Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Kreativer Umgang mit literarischen Texten im Spanischunterricht close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Kreativer Umgang mit literarischen Texten im Spanischunterricht

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 26 Pages
Author: Jasmina Murad
Subject: Romance Languages - Spanish Didactics

Details

Event: Últimas corrientes en la didáctica del espanol
Institution/College: Free University of Berlin (Institut für spanische Frachdidaktik)
Tags: Kreativer, Umgang, Texten, Spanischunterricht
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2005
Pages: 26
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 14  Entries
Language: German
Archive No.: V61299
ISBN (E-book): 978-3-638-54786-4
ISBN (Book): 978-3-640-31936-7
File size: 218 KB
Notes :
In der vorliegenden Arbeit geht es um den Ansatz des kreativen Umgangs mit Literatur im Spanischunterricht und die übergeordnete Frage, ob ein solcher Unterricht für die erschwerte Lesesituation in der Fremdsprache überhaupt geeignet ist oder ob er nicht eher zusätzliche Schwierigkeiten bereitet. Die verschiedenen Ansätze der Fremdsprachendidaktik für die kreative Arbeit mit fremdsprachlicher Literatur sollen aufgezeigt und beurteilt werden. Anschließend werden zwei eigene Beispiele vorgestellt.


Abstract

In der vorliegenden Arbeit geht es um den Ansatz des kreativen Umgangs mit Literatur im Spanischunterricht und die übergeordnete Frage, ob ein solcher Unterricht für die erschwerte Lesesituation in der Fremdsprache überhaupt geeignet ist oder ob er nicht eher zusätzliche Schwierigkeiten bereitet. Die verschiedenen Ansätze der Fremdsprachendidaktik für die kreative Arbeit mit fremdsprachlicher Literatur sollen aufgezeigt und beurteilt werden. Anschließend werden zwei eigene Beispiele vorgestellt.


Excerpt (computer-generated)

Freie Universität Berlin
Institut für Romanische Philologie
Fachbereich Didaktik der Romanischen Sprachen und Literaturen
HS: "Últimas corrientes en la didáctica del español"

Kreativer Umgang mit literarischen Texten im
Spanischunterricht

eingereicht von:
Jasmina Murad
Teilstudiengänge: Spanisch, Englisch (Lehramt L4)
Fachsemester:

Wintersemester 2004/05

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ... 2

2. Kreativität ... 2
2.1 Was ist Kreativität? ... 2
2.2 Die Notwendigkeit des Kreativen ... 4
2.2.1 "Externe" Gründe ... 4
2.2.2 "Interne" Gründe ... 5
2.2.3 Kreativität als innere Motivation im Schulunterricht ... 6

3. Kreativer Umgang mit literarischen Texten im Fremdsprachenunterricht ... 6
3.1 Das literarische Lesen als kreativer Prozess ... 6
3.2 Kreativitätsorientierter Literaturunterricht als didaktische Konsequenz ... 8
3.3 Konzepte und Verfahren für einen kreativen Umgang mit fremdsprachlicher Literatur ... 11
3.3.1 Der produktorientierte Ansatz in enger Bindung an literarische Vorbilder ... 11
3.3.2 Der persönlichkeitsorientierte Ansatz im kreativen Umgang mit Literatur ... 12
3.3.3 Der prozessorientierte Ansatz einer kreativen Um- und Neugestaltung literarischer Texte ... 12
3.3.4 Der prozessorientierte Ansatz für den Ausbau der kreativen Rezipientenrolle ... 12
3.3.5 Beurteilung der Ansätze ... 13
3.3.6 Generelle Probleme beim Einsatz der kreativen Verfahren ... 18

4. Zwei Beispiele für die Anwendung des prozessorientierten Ansatzes für den Ausbau der kreativen Rezipientenrolle im spanischen Literaturunterricht ... 20
4.1 Reading activity: Textunterbrechung an einem bestimmten Punkt mit Aufforderung zur Weiterentwicklung ... 21
4.2 Post-reading activity: Element ausführen, das im Text ausgespart ist ... 22

5. Fazit ... 22

6. Literaturverzeichnis ... 24

 

Einleitung

Obwohl sich mutter- und fremdsprachliche Lese- und Verstehensprozesse nicht grundlegend unterscheiden, hat das literarische Lesen in der Fremdsprache oftmals ein oberflächliches, verkürztes oder einseitiges Verständnis des Texts zur Folge. In der Fremdsprachendidaktik ist dies ein häufig diskutiertes Problem, für dessen Lösung verschiedene Ansätze vorgeschlagen werden.

In der vorliegenden Arbeit geht es um den Ansatz des kreativen Umgangs mit Literatur im Spanischunterricht und die übergeordnete Frage, ob ein solcher Unterricht für die erschwerte Lesesituation in der Fremdsprache überhaupt geeignet ist oder ob er nicht eher zusätzliche Schwierigkeiten bereitet bzw. Schüler wie Lehrer1 überfordert. Anhand der hier dargestellten Kapitel soll diese Frage im Laufe der Arbeit beantwortet werden. Die verschiedenen Ansätze, die von der Fremdsprachendidaktik für die kreative Arbeit mit fremdsprachlicher Literatur entwickelt wurden, sollen aufgezeigt und beurteilt werden. Anschließend werden zwei eigene Beispiele für den Spanischunterricht vorgestellt. Bevor jedoch auf den speziellen Bereich des fremdsprachlichen Lesens und die kreative Beschäftigung mit fremdsprachlicher Literatur eingegangen wird, soll vorab das Thema Kreativität im Allgemeinen näher betrachtet werden.

1. Kreativität
1.1 Was ist Kreativität?

Früher herrschte in der Gesellschaft im Allgemeinen und bei Lehrern im Besonderen eine zu enge Auffassung über kindliche Denkprozesse. Infolgedessen unterschätzte man die schöpferischen und gestalterischen Fähigkeiten zugunsten von Erkenntnis- und Gedächtnisleistungen sowie der Fähigkeit, erworbenes Wissen anzuwenden. Im erziehungswissenschaftlichen Denken der letzten Jahre und Jahrzehnte haben sich jedoch zahlreiche Akzentverschiebungen vollzogen, die seitens der Lehrer nicht immer mit großer Begeisterung aufgenommen wurden. Ein Beispiel dafür ist das Thema Kreativität. Erziehungswissenschaftler, Fachdidaktiker und auch die Verfasser des aktuellen Berliner Rahmenlehrplans2 fordern die Lehrer dazu auf, die Kreativität zu fördern, da man sich davon einen positiven Einfluss auf den Einzelnen, auf die Gesellschaft und auf das schulische Lernen verspricht. Kreative Arbeitsformen werden in den neuen Lehrplänen als Ergänzung und Alternative, z.T. auch als gelegentlicher Ersatz für "traditionelle" Verfahren aufgeführt.

Problematisch dabei ist jedoch, dass Kreativität scheinbar zu einem Schlagwort geworden ist, unter dem jeder etwas anderes versteht. Wenn man Kreativität zu erklären versucht, muss eins vor allem klar sein: Ein Begriff wie "Kreativität" wird im alltäglichen Sprachgebrauch viel zu undifferenziert verwendet; für einige bedeutet Kreativität schlicht "undiszipliniertes Verhalten" oder "dass man tun und lassen könne, was man wollte". Es ist völlig falsch zu glauben, dass dies tatsächlich Kreativität sei. Oft wird beispielsweise Sprachgewandtheit mit Kreativität verwechselt, obwohl ein beredsames Kind noch nicht unbedingt schöpferisch sein muss. Auch ist es falsch anzunehmen, dass kreative Leistungen lediglich aus dem Rütteln an Konventionen und entsprechend blindem Nonkonformismus erwachsen würden. Da sich bisher weder die Psychologie noch die Pädagogik auf eine präzise, allgemeingültige Definition des Begriffs "Kreativität" geeinigt haben, können an dieser Stelle lediglich Aspekte der Kreativität aufgeführt werden. Für Cropley3 sind die wesentlichsten Qualitäten des schöpferischen Denkens

  • Originalität,
  • Problembewusstsein,
  • die Fähigkeit zu neuartigen Fragestellungen,
  • der Blick für das Wesentliche,
  • die analytische und synthetische Fähigkeit,
  • Einfallsreichtum sowie
  • Flexibilität des Denkens.

Kreativität ist generell mit Verhaltensweisen verbunden, die vom Erwarteten abweichen. Cropley merkt darüber hinaus an: "Wie an psychologischen Abhandlungen des Themas ganz deutlich zu sehen ist, wird Originalität am häufigsten als zentrales Merkmal der Kreativität genannt, was auch der öffentlichen Meinung entspricht." [Hervorhebung von mir, J.M.]4. In erster Linie kann Kreativität also als die Fähigkeit verstanden werden, originelle, d.h. ungewöhnliche und ausgefallene Ideen und Lösungsansätze zu produzieren (wobei natürlich auch nicht alles kreativ ist, was neu, unkonventionell, überraschend und dgl. ist). Weiterhin ist Kreativität immer mit Effektivität und Relevanz verbunden. Das bedeutet, dass "echte" Kreativität brauchbare Resultate herbeiführt und die Phantasie, die für sie benötigt wird, auf die Wirklichkeit ausgerichtet ist5.

[...]


1 Der besseren Lesbarkeit halber benutze ich in der Arbeit bei Personenbezeichnungen die maskuline Form.

2 Vgl. Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport. Rahmenlehrplan für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule. Entwurfsfassung Mai 2004. Gymnasiale Oberstufe. Fach Spanisch. Berlin, 2004. 28.

3 Vgl. Cropley, Arthur J. Unterricht ohne Schablone- Wege zur Kreativität. Ravensburg: Otto Maier, 1978. 20f.

4 Cropley, Arthur J. Kreativität und Erziehung.

5 Vgl. Cropley (1982): 33.


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Themen der Kontrastiven Semantik Englisch - Deutsch

Author: Gerd Wilke
English Language and Literature Studies - Linguistics, 2003 Download as PDF-file for 9,99 EUR

Adverbialsätze

Author: Andreas Steiner
German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies, 1999 Download as PDF-file for 6,99 EUR

Literatur und kreative Textarbeit

Author: Antje Siebert
French - Pedagogy, Didactics, Literature Studies, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/61299/kreativer-umgang-mit-literarischen-texten-im-spanischunterricht
please wait Please wait