Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Autoren: Horst Küpper, Josif Cvetkovski
Fach: Pflegewissenschaften
Details
Tags: Entscheidungskriterien, Auswahl, Senioreneinrichtung, Eine, Erhebung, Stadt, Aachen
Jahr: 2006
Seiten: 304
Note: 1,00
Literaturverzeichnis: ~ 105 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1132 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-54589-1
ISBN (Buch): 978-3-638-70969-9
Gegenstand der hier vorgestellten Arbeit ist eine theoretische und empirische Untersuchung von Entscheidungskriterien für die Auswahl einer stationären Altenhilfeeinrichtung. Ausgehend von einer Exploration des Untersuchungsfeldes und theoretischen Erklärungsmodellen für die Entscheidungsfindung wurden in einer empirischen deskriptiven Untersuchung Bewohner bzw. deren Angehörige anhand eines quantitativen Fragebogens über ihre Entscheidungskriterien für die Auswahl der Einrichtung befragt.
Zusammenfassung / Abstract
Gegenstand der hier vorgestellten Arbeit ist eine theoretische und empirische Untersuchung von Entscheidungskriterien für die Auswahl einer stationären Altenhilfeeinrichtung. Ausgehend von einer Exploration des Untersuchungsfeldes und theoretischen Erklärungsmodellen für die Entscheidungsfindung wurden in einer empirischen deskriptiven Untersuchung Bewohner bzw. deren Angehörige anhand eines quantitativen Fragebogens über ihre Entscheidungskriterien für die Auswahl der Einrichtung befragt. Die Untersuchung fand in 17 stationären Altenpflegeeinrichtungen in der Stadt Aachen im Zeitraum von Anfang April bis Anfang Mai 2006 statt. Die Diplomarbeit ist in fünf Abschnitte gegliedert. Der erste Abschnitt dient der Einleitung. Hier werden Hintergründe und die Vorgehensweise erläutert. Im anschließenden theoretischen Teil findet eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen zum Gegenstand statt. Dabei wird zum einen auf den Ansatz der "Ökologischen Gerontologie" nach Saup eingegangen. Des Weiteren werden Erklärungsmodelle zur Entscheidungsfindung herangezogen. Im empirischen Teil findet zunächst eine ausführliche Auseinandersetzung mit den methodischen Grundlagen zur Fragebogenerhebung statt, bevor die Konstruktion des eingesetzten Instrumentes (Fragebogen) beschrieben und begründet wird. Des Weiteren werden Feldzugang und Aspekte der Erhebung beschrieben. Dem Ergebnisteil liegen die Auswertungen von 84 Fragebögen aus 16 Senioreneinrichtungen zugrunde. Dies entsprach einer Rücklaufquote von 50%. Auf mehr als 70 Seiten werden einerseits fragebezogen, andererseits exemplarisch korrelativ die detaillierten Ergebnisse dargestellt. Die Auswertung wurde mit SPSS 12.0 vorgenommen. Die Ergebnisse werden stichpunktartig zusammengefasst und kritisch betrachtet. Die Ergebnisse werden fragebezogen sukzessive dargestellt. Dies geschieht jeweils zunächst deskriptiv durch tabellarische oder unterschiedliche grafische Darstellungen. Anschließend werden die Ergebnisse auch jeweils schriftsprachlich zusammengefasst und mit Ergebnissen bereits vorliegender Studien, Statistiken oder Theorien verglichen. Mitunter werden auch sinnvolle korrelative Ergebnisdarstellungen vorgenommen. Im Schlussteil der Arbeit werden mögliche Verwertungszusämmenhänge aufgezeigt. Abschließend findet sowohl eine methodenkritische Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen der Arbeit, als auch ein Ausblick statt. Das Literaturverzeichnis umfasst 98 Quellen.
Textauszug (computergeneriert)
Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen
Abteilung Köln
Entscheidungskriterien zur Auswahl einer Senioreneinrichtung
Eine Erhebung in der Stadt Aachen
Diplomarbeit zur Erlangung des Grades
“Diplom - Pflegewirt (FH)”
Fachbereich: Gesundheitswesen
Studiengang: Pflegemanagement
vorgelegt von: Josif Cvetkovski und Horst Küpper
Bearbeitungszeitraum: 1. März bis 30. Juli 2006
Kurzfassung
Gegenstand der hier vorgestellten Arbeit ist eine theoretische und empirische Untersuchung von Entscheidungskriterien für die Auswahl einer stationären Altenhilfeeinrichtung.
Ausgehend von einer Exploration des Untersuchungsfeldes und theoretischen Erklärungsmodellen für die Entscheidungsfindung wurden in einer empirischen deskriptiven Untersuchung Bewohner bzw. deren Angehörige anhand eines quantitativen Fragebogens über ihre Entscheidungskriterien für die Auswahl der Einrichtung befragt. Die Untersuchung fand in 17 stationären Altenpflegeeinrichtungen in der Stadt Aachen im Zeitraum von Anfang April bis Anfang Mai 2006 statt.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... 6
Vorwort ... 8
I. Einleitung ... 9
1. Grundlagen ... 15
1.1 Literaturrecherche ... 15
1.2 Begriffsdefinitionen ... 18
1.3 Zusammenfassung ... 22
II. Theoretischer Teil ... 24
2. Theoretische Ansätze in der Ökologischen Gerontologie ... 25
2.1 Vorbemerkung ... 25
2.2 Theoretisches Modell zum Übergang ins Seniorenheim ... 25
2.2.1 Phase eines bestehenden oder antizipierten Unterstützungsbedarfs ... 27
2.2.2 Entscheidungs- und Wartephase zwischen Bewerbung um einen Heimplatz und Heimaufnahme ... 27
2.2.3 Umsiedlungsphase ... 29
2.2.4 Phase der Eingewöhnungsversuche in die neue Lebenssituation ... 30
2.2.5 Phase längerfristiger Adaption ... 30
2.3 Prozessmodell der Person-Umwelt-Interaktion ... 31
2.3.1 Umweltfaktoren ... 35
2.3.2 Umweltdispositionen ... 37
2.3.3 Umweltbezogene Fähigkeiten ... 38
2.3.5 Externe Ressourcen ... 39
2.3.6 Situative Ziele ... 40
2.3.7 Umweltperzeption ... 42
2.3.8 Ziel-Perzeptions-Bilanz ... 42
2.3.9 Copingversuche ... 43
2.4 Zusammenfassung ... 46
3. Theoretische Erklärungsmodelle für die Entscheidungsfindung ... 47
3.1 Vorbemerkung ... 47
3.2 Deskriptive Entscheidungstheorie ... 48
3.2.1 Nutzen und Präferenzen ... 49
3.2.2 Zielkonflikte ... 49
3.2.3 Entscheiden unter Unsicherheit ... 49
3.3 Präskriptive (Normative) Entscheidungstheorie ... 50
3.4 Entscheidungskriterium ... 51
3.5 Beschaffung von Informationen als Entscheidungsproblem ... 51
3.6 Zusammenfassung ... 52
III. Empirischer Teil ... 53
4. Allgemeine Aussagen zum Fragebogen als sozialpsychologisches Messinstrument ... 54
4.1 Besonderheiten der schriftlichen Befragung ... 55
4.1.1 Vor und Nachteile der schriftlichen Befragung ... 56
4.1.2 Möglichkeiten und Grenzen der schriftlichen Befragung ... 60
4.1.3 Rücklaufquote bei der schriftlichen Befragung ... 60
4.2 Konstruktion eines Fragebogens für eine postalische Befragung ... 62
4.2.1 Operationalisierung von Begriffen und von Aussagen ... 62
4.2.2 Skalierungsverfahren ... 66
4.2.3 Verzerrende Effekte beim Einsatz von Ratingskalen ... 73
4.2.4 Formalstruktur und Layout des Fragebogens ... 75
4.2.5 Inhaltliche Aspekte der Fragenformulierung ... 76
4.3 Pretest ... 77
4.4 Gütekriterien ... 78
4.4.1 Validität ... 79
4.4.2 Reliabilität ... 80
4.4.3 Objektivität ... 81
4.5. Gefährdung für die Gültigkeitsdaten von Befragungen ... 83
4.5.1 Bejahungstendenz ... 83
4.5.2 Soziale Erwünschtheit ... 83
4.6 Zusammenfassung ... 84
5. Fragebogenkonstruktion in dieser Erhebung ... 86
5.1 Dimensionale Analyse ... 89
5.2 Frage- und Antwortformulierung ... 92
5.3 Formalstruktur und Layout des Fragebogens in dieser Untersuchung ... 92
5.4 Zusammenfassung ... 95
6. Feldzugang und Erhebung ... 96
6.1 Zielgruppe ... 96
6.2 Ablauf der Erhebung ... 99
6.3 Ethische Überlegungen und Datenschutz ... 102
6.4 Beteiligung und Rücklauf ... 102
6.5 Zusammenfassung ... 106
IV. Ergebnisteil ... 109
7. Forschungsergebnisse ... 110
7.1 Zusammenfassung ... 189
7.2 Kritische Betrachtung der Ergebnisse ... 195
V. Schlussteil ... 198
8. Schlussfolgerungen ... 198
8.1 Schlussfolgerungen im Zusammenhang der theoretischen Erklärungsmodelle für die Entscheidungsfindung ... 198
8.2 Mögliche Verwertungsergebnisse ... 199
8.3 Methodenkritik ... 200
9. Diskussion und Ausblick ... 202
Anhang Teil A ... 203
Literaturverzeichnis ... 204
I. Einleitung
Die Anzahl der Menschen die in stationären Pflegeinrichtungen leben nimmt stetig zu. Aus dem dritten Bericht des Bundesministeriums für Familien, Frauen, Senioren und Jugend aus dem Jahr 2005 über Möglichkeiten und Grenzen selbstständiger Lebensführung in Privathaushalten (MUG 3) geht hervor, dass im Zeitraum von 1991 bis 2002 der Anteil der Menschen, die in stationären Pflegeinrichtungen leben, von 470.000 auf 650.000 gestiegen ist. Das entspricht einer relativen Zunahme von 38% (vgl. MUG III, 2005, S. 8). Ein genauer Überblick über die Entwicklung in den Jahren 1999 bis 2003 im Hinblick auf die Gesamtentwicklung der Pflegeeinrichtungen und die zur Verfügung stehenden Pflegeplätze kann anhand der Daten des Statistischen Bundsamtes gewonnen werden.
(Tab.1: Stationäre Pflegeheime und Pflegeplätze 1999 bis 2003 - in der Downloadversion enthalten)
Die Anzahl der Pflegeheime insgesamt und die Zunahme vollstationärer Dauerpflegeplätze war in den Jahren 2001 bis 2003 höher als in den Jahren 1999 bis 2001. Insgesamt kann festgestellt werden, dass es 2003 bundesweit einen 10,5 % höheren Bedarf an vollstationären Dauerpflegeplätzen gab, als vier Jahre zuvor.
Für NRW kann anhand der Daten des Statistischen Bundesamtes, eine Zunahme von 4,7% für vollstationäre Dauerpflegeplätze für den Zeitraum von 2001 bis 2003 abgeleitet werden (vgl. Das Altenhilfe Jahrbuch 2006, S. 59).
Anhand einer von der Stadt Aachen aufgestellten Statistik aus dem Jahr 2006 (vgl. Köster, 2006) kann durch die im Jahr 1998 vorhandenen und bis zum Jahr 2005 neu entstandenen stationären Dauerpflegeplätze, eine Aussage zur allgemeinen Entwicklung gemacht werden. Demnach gab es im Jahr 1998, 23 Seniorenheime mit insgesamt 1996 Plätzen. Im November 2005 gab es bereits 26 Seniorenheime mit insgesamt 2247 vollstationären Pflegeplätzen. Die letzte aktuelle Zahl ist vom 01.03.2006, demnach standen in der Stadt Aachen 2364 vollstationäre Dauerpflegeplätze zur Verfügung. Das entspricht einer Zunahme von 12,5% innerhalb der letzten 8 Jahre.
Nach einer noch nicht veröffentlichten Prognose zum Bedarf an Altenheimplätzen bis zum Jahr 2020, ist der Bedarf für das Jahr 2015 mit 2393 prognostizierten Plätzen, bereits heute gedeckt (vgl. Köster, 2006). Diese Prognose stützt sich auf die Ergebnisse der letzten Erhebung aus dem Jahr 2002. Bei dieser Erhebung wurde herausgestellt, wie hoch der prozentuale Anteil der Pflegebedürftigen in den unterschiedlichen Altersstufen, in fünf Jahresintervallen eingeteilt war. Dieser Anteil wurde als konstant vorausgesetzt und auf die Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2020 übertragen. Die Prognose macht zur Voraussetzung, dass alternative Versorgungsformen keine bzw. kaum einen Einfluss auf den Heimbereich haben werden.
Die von der Stadt Aachen gemachte Prognose ist mit der Prognose der EnquêteKommission nahezu identisch. Dort wird für die Stadt Aachen für das Jahr 2020 ein Bedarf von 2388 Plätzen prognostiziert (vgl. Bericht der Enquête-Kommission des Landtags von Nordrhein-Westfalen, 2005, S. 72). Diesen Prognosen folgend ist der Bedarf zurzeit mehr als gedeckt.
Aus einer zur Verfügung gestellten Statistik der Stadt Aachen, die den Zeitraum September 2003 bis September 2005 abbildet ist zu erkennen, dass im Schnitt 30-40 freie Plätze pro Tag an das Büro <<Älter werden in Aachen 1>> gemeldet werden (vgl. Köster, 2006). Diese Leerstände und die Tatsache, dass weitere Seniorenheime in Planung sind, stellen für die Träger der Einrichtungen eine bis dato nicht gekannte Situation dar.
Problemstellung
Die Einrichtungen befinden sich in einer Wettbewerbssituation wieder, die es vorher in dieser Form nicht gab. Um sich auf dem Markt behaupten zu können müssen sich die Einrichtungen in einem viel stärkeren Maße um neue Kunden bemühen (vgl. Arenz, 2001, S. 9; Sehlbach, 1999, S. 12ff.). Dabei könnte die Beschreibung von Entscheidungskriterien für die Auswahl einer Senioreneinrichtung auf der Nachfrageseite, Hinweise für die Angebotsseite (den Markt) liefern. Hier stellt sich die Frage, anhand welcher Kriterien sich zukünftige Bewohner bzw. deren Angehörige für eine Senioreneinrichtung entscheiden?
„Die Entscheidungsfindung ist das Anfangsglied einer längeren Entscheidungskette, bestehend aus den Modalitäten einer Heimübersiedlung, jenen Komponenten, die sich alle mehr oder weniger bedingen, ineinander verzahnt sind, sich überlappen – kurzum, eine akkurate Aufteilung dieses Übersiedlungsprozesses gelingt zwar begrifflich, inhaltlich ist sie aus den eben genannten Gründen utopisch, inpraktikabel “ (zit. nach Klingenfeld, 1999, S.35).
In der vorliegenden Arbeit soll folgender Frage nachgegangen werden:
Welche Entscheidungskriterien bestimmen die Auswahl einer Senioreneinrichtung durch Bewohner bzw. deren Angehörige?
Die Differenzierung zwischen Bewohnern und Angehörigen ist notwendig, weil bei vielen Altenpflegeheimanwärtern die Situation unmittelbar vor der Übersiedlung ins Heim dadurch gekennzeichnet ist,
„…dass die Entscheidung zum Heimeintritt zunehmend weniger von den Betroffenen selbst als von ihren Angehörigen oder von Agenturen der gesundheitlichen und sozialen Versorgung erfolgt und auch noch einem enormen Zeitdruck ausgesetzt ist. “
(vgl. Hoffmann, 1986, Hogarth, 1987; ,zit. n.’ Klingenfeld 1999, S.37)
Da zu diesem Thema bisher wenig wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, wurde ein deskriptives Forschungsdesign entwickelt.
Ziele dieser deskriptiven Untersuchung sind,
- aktuelle Erkenntnisse über den in Frage stehenden Gegenstand zu erhalten, als Basis für eine zu treffende Entscheidung empirisch gesicherte (Fragestellung: Entscheidungsvorbereitung)
- einen noch relativ unbekannten empirischen Sachverhalt durch eine möglichst breit angelegte Deskription zu erkunden (Fragestellung: Exploration)
- zu dem gesellschaftlichem Thema „Seniorenheimauswahl“ ein Meinungsbild in der Bevölkerung zu erheben (Fragestellung: Meinungsforschung)
- die Vorlieben und Konsumneigungen potentieller Kunden für kommerziell anzubietende Güter und Dienstleistungen zu durchleuchten (Fragestellung: Marktforschung)
(vgl. Kromrey, 2006, S. 33, modifiziert durch die Verfasser)
[...]
1 Allgemeine Informationen rund um das Älterwerden gibt das Seniorentelefon der Stadt Aachen, das der Leitstelle „Älter werden in Aachen“ angegliedert ist (vgl. Stadt Aachen – Sozialamt Leitstelle „Älter werden in Aachen“S.10)
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: