Das literarische Feld aus Sicht der Bourdieuschen Feldtheorie

Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.
Install Flash Player
Details
Autor: Marion Busl
Fach: Buchwissenschaft
Veranstaltung: Grundkurs Buchwissenschaft
Institution/Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München
Jahr: 2006
Seiten: 12
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 5 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 236 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-54751-2
ISBN (Buch): 978-3-638-75295-4
Zusammenfassung / Abstract
Mitte der sechziger Jahre beginnt der französische Soziologie Pierre Bourdieu sich dem Thema der literarischen Produktion zu widmen. So veröffentlicht er 1966 seinen Aufsatz Champ intellectuel et projet créateur in Sartres Zeitschrift „Les Temps Modernes“. Daraufhin erscheinen in regelmäßigen Abständen literaturrelevante Studien, die sich mit dem Bourdieuschen Feldbegriff beschäftigen. Darin ist sich die Feldtheorie des historischen Autonomisierungsprozesses der Literatur bewusst und versucht diese hinsichtlich der Dynamik der Auseinandersetzungen des Feldes zu deuten. Mit dem Gesamtwerk Les règles de l ´art schließt Bourdieu seine Studien 1992 bisweilen ab, misst jedoch mit seinen letzten beiden Büchern Raisons pratiques und Libre-échange der Literatur und ihrer Autonomie wiederholt eine große Bedeutung bei.1
Textauszug (computergeneriert)
Ludwig-Maximilian-Universität
Grundkurs Buchwissenschaft
Thema der Seminararbeit:
„Das literarische Feld aus Sicht der
Bourdieuschen Feldtheorie“
ingereicht von:
Marion Busl
Wintersemester 2005/2006
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 2
2. Hauptteil ... 2
2.1 Kurzbiographie von Pierre Bourdieu (1930-2002 ... 2
2.2 Die Bourdieusche Feldtheorie ... 3
2.2.1 Definition des Begriffes Feld ... 3
2.2.2 Zusammenhang zwischen den Begriffen Feld, Kapital und Habitus ... 4
2.3 Das literarische Feld ... 6
2.3.1 Der Autonomisierungsprozess in Frankreich ... 6
2.3.2 Wissenschaftliche Betrachtung durch Bourdieu ... 7
2.3.3 Heteronomie und Autonomie ... 8
2.3.4 Das Feld der kulturellen Produktion ... 8
3. Schluss ... 10
4. Anhang ... 11
4.1 Literaturverzeichnis ... 11
1. Einleitung
Mitte der sechziger Jahre beginnt der französische Soziologie Pierre Bourdieu sich dem Thema der literarischen Produktion zu widmen. So veröffentlicht er 1966 seinen Aufsatz Champ intellectuel et projet créateur in Sartres Zeitschrift „Les Temps Modernes“. Daraufhin erscheinen in regelmäßigen Abständen literaturrelevante Studien, die sich mit dem Bourdieuschen Feldbegriff beschäftigen. Darin ist sich die Feldtheorie des historischen Autonomisierungsprozesses der Literatur bewusst und versucht diese hinsichtlich der Dynamik der Auseinandersetzungen des Feldes zu deuten. Mit dem Gesamtwerk Les règles de l ´art schließt Bourdieu seine Studien 1992 bisweilen ab, misst jedoch mit seinen letzten beiden Büchern Raisons pratiques und Libre-échange der Literatur und ihrer Autonomie wiederholt eine große Bedeutung bei.1
Im Zuge meiner Semesterarbeit möchte ich zunächst einen Überblick über Pierre Bourdieu und die theoretischen Grundlagen seiner Feldtheorie schaffen, um anschließend auf das spezielle Feld der Literatur einzugehen. Dabei werden der Autonomisierungsprozess in Frankreich, sowie Heteronomie und Autonomie innerhalb der kulturellen Produktion einer genaueren Analyse unterzogen.
2. Hauptteil
2.1 Kurzbiographie von Pierre Bourdieu (1930-2002)
Am 1. August 1930 wird Pierre Bourdieu in der Stadt Denguin in Frankreich geboren. Nach seinem Studium an der „Ecole Normale Superieure“ und an der „Faculté des Lettres“ arbeitet er zunächst ein Jahr als Philosophielehrer am „Lyceé de Moulins“ und später als Assistent an der “Faculté des Lettres“ in Algier.
Seine Forschungstätigkeit beginnt Bourdieu 1960 am „Centre de Sociologie Européenne“ der „École Pratique des Hautes Études“, wo er 1968 zum Direktor d´études ernannt wird. Die von ihm gegründete Zeitschrift Actes de la recherche en sciences sociales gibt er ab 1975 heraus. 1981 erhält Pierre Bourdieu einen Lehrstuhl am „College de France Soziologie“ und 1989 veröffentlicht er die Kulturzeitschrift Liber. Revue européenne des livres.
Ab dem Jahr 1985 bis zu seinem Tod am 23. Januar 2002 leitet er als Direktor das „Centre de Sociologie Européenne“ in Paris. Während seiner beruflichen Laufbahn als Ethnologe, Soziologe, Philosoph und politisch engagierter Intelektueller erhält Bourdieu eine Vielzahl an Auszeichnungen, wie beispielsweise die Medaille d´or des „Centre National de la Recherche Scientifique“ für sein Gesamtwerk sowie den Ernst-Bloch-Preis der Stadt Ludwigshafen.2
[...]
1 Jurt, Joseph: Das literarische Feld. Das Konzept Pierre Bourdieus in Theorie und Praxis. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1995. S. IX
2 Daten entnommen aus Markus Schwingels „Pierre Bourdieu zur Einführung“. Seite 190.
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: