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Seminararbeit, 2002, 18 Seiten
Autor: Jochen Breunig
Fach: Amerikanistik - Literatur
Details
Institution/Hochschule: Universität Mannheim (Anglistisches Seminar)
Tags: Hermeneutik Kommunikation Marsha Norman Night mother
Jahr: 2002
Seiten: 18
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-13795-9
Dateigröße: 198 KB
Die Arbeit umfasst zuerst einen ausfühlichen Theorieteil, welcher dann auf die im Drama herrschende Kommunikationssituation angewandt wird.
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Textauszug (computergeneriert)
Die Kommunikationssituation in Night Mother
von Jochen Breunig
"Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird."
(Christian Morgenstern)
Inhaltsverzeichnis
Einleitende Worte 2
A. Theorie
I. Kommunikation
a.) Kommunikationsmodell 3
b.) Kommunikationstheorie nach Paul Watzlawick 4-5
II. Hermeneutik
Der Verstehensprozess aus hermeneutischer Sichtweise 6
III. Identität
Identität als soziale Konstruktion 7-8
B. Das Drama
I. Figurenkonstellation
a.) Thelma Cates - Charakterisierung und Soziale Identität 9-10
b.) Jessie Cates - Charakterisierung und Soziale Identität 11-12
II. Gestörte Kommunikationssituation
Ursachen und Konsequenzen 13-14
Abschließende Worte 15
Bibliographie 16
Einleitende Worte
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Kommunikationssituation in Marsha Normans Drama "′night Mother". Sie beschreibt und analysiert die Konsequenzen, die eine Kommunikationsstörung mit sich bringen kann.
Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der hermeneutischen Betrachtungsweise der im Drama herrschenden Kommunikationssituation zwischen Jessie und ihrer Mutter. Am Beispiel der Protagonistin Jessie wird konkret gezeigt, welch tief greifende Folgen bis hin zum Suizid ein gestörtes Kommunikationsverhalten für ein Individuum haben kann.
Der Begriff der Kommunikation korreliert in dieser Arbeit stark mit dem Begriff des Verstehens bzw. Verständnisses, welcher wiederum stark durch Hans-Georg Gadamers Thesen der Hermeneutik geprägt ist.
Im Vorfeld werden einige theoretische Sachverhalte definiert und erläutert, welche dann im Folgenden zuerst konkret auf die Situation im Drama und dann auf den Alltag angewandt werden. Diese Sachverhalte umfassen sowohl den in dieser Arbeit verwendeten Kommunikationsbegriff, als auch den hermeneutischen Verständnisbegriff, welcher in Kürze erläutert wird. Im Rahmen der Erläuterung des Begriffs der Kommunikation wird zudem auf die Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick eingegangen.
Des Weiteren wird der für diese Arbeit relevante Identitätsbegriff geklärt und erläutert, inwiefern das Selbstbild und das Fremdbild eines Individuums kollidieren kann.
In dieser Arbeit sollen Gefahren aufgezeigt werden, die durch Nicht-Verstehen hervorgerufen werden können; und es soll verdeutlicht werden, dass zumindest eine "Verantwortung zum Versuch des Verstehens" existiert.
A. Theorie
I. Kommunikation
a.) Kommunikationsmodell
Der hier verwendete Kommunikationsbegriff steht für jegliche Form der Orientierung und Koordination von sowohl unbewusstem als auch beabsichtigtem Verhalten . Soziale Kommunikation ist also Teil der sozialen Interaktion und meint den Austausch, die Vermittlung und Aufnahme von Informationen zwischen Menschen. Dies wiederum ist abhängig von individuellen Kenntnissen und Erfahrungen.
Vereinfacht lässt sich ein Kommunikationsablauf folgendermaßen darstellen:
Ein ganz wesentlicher Aspekt dieses Modells ist die Simultanität des Sendens und des Empfangens. "Stimulus" und "Response" sind folglich reziprok.
Des weiteren hängt Kommunikation im Wesentlichen vom Weltwissen (Horizont) der Kommunikationspartner ab. Stellt man sich dieses als eine Art Kreis vor, so muss es hierbei zu Überschneidungen kommen, da es sonst bereits bei der Kontaktaufnahme zu erheblichen Störungen kommen kann.
Als Code fungiert in den meisten Fällen die natürliche Sprache, welche wiederum über einen Kanal (z.B. Videokonferenz, Telefon etc.) übermittelt wird.
b.) Kommunikationstheorie nach Paul Watzlawick
Watzlawicks Kommunikationstheorie basiert im Wesentlichen auf fünf Axiomen [(gr.) unmittelbar einleuchtender Grundsatz, der seinerseits nicht mehr begründbar ist. ]. Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen :
(1) Es ist unmöglich, nicht zu kommunizieren:
Jegliches Verhalten, sowohl verbales als auch nonverbales, hat Mitteilungscharakter. Folglich ist jede soziale Interaktion auch Kommunikation. Als Interaktion bezeichnet man den gegenseitigen Mitteilungsaustausch zwischen mindestens zwei Personen.
(2) Kommunikation hat immer einen Inhalts- und Beziehungsaspekt:
[...]
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