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Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky - Zur Bedeutung der PCA Schmerztherapie als 'Fenster' zum 'Sense of Coherence'

Autor: Martin Klapper
Fach: Gesundheitswissenschaften

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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 21
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 7  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 185 KB
Archivnummer: V61406
ISBN (E-Book): 978-3-638-54874-8
ISBN (Buch): 978-3-638-81376-1

Zusammenfassung / Abstract

In der Schulmedizin geht es in erster Linie um die Therapie von Krankheiten. Im Vordergrund steht die Pathogenese. Der Fragestellung, wie Krankheiten entstehen, wo der Ursprung der Erkrankung zu suchen ist. Die zentrale Frage lautet: „Was macht uns krank?“ Aaron Antonovsky, ein Medizinsoziologe, stellt diesem Ansatz die Salutogenese gegenüber. Ihm geht es um die Frage: „Was erhält uns gesund?“ Gesundheit und Prävention stehen hierbei im Mittelpunkt der Überlegungen. Diese Gesundheit wird von in der Person liegenden Ressourcen ermöglicht. Autonomie und Eigeninitiative haben Einfluss. Zu Anfang dieser Arbeit werde ich kurz biographisch das Leben von Aaron Antonovsky skizzieren. Mit seiner Flussmetapher, die seine Überlegungen umschreibt, schließe ich an. Im Anschluss daran beschreibe ich grob das Modell der Salutogenese mit seinen einzelnen Segmenten. Es folgen Grundlagen zur patienteninduzierten Schmerztherapie und derer praktischen Anwendung. Mit diesem Rüstzeug will ich mich mit der eigentlichen Frage dieser Hausarbeit beschäftigen und versuche zu ergründen, ob eine Patienten- gesteuerte Schmerztherapie in der Lage ist, diese Ressourcen oder das Kohärenzgefühl wie Antonovsky es bezeichnet zu verbessern. Mit einer Zusammenfassung dieser Hausarbeit und einem persönlichen Fazit wird die Arbeit abgeschlossen.

Textauszug (computergeneriert)

Hamburger Fern-Hochschule, Studiengang Pflegemanagement
Studienfach Gesundheitswissenschaft, Frühjahrsemester 2006

Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky –
Zur Bedeutung der PCA Schmerztherapie als
′Fenster′ zum ′Sense of Coherence′

von: Martin Klapper

 


Inhaltsverzeichnis

Einleitung Seite

1. Einführung in die Thematik 3

Hauptteil

2. A.Antonovsky zur Person 4

2.1. Die Flussmetapher 5
2.2. Das Konzept des Kohärenzgefühls 6
2.3. Das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum 9
2.4. Generalisierte Widerstandsressourcen 9
2.5. Das Model der Salutogenese 10
2.6. Die Entwicklung des „sense of coherence“ 12
2.7. Dynamik und Rigidität des SOC 13

3. Stressoren vers. Schmerz 14

4. Grundlagen der PCA Schmerztherapie 14

4.1. Praktische Anwendung der PCA Pumpe 15

5. Möglichkeiten der intentionalen Modifikation des SOC als das „hypothetische Fenster“ durch PCA 17

Schlussteil

6. Zusammenfassung 19

6.1. Fazit 19

7. Literatur und Quellenverzeichnis 20

8. Eidesstattliche Erklärung 22



 

1. Einführung in die Thematik

In der Schulmedizin geht es in erster Linie um die Therapie von Krankheiten. Im Vordergrund steht die Pathogenese. Der Fragestellung, wie Krankheiten entstehen, wo der Ursprung der Erkrankung zu suchen ist. Die zentrale Frage lautet: „Was macht uns krank?“ Aaron Antonovsky, ein Medizinsoziologe, stellt diesem Ansatz die Salutogenese gegenüber. Ihm geht es um die Frage: „Was erhält uns gesund?“ Gesundheit und Prävention stehen hierbei im Mittelpunkt der Überlegungen.

Diese Gesundheit wird von in der Person liegenden Ressourcen ermöglicht. Autonomie und Eigeninitiative haben Einfluss. Zu Anfang dieser Arbeit werde ich kurz biographisch das Leben von Aaron Antonovsky skizzieren. Mit seiner Flussmetapher, die seine Überlegungen umschreibt, schließe ich an. Im Anschluss daran beschreibe ich grob das Modell der Salutogenese mit seinen einzelnen Segmenten. Es folgen Grundlagen zur patienteninduzierten Schmerztherapie und derer praktischen Anwendung. Mit diesem Rüstzeug will ich mich mit der eigentlichen Frage dieser Hausarbeit beschäftigen und versuche zu ergründen, ob eine Patienten- gesteuerte Schmerztherapie in der Lage ist, diese Ressourcen oder das Kohärenzgefühl wie Antonovsky es bezeichnet zu verbessern. Abschließen will ich mit einer Zusammenfassung dieser Hausarbeit und einem persönlichen Fazit.

2. Aaron Antonovsky zur Person

A. Antonovsky wurde 1923 in Brooklyn, USA, geboren. Nach dem Besuch des Brooklyn-College begann er, unterbrochen durch seinen Militärdienst im Zweiten Weltkrieg, ein Studium der Geschichte und Wirtschaft an der Yale-Universität.

Seine Interessenschwerpunkte waren in dieser Zeit Kultur, Persönlichkeit, spezifische Prozesse und ethnische Beziehungen. 1952 erwarb er in der Abteilung für Soziologie der Yale Universität seinen M.A., 1955 einen Ph.D. (vergleichbar dem deutschen Doktortitel). 1960 emigrierte Antonovsky gemeinsam mit seiner Frau nach Israel und nahm eine Stelle am Institut für Angewandte Sozialforschung in Jerusalem an. Eher zufällig stieß er hier zur Medizinsoziologie, indem er sich an verschiedenen Forschungsprojekten aus diesem Feld beteiligte. In den folgenden Jahren unterrichtete er in der Abteilung für Sozialmedizin und arbeitete an verschiedenen Forschungsprojekten zum Zusammenhang von Stressfaktoren und Gesundheit bzw. Krankheit. In Anlehnung an Lazarus transaktionale Stresstheorie begann Antonovsky ein Stresskonzept zu vertreten, in dem Stressoren nicht mehr als grundsätzlich krankmachend gesehen wurden, sondern lediglich als Stimuli, die einen Zustand der Anspannung auslösen, ohne das dies unbedingt zu Stress führen muss.

Ausschlaggebend für seine weitere Forschungstätigkeit, waren Überlegungen, die Antonovsky aufgrund einer Untersuchung an Frauen verschiedener ethnischer Gruppen über die Auswirkungen der Wechseljahre entwickelte. Die untersuchten Frauen der Geburtsjahrgänge 1914-1923 waren in Zentraleuropa geboren und zum Teil in einem Konzentrationslager inhaftiert gewesen. Wie erwartet, war die Gruppe der ehemaligen Inhaftierten signifikant stärker gesundheitlich belastet als die Gruppe der anderen Frauen. Aber immerhin 29 % der inhaftierten Frauen berichteten trotz dieser traumatische Ereignisse über eine relativ gute psychische Gesundheit. Antonovsky fragte sich, wie es diese Frauen geschafft hatten, trotz der extremen Belastung gesund zu bleiben. Von der Pathogenese zur Salutogenese. Dieser Perspektivenwechsel sollte seine weitere Forschungstätigkeit bestimmen.

Er veröffentlichte in der Folgezeit viele theoretische und empirische Arbeiten zu seinem Konzept der Salutogenese. Neben seiner Forschungstätigkeit war Antonovsky ab 1972 am Aufbau einer gemeindeorientierten medizinischen Fakultät an der Ben-Gurion-Universität (Negev) beteiligt. In den Jahren 1977/78 und 1983/84 übernahm er im Rahmen von Forschungssemestern Gastprofessuren an der Abteilung für Public Health der Universität Berkeley. Antonovsky starb am 7. Juli 1994 im Alter von 71 Jahren in Israel.

2.1. Die Flussmetapher

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