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Der Informationsbegriff aus interdisziplinärer Sicht mit besonderer Berücksichtigung des gesellschaftswissenschaftlichen Aspekts

Hauptseminararbeit, 2005, 24 Seiten
Autor: Kristin Dörr
Fach: Informationswiss., Informationsmanagement

Details

Veranstaltung: Daten, Wissen, Information – Betrachtungen aus einer interdisziplinären Sicht
Institution/Hochschule: Universität des Saarlandes (Informationswissenschaft)
Tags: Informationsbegriff, Sicht, Berücksichtigung, Aspekts, Daten, Wissen, Information, Betrachtungen, Sicht
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 24
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 23  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V61546
ISBN (E-Book): 978-3-638-54981-3

Dateigröße: 198 KB


Textauszug (computergeneriert)

Universität des Saarlandes
Informationswissenschaft
Forschungsseminar: Daten, Wissen, Information –
Betrachtungen aus einer interdisziplinären Sicht
Thema der Hauptseminararbeit:

Der Informationsbegriff aus interdisziplinärer Sicht
mit besonderer Berücksichtigung des
gesellschaftswissenschaftlichen Aspekts

eingereicht von:
Kristin Dörr
Hauptfach: Informationswissenschaft
Nebenfächer: Spanische Philologie,
Hispanoamerikanistik

Sommersemester 2005

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ... 3
1.1 Kontext und Thema der Arbeit ... 3
1.2 Ziel und Vorgehensweise... 4

2. Information und Interdisziplinarität ... 5

3. Der Informationsbegriff ... 8
3.1 Ursprünge des Begriffs ... 9
3.2 Der Informationsbegriff in der Alltagssprache ... 9
3.3 Der Informationsbegriff in der Politikwissenschaft ... 10
3.4 Information und Lernen ... 14
3.5 Der Informationsbegriff in der Betriebswirtschaft ... 16

4. Das Capurrosche Trilemma ... 18

5. Fazit ... 21

Literaturverzeichnis ... 23

 

1. Einleitung
1.1 Kontext und Thema der Arbeit

Lässt man die Internet-Suchmaschine Google Web-weit nach dem Begriff „Information“ suchen, erhält man in 0,08 Sekunden eine Trefferzahl 2 160 000 000.1 Bei uneingeschränkter Suche tauchen Verbindungen zu den unterschiedlichsten Fachgebieten auf, etwa zu Biologie und Politik, zu soziologischen, mathematischen oder psychologischen Themenbereichen.

Es erscheinen Treffer in verschiedenen Sprachen, kommerzielle Internetseiten, Internetauftritte von Regierungen etwa und auch reine Informationsdienste. Schränkt man die Suche auf deutschsprachige Seiten ein, ergibt sich noch eine Trefferzahl von 12 000 000, eine Suche bei der nur wissenschaftliche Texte anbietenden Suchmaschine Google Scholar2 ergibt 13 100 000 Treffer in 0,04 Sekunden. Kommerzielle Angebote werden hierbei von vorneherein ausgefiltert. Das Angebot wird in diesem Fall spezifischer, die ersten angezeigten Seiten bieten Weiterleitungen zu den Themen Informationstheorie, Information Retrieval oder Informationsgesellschaft an. Der kleine Test verdeutlicht auf simple Weise: Information kann viele Bedeutungen haben. Der Begriff wird in zahlreichen voneinander unabhängigen Kontexten gebraucht und bezieht sich – etwa in der Wissenschaft selbst – auf viele unterschiedliche Fachgebiete.

Schlagworte wie Informationsgesellschaft, Information Retrieval, Informationsethik oder Informationsmüll, die in den letzten Jahren immer häufiger Zugang zu und Verwendung in unserer Alltagssprache gefunden haben, zeigen ebenfalls: Das Wort Information ist in aller Munde, im alltäglichen Sprachgebrauch und besonders in der Wissenschaft. Informationswissenschaftlich im weitesten Sinne verstanden als der „geglückte Transfer von Wissen“3, spielt Information in vielen sich voneinander sehr unterscheidenden Fachbereichen eine Rolle.

Jede Disziplin für sich, von Naturwissenschaften über Informatik bis hin zur Politikwissenschaft, hat ihre eigene Definition des Begriffs, jeweils abhängig davon, welche Bedeutung ihm innerhalb des Wissenschaftsbereichs zukommt. Einige Wissenschaftler fordern, das eigenbrötlerische Dasein des Informationsbegriffs zu beenden und halten eine interdisziplinäre Arbeitsweise der Wissenschaft, für die Information eine Rolle spielt, für angebracht, um eine allgemeingültige Definition des Informationsbegriffs zu entwickeln. Doch in der Praxis scheint das nicht so einfach, hat doch jeder Bereich jahrelang mit seiner eigenen Definition gearbeitet. Vielen scheint es nicht ersichtlich, was das Verständnis von Information in der Kybernetik etwa mit dem Verständnis von Information in der Politikwissenschaft zu tun hat. Fakt ist: Es gibt zahlreiche Ansätze, sich dem Begriff Information zu nähern. Die vorliegende Arbeit tut dies aus der gesellschaftswissenschaftlichen Sichtweise4 heraus, da hier das Verständnis von Information auch für die Verwendung des Begriffs im Alltag eine größere Rolle zu spielen scheint.

1.2 Ziel und Vorgehensweise

Ziel dieser Hausarbeit ist es, das Verständnis des Informationsbegriffs in einigen ausgewählten Fachbereichen näher zu erläutern. Da sich sehr viele Fachbereiche und wissenschaftliche Disziplinen mit Information beschäftigen – Machlup/Mansfield (1983, S. 6) haben allein in ihrer Klassifikationsliste 40 Wissenschaften ausgemacht, deren Betrachtungsgegenstand die Information ist –, kann der Blick in dieser Hausarbeit nur auf einzelne Teilaspekte gelenkt werden. In diesem Fall ist es, wie oben schon erwähnt, der gesellschaftswissenschaftliche Aspekt, der im Folgenden im Vordergrund steht.

Zunächst werden in Kapitel 2 unter den Überbegriffen Information und Interdisziplinarität einige Grundlagen der beiden Begriffe erläutert, um danach auf die Ansätze von Machlup/Mansfield (1983) einzugehen, deren Überlegungen grundsätzliche Bedeutung für diese Arbeit haben. Punkt 3 setzt sich explizit mit dem Begriff Information auseinander. Dabei wird erst kurz auf das informationswissenschaftliche Verständnis des Begriffs eingegangen und die etymologische Herkunft des Wortes erläutert. In den folgenden Unterpunkten geht es dann zunächst um das Verständnis des Begriffs Information in der Alltagssprache. Danach rückt der Informationsbegriff in der Wissenschaft in den Blickpunkt: Anhand der Fachbereiche Politikwissenschaft, Information und Lernen und Betriebswirtschaft wird aufgezeigt, welche Bedeutung Information in jeweilig unterschiedlichen wissenschaftlichen Kontexten zukommt. Kapitel 4 hat das Capurrosche Trilemma zum Thema und skizziert, wie einige Wissenschaftler die Diskussion um das Verständnis des Informationsbegriffs sehen und auf welche Art und Weise sie sich damit auseinandersetzen.

2. Information und Interdisziplinarität

„Information ist Information, nicht Stoff, nicht Energie. Ein Materialismus, der dieses nicht berücksichtigt, kann heute nicht lebensfähig sein“ (Wiener 1963, S. 192).

[...]


1 Suche am 28. August 2005 auf www.google.de, Eingabe des Begriffs Information, Suche im gesamten Web

2 Google Scholar ist eine spezielle Suchmaschine, um spezifisch nach wissenschaftlicher Literatur aus allen Gebieten zu suchen. Kommerzielle Angebote bleiben hier außen vor, meist tauchen bei der Suche bei Google Scholar ausschließlich Artikel von verschiedensten akademischen Veröffentlichungen auf. Suche am 28. August 2005 auf http://scholar.google.com, Eingabe des Begriffs Information.

3 Terminosaurus Rex der Informationswissenschaft,

4 Die Gesellschaftswissenschaften umfassen als Oberbegriff die Wissenschaften, die Phänomene des gesellschaftlichen Zusammenlebens der Menschen theoretisch untersuchen und empirisch ermitteln. Der Begriff entstand in Abgrenzung zu den Naturwissenschaften. Die für diese Hausarbeit maßgeblichen Gesellschaftswissenschaften sind die Informationswissenschaft, Politikwissenschaft, die Betriebswirtschaftslehre und der Bereich Information und Lernen.


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