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Autor: Bettina Behrends
Fach: Geschichte - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Details
Tags: Verlauf, Weltkrieges
Jahr: 2002
Seiten: 26
Note: gut
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1051 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-13765-2
Textauszug (computergeneriert)
Otto-von-Guericke Universität Magdeburg
Institut für Soziologie
Hausarbeit
Der Verlauf des 2. Weltkrieges
Bettina Behrends
Studiengang: Magister
Fachsemester: 7. Fachsemester
Hauptfächer: Soziologie, Pädagogik
Gliederung
1. Verlauf des Krieges
1.1. 1939- Entfesselung des Krieges (Seite3,4)
1.2. 1940- Krieg im Westen (Seite4-6)
1.3. 1941- Krieg im Osten (Seite6-8)
1.4. 1942- Sowjetische Gegenoffensive/Stalingrad (Seite8,9)
1.5. 1943- Vorstoß der Westmächte (Seite10,11)
1.6. 1944- Rückzug der Wehrmacht (Seite12-14)
1.7. 1945- Der Fall des Deutschen Reiches (Seite14-16)
1.8. Schlachtpläne
1.8.1. Karte 1- Polenfeldzug (Seite17)
1.8.2. Karte 2- Westfeldzug (Seite18)
1.8.3. Karte 3- Russlandfeldzug (Seite19)
1.8.4. Karte 4- Stalingrad (Seite20)
1.8.5. Karte 5- Vorstoß der Westmächte (Seite21)
1.8.6. Karte 6- Vorstoß der Roten Armee (Seite22)
1.8.7. Karte 7- Aufteilung des Deutschen Reiches (Seite23)
2. Zusammenfassung
2.1. Bilanz des Krieges (Seite24,25)
2.2. Regierung des 3. Reiches (Seite25,26)
2.3. Quellenangabe (Seite26)
1. Verlauf des Krieges
1.1. 1939
Die Entfesselung des zweiten Weltkrieges (Karte S.17)
Die politische und militärische Führung des dritten Reiches hatte zu Beginn 1939 das Ziel der endgültigen Zerschlagung der so genannten ,,Rest-Tschechei" im Auge und wollte auch das Schicksal Polens auf die Tagesordnung setzen. Weiterhin trafen sie Vorbereitungen für einen Krieg gegen die Westmächte. Gleichzeitig begann eine massive Aufrüstung auf Seiten der Westmächte und Hitler sprach öffentlich von einem nahenden Krieg, einem Volks- und Rassenkrieg. Er kündigte in einer Reichstagsrede Ende Januar die Verbindung des kommenden Krieges mit der Vernichtung aller Juden in Europa an. Es sollte also nicht nur ein Großreich, sondern auch ein Rassenreich auf biologistischer Grundlage geschaffen werden.
Am 23.3.1939 erfolgte die Besetzung des zu Litauen gehörenden Memellandes durch die deutschen Truppen, wodurch Polen seine Sicherheitsinteressen gefährdet sah. Drei Tage später lehnte Polen eine Regelung der Danzig-Frage im deutschen Sinne ab, wodurch Polen von der Reichsregierung als potentieller Gegner angesehen wurde.
Da England daraufhin Polen und Rumänien seine Hilfe anbot, kündigte Hitler am 27.04.1939 das deutsch-britische Flottenabkommen und den deutsch-polnischen Nichtangriffspakt, obwohl er bereits am dritten April die Weisung für einen Angriff auf Polen gegeben hatte. Da von den Westmächten die Unterstützung Stalins gebraucht wurde, um gegen Hitler vorzugehen, schlugen sie Moskau vor, sich an ihrer Politik zu beteiligen. Doch das alte revolutionäre Misstrauen gegen die kapitalistischen Westmächte blieb und Stalin weigerte sich. So wurde am 23.08.1939 ein Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der Sowjetunion geschlossen, der beiden Partien garantieren sollte, im Falle kriegerischer Verwicklungen der jeweils anderen Seite, den Gegner des Vertragspartners nicht zu unterstützen. Das geheime Zusatzprotokoll sah die Aufteilung des Baltikums und Polens in eine deutsche und eine russische Interessenszone vor. Damit war dieser Nichtangriffspakt nichts weiter als eine Einladung zum Angriff auf Polen.
Hitler brauchte nur noch eine gute propagandistische Ausgangslage um dem eigenen Volk den Krieg nicht als Angriffskrieg, sondern als Kampf um die nationale Existenz zu erklären. Also ließ er am 31.08.1939 über den Rundfunk verbreiten, dass er Polen eine Verhandlungsangebot gemacht hätte, auf welches nicht eingegangen wurde. Damit und mit weiteren erfundenen polnischen Gräueltaten konnte er seine Angriffe vor dem deutschen Volk rechtfertigen.
- 01.09.1939- Hitler begann seinen Krieg mit dem Angriff des Linienschiffes ,,Schleswig- Holstein" auf die Westerplatte bei Danzig. Zu diesem Zeitpunkt rechnete er nicht mit einer Kriegserklärung von Seiten Englands und Frankreichs. Die deutsche Führung ging davon aus, ,,Die verweichlichten Demokraten haben ja doch nicht den Mut zum Schwert zu greifen!".
- 03.09.1939- England und Frankreich erklären Deutschland den Krieg. Hitler hatte sich also geirrt und dem entsprechend war die Reaktion der deutschen Führung von Entsetzen gekennzeichnet. Goering bemerkte : ,, Wenn wir diesen Krieg verlieren, dann möge uns der Himmel gnädig sein." Es drohte ein Zweifrontenkrieg.
Kurz darauf schlossen sich Australien, Indien, Neuseeland, die Südafrikanische Union und Kanada der britischen Kriegserklärung an. Durch die Strategie des Abwartens von Frankreich und England gegenüber Deutschland konnte Hitler seine militärischen Kräfte im Osten konzentrieren.
- 27.09.1939- Kapitulation Warschaus erfolgt und die rote Armee marschiert in Ostpolen ein um sich ihren Anteil an der Beute zu sichern.
Deutschland und die Sowjetunion schlossen einen Grenz- und Freundschaftsvertrag ab, der die Machtbereiche beider Parteien definierte. Deutschland begann gleich darauf den Angriff auf Westeuropa vorzubereiten. Die Truppen wurden aus Polen abgezogen und in Richtung Westen verlegt.
Drei Tage später richtete Hitler in einer Rede vor dem Reichstag ein letztes Friedensangebot an Frankreich und England auf der Basis des ,,neuen Status Quo" (geteiltes Polen). Die Weisungen des Oberkommandos vom 9. Oktober beinhalten eine Vorbereitung des Abgriffs auf Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande. Am gleichen Tag erklärte Daladier als Antwort auf Hitlers Friedensangebot, dass Frankreich weiterkämpfen werde um endgültige Sicherheitsgarantien zu erlangen. Chamberlain hingegen forderte Beweise für die deutschen Friedenswünsche in Form von Taten.
Am 4. November entschied sich die USA zu Rüstungslieferungen an die Westmächte auf ,,Cash & Carry" Basis. Ende November überfielen sowjetische Truppen ohne Kriegserklärung Finnland und begannen damit den dreieinhalb Monate dauernden sowjetisch-finnischen Winterkrieg. Er wurde durch einen Friedensvertrag beendet, welcher Gebietsabtretungen an die Sowjetunion und die Aufrechterhaltung der Souveränität Finnlands beinhaltet.
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