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Welchen Stellenwert haben Selbstmordattentate für die Hamas im Nahostkonflikt?

Termpaper, 2004, 19 Pages
Author: Anonym
Subject: Politics - International Politics - Region: Near East, Near Orient

Details

Event: Einführung in die Internationalen Beziehungen - Der Nahostkonflikt
Institution/College: University of Trier
Tags: Welchen, Stellenwert, Selbstmordattentate, Hamas, Nahostkonflikt, Einführung, Internationalen, Beziehungen, Nahostkonflikt
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 19
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 17  Entries
Language: German
Archive No.: V61469
ISBN (E-book): 978-3-638-54924-0

File size: 174 KB
Notes :
Doppelter Zeilenabstand



Excerpt (computer-generated)

Universität Trier
Fachbereich III – Politikwissenschaften
Einführung in die Internationalen Beziehungen: Konflikt im Nahen Osten

Welchen Stellenwert haben Selbstmordattentate für die Hamas im
Nahostkonflikt?

Wintersemester 2003 / 04

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung ... 2

Selbstmordattentäter – lebendige Bomben ... 3
Der “herkömmliche“ Selbstmordattentäter ... 4
„Neue“ Gruppen von Selbstmordattentätern ... 5
Die Motive ... 6

Die Hamas ... 8
Konfliktstrategien der Hamas ... 8
Ein besonderes Ziel – die israelische Wirtschaft ... 10
Der karikative Flügel ... 10
Die Finanzierung der Hamas ... 11
Opfer oder Täter? Die Ausbildung der Rekruten ... 12
Das Instrument Selbstmordattentat ... 14
Weitere Aktionen ... 15

Fazit ... 16

Quellenangabe ... 17

 

Einleitung

„Hüte Dich vor dem natürlichen Tod. Bruder, wenn Du stirbst, dann ist es besser, Du stirbst durch die Kugel des Feindes.“1 steht an einer Mauer in Bethlehem. Die Worte sind bezeichnend für die Stimmung in dem Gebiet, das sowohl den Staat Israel als auch die Palästinensergebiete beherbergt. Sie wiederspiegeln eine Kultur, die Unserer fremd ist, eine Kultur, in der sich Menschen für ihre Religion und ihr Land opfern. Eine Kultur, in der der Hass auf eine andere Bevölkerungsgruppe, eine andere Religion Tag für Tag gelebt wird. Schlimmer noch, er wird geschürt um im Zuge des „Heiligen Krieges“ durch die Opferung palästinensischer Leben die gehassten Zionisten zu töten.

Darum soll es in dieser Hausarbeit gehen. Dabei soll die zentrale Fragestellung der Arbeit „Welchen Stellenwert Selbstmordattentate für die Hamas im Nahostkonflikt?“ sein. Im Laufe der Arbeit wird auf die Motivation der Attentäter, sowie auf die Motive der Hamas eingegangen. Desweiteren werden die Konsequenzen dieses Kampfes sowie die Ziele und Konfliktstrategien der Organisation aufgezeigt.

Aufgrund der Aktualität des Themas, konnte nur eine geringe Anzahl an gebundener Fachliteratur für die Hausarbeit verwendet werden. Viele Bücher waren noch nicht in Deutschland erschienen oder in Bibliotheken nicht erhältlich. Aus diesen Gründen dienten mir vor allem Artikel aus Fachzeitschriften und Tages- sowie Wochenzeitungen als Recherchegrundlage.


Selbstmordattentäter – lebendige Bomben

Israelis nennen sie Terroristen. Sie nennen sich selbst Shahid – Märtyrer. Ich werde sie in meiner Hausarbeit Selbstmordattentäter nennen um damit eine neutrale Wendung zu benutzen. Doch egal, welches Wort man verwendet, das Phänomen bleibt für die Meisten unerklärlich. Welche Gründe hat ein Mensch für eine Tat, die in unseren Augen so brutal ist?

Die Ursprünge des Phänomens Selbstmordattentäter gehen vermutlich bis ins sechste Jahrhundert zurück. Laut des Korans legte sich Ali, der Schwiegersohn des Propheten Muhammad in dessen Bett, als er erfahren hatte, dass Muhammad ermordet werden sollte. Doch die Angreifer bemerkten den Schwindel und ließen Ali am Leben. Aus dieser Geschichte wurde gedeutet, dass Allah Ali vor dem Tod bewahrte, weil er bereit gewesen war, sich für den Propheten zu opfern. Ali demonstrierte somit seine Loyalität und bedingungslose Hingabe zum Islam.

Ein anderes Ereignis, das stark zur Mystifizierung des „glorreichen Todes“ beitrug, ereignete sich laut Überlieferung im Jahr 680 n Chr. In Kerbala (heutiges Irak). Damals stellte sich ein Sohn Alis mit 72 Mitkämpfern einer zahlenmäßig weit überlegenen Macht um die Religion zu verteidigen und wurde regelrecht niedergemetzelt. Den Schiiten zufolge gelangten die Kämpfer direkt in das Paradies2.

[...]


1 Flottau, Heiko: „Rache statt Religion“ Süddeutsche Zeitung: 1.08.2002 download unter: www.sueddeutsche.de/ausland/schwerpunkt/696/ 9687/index.html/ausland/artikel/605/605/article.html [16.01.04].

2 Sabbah, Raid. „Der Tod ist ein Geschenk – Die Geschichte eines Selbstmordattentäters“; München: Droemersche Verlagsanstalt, 2002 S. 224 f..


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