seiten. Die Vielfalt der Botschaften lässt sich mit Hilfe des Quadrates ordnen.“ (Schulz von Thun, Miteinander Reden 1, S. 28 )

Der Vergleich einer kommunizierten Nachricht mit einem Paket, das viele verschiedene Informationen enthält, welche jeweils unterschiedlichen ( störenden oder korrigierenden ) Einfluß auf die zwischenmenschlicheVerständigung ausüben, erscheint hier zutreffend. Schulz von Thun`s Modell des Kommunikationsquadrates stellt einen Klassiker der Kommunikationspsychologie dar und ist eine der Grundlagen professioneller Gesprächsführung geworden.

Davon ausgehend werde ich den Fokus auf die Vorbereitungsphase der professionellen Gesprächsführung verlagern, um mich der Beantwortung der zweiten Teilfrage zu nähern. Ich stütze mich dabei auf Aussagen Karl Beniens, der die basale Annahme, dass ein Gespräch einer stets vorhandenen und erkennbaren Grobstruktur folgt, vertritt. Karl Benien veröffentlichte 2003 das Buch „ Schwierige Gespräche führen. Modelle für Beratungs-, Kritik- und Konfliktgespräche im Berufsalltag“ , dass er als Ergänzung zu Schulz von Thun`s „Miteinander Reden 1 – 3“ vorstellt.

Ich werde mich auf das Kapitel 2.1 konzentrieren. Darin stellt Benien grundlegende Gedanken zur professionellen Vorbereitung eines Gesprächs dar. Er benennt sechs Aspekte der systematischen Gesprächsvorbereitung und vertieft diese auf den folgenden Seiten. Dem Aspekt der Selbstklärung wird dabei besondere Aufmerksamkeit zukommen. Für diesen Aspekt wird an dieser Stelle das eingangs angesprochene Kommunikationsquadrat relevant: Vor dessen Hintergrund entfaltet Benien die gesprächsvorbereitende Selbstreflexion. Die von ihm benannten sechs Aspekte der Vorbereitung auf ein Gespräch werde ich in den Abschnitten 4.1 bis 4.6 der vorliegenden Arbeit nachzeichnen. Dort fasse ich die aus meiner Sicht zentralen Äußerungen Beniens zusammen.

2.1 Das Kommunikationsquadrat

Friedemann Schulz von Thun entwarf 1981 ein Modell zwischenmenschlicher Kommunikation, welches er als das „ Kommunikationsquadrat“ bezeichnete. Jede einzelne der vier Seiten dieses Quadrates symbolisiert einen Aspekt einer beliebigen kommunizierten Nachricht. Jeder Aspekt bestimmt das Kommunikationsgeschehen in entscheidender Weise mit. Diese vier Aspekte sind der Sach-, der Beziehungs-, der Selbstoffenbarungs- und der Appellaspekt. Ich stelle im Folgenden jeden der vier Aspekte kurz vor:

Der Aspekt des Sachinhalts: Jede Nachricht transportiert zunächst eine Sachinformation. Diese Sachinformation soll möglichst klar und unmissverständlich übermittelt werden. Der Aspekt der Selbstoffenbarung: In jeder Aussage ist auch eine Information über den Sprechenden enthalten. Hier geht es also um „ Ich – Botschaften“. Schulz von Thun differenziert die Selbstoffenbarung in „ gewollte Selbstdarstellung“ einerseits und in „ unfreiwillige Selbstenthüllung“ andererseits. Er weist auf daraus resultierende Schwierigkeiten hin: „ Mit dieser Seite der Nachricht verbinden sich viele Probleme der zwischenmenschlichen Kommunikation... Wie er ( Der Sprechende; d. A. ), in dem Bemühen, sich von der besten Seite zu zeigen, allerlei Techniken der Selbsterhöhung und Selbstverbergung anwendet – nicht immer zu seinem eigenen Besten.“ ( Schulz von Thun, Miteinander Reden 1, S. 27 )

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