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Positionierung der europäischen Bahnen im Güterverkehr

Scholary Paper (Seminar), 2006, 22 Pages
Author: Christoph Wolf
Subject: Economics / Business: Political Economics

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2006
Pages: 22
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 25  Entries
Language: German
Archive No.: V61069
ISBN (E-book): 978-3-638-54599-0

File size: 259 KB


Excerpt (computer-generated)

Positionierung der europäischen Bahnen im Güterverkehr

von: Christoph Wolf

 


Inhalt

Einleitung

1. Die Bahn als umweltfreundlicher Verkehrsträger

1.1 Umweltschutzmaßnahmen der Deutschen Bahn

2. Entwicklung im Güterverkehr

3. Notwendigkeit einer „Europäischen Bahn“

3.1 Ausgangsbedingungen
3.2 Ziele der Liberalisierungsstrategie der Europäischen Kommission

4. Vergleich der europäischen Bahnen und Umsetzungsstand der Liberalisierung

4.1 Ergebnisse der Liberalisierung im Vergleich
4.2 Wettbewerbssituation

5. Transitland Deutschland

5.1 Rahmenbedingungen
5.2 Instrumente zur Verlagerung des Transports von der Straße auf die Schiene

5.2.1 Schwerverkehrsabgabe
5.2.2 Gleisanschlussförderung
5.2.3 Kombinierter Verkehr

6. Beispiele für den Ausbau transeuropäischer Verkehrsnetze

6.1 Railion – Die europäische Güterbahn
6.2 Weitere Beispiele und Instrumente

7. Versuch einer Vorhersage zur Entwicklung im Güterverkehr

Quellenverzeichnis





 

Einleitung

Die Europäische Union hat sich verpflichtet, das innergemeinschaftliche Wirtschaftsleben wettbewerblich zu organisieren und gleichzeitig auf umweltbewusstes Handeln Wert zu legen, d. h. Ressourcen zu schonen und Emissionen zu senken. Unter diesen beiden Aspekten ist das Ziel dieser Arbeit, einen Überblick über die Entwicklung des Güterverkehrs in Europa zu geben. Wie steht es dabei um die Eisenbahn als sauberes und umweltfreundliches Transportmittel im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern? In welchen Staaten stellt die Bahn eine wirkliche Alternative zum LKW dar, und wie unterstützen sie den Transport auf der Schiene? Was wird für den Abbau technischer sowie politischer Barrieren getan, arbeiten die nationalen Bahnen zusammen, wird es eine „Europäische Bahn“ geben?

1. Die Bahn als umweltfreundlicher Verkehrsträger

Auch in einem grundsätzlich wettbewerblich zu gestaltenden Markt können staatliche Institutionen sich nicht der Aufgabe entziehen, die Lebensgrundlagen Ressourcen und Umwelt zu schützen. Im Verkehrsmarkt gibt es verschiedene Verkehrsträger, die sich hinsichtlich des Energieverbrauchs und der Schadstoffemission voneinander unterscheiden (Abbildung 1 und 2)1.

Abb. 1 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Abb. 2 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

So verbraucht ein Lkw 5mal soviel Energie wie die Bahn und der Schadstoffausstoß (CO2) ist mehr als 5mal so hoch. Neben diesen beiden Pluspunkten spricht für die Bahn auch die Entlastung des Straßennetzes, denn ein Zug kann 50 bis 60 LKW-Ladungen ersetzen. Das verringert die Abnutzung des Straßenbelags und die Staugefahr, mit der unnütze Schadstoffemissionen und vielfache Zeitverschwendung verbunden sind. Mit technischen Innovationen lassen sich weitere umweltökonomisch positive Potentiale der Bahn heben. Am Beispiel Deutschlands seien kurz konkrete Maßnahmen der Bahn zum Umweltschutz aufgezeigt.

1.1 Umweltschutzmaßnahmen der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn AG verfolgt mehrere Programme zum Thema Umweltschutz. Mit dem „Energiesparprogramm 2005“ wurde der Energieverbrauch bis Ende 2005 gegenüber 1990 um 25% gesenkt. Das Klimaschutzziel, den CO2-Ausstoß bis 2005 ebenfalls um 25% zu senken, wurde schon 2002 erreicht, und bis 2020 will die Bahn noch einmal 15% an CO2-Emissionen einsparen. Alte Dieselloks werden nach und nach mit schadstoffarmen Motoren ausgerüstet. Zur Lärmminderung im Schienenverkehr sollen jährlich ca. € 50 Mio. für Schallschutzmaßnahmen (Schallschutzwände und -fenster) aufgewendet werden. Des Weiteren werden Güterwagen mit leiseren Bremssohlen2 oder neuen Bremssystemen versehen. Alle entsprechenden Maßnahmen zusammen sollen den Schienenverkehrslärm bis 2020 um die Hälfte reduzieren.3 Über die umweltökonomische Wirksamkeit solcher Anstrengungen entscheidet letztlich aber die Verteilung der zu transportierenden Güter auf die verschiedenen Verkehrsträger („Modal Split“).

2. Entwicklung im Güterverkehr

[...]


1 Allianz pro Schiene: "Umweltschonend mobil - Bahn, Auto, Flugzeug, Schiff im Umweltvergleich". S.7,9

2 Gemeinsame Erklärung der DB AG und des VDB zur Lärmminderung im Schienenverkehr: Die Bahn setzt Lärmschutzprogramm der Bundesregierung um. Umrüstung bestehender Güterwaggons mit leiseren Bremssohlen.

3 DB AG Umweltbericht 2005. S.5


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