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Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder

Termpaper, 2002, 16 Pages
Author: Wiebke Boden
Subject: Pedagogy - Pedagogic Psychology

Details

Event: Erstunterricht Pädagogik
Institution/College: University of Hannover (Erziehungswissenschaften)
Tags: Pädagogik
Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 16
Grade: sehr gut
Language: German
Archive No.: V6159
ISBN (E-book): 978-3-638-13797-3
ISBN (Book): 978-3-638-74617-5
File size: 175 KB

Abstract

Dem Hamburg Wechsler Intelligenztest für Kinder (im Folgetext HAWIK-R) liegt Wechslers Definition von Intelligenz zugrunde: „Intelligenz ist die zusammengesetzte oder globale Fähigkeit des Individuums, zweckvoll zu handeln, vernünftig zu denken und sich mit deiner Umwelt wirkungsvoll auseinanderzusetzen. Sie ist global, weil sie das Verhalten des Individuums als Ganzes charakterisiert: Sie ist zusammengesetzt, weil sie aus Elementen oder Fähigkeiten besteht, die, wenn auch nicht vollständig unabhängig, doch qualitativ unterscheidbar sind. “ ( Zitiert nach der deutschen Übersetzung: Wechsler 1956, S.13, Tietze/Tewes 1983, S.25). Diese Definition impliziert Wechslers Intention, verschiedene menschliche Fähigkeiten in sein Konzept von Intelligenz miteinzubeziehen und ihnen gleichrangige Bedeutung beizumessen. Wechsler sah also die Intelligenz nicht in der Kapazität ausgedrückt, sondern die Leistung war für ihn eher bedeutend. Das Grundprinzip besteht also darin, dass es unwichtig ist wie viel man Intelligenz man hat ( Quantität ), um sich dem Klima anzupassen, sondern wie gut man seine Intelligenz verwendet. Wechsler begründet seine Meinung damit indem er sagt, dass man weder die intellektuelle Kapazität sehen kann noch sein Bestehen konkret überprüft werden kann. Die Leistung kann jedoch gemessen werden und sollte der Fokus des Tests sein.


Excerpt (computer-generated)

Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder

Wiebke Boden

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf Davis Wechsler
1.) Definition von Intelligenz nach Wechsler (1958)
2.) Psychologisches Grundkonzept des Hamburg-Wechsler- Intelligenztests für Kinder


2.1. Der Aufbau des Tests
2.2. Allgemeine Durchführungsbedingungen
2.2.1. Testmaterial
2.2.2. Testsituation
2.2.3. Dauer der Durchführung und Atmosphäre
2.2.4. Beziehung zwischen Testleiter und Kind
2.3. Gütekriterien
2.3.1. Objektivität
2.3.2. Reliabilität
2.3.3. Standarisierung

3.) Die Bestimmung des IQ
4.) Die Interpretation des IQ


4.1.Die quantitative Interpretation
4.2. Die qualitative Interpretation

5.) Die Berechnung der Wertpunkte
6.) Die Interpretation der Wertpunkte
7.) Literaturverzeichnis

 

Lebenslauf

[...]

1. Definition von Intelligenz nach Wechsler (1958):

Dem Hamburg Wechsler Intelligenztest für Kinder (im Folgetext HAWIK-R) liegt Wechslers Definition von Intelligenz zugrunde:


,,Intelligenz ist die zusammengesetzte oder globale Fähigkeit des Individuums, zweckvoll zu handeln, vernünftig zu denken und sich mit deiner Umwelt wirkungsvoll auseinanderzusetzen. Sie ist global, weil sie das Verhalten des Individuums als Ganzes charakterisiert: Sie ist zusammengesetzt, weil sie aus Elementen oder Fähigkeiten besteht, die, wenn auch nicht vollständig unabhängig, doch qualitativ unterscheidbar sind. "
( Zitiert nach der deutschen Übersetzung: Wechsler 1956, S.13, Tietze/Tewes 1983, S.25).

Diese Definition impliziert Wechslers Intention, verschiedene menschliche Fähigkeiten in sein Konzept von Intelligenz miteinzubeziehen und ihnen gleichrangige Bedeutung beizumessen. Wechsler sah also die Intelligenz nicht in der Kapazität ausgedrückt, sondern die Leistung war für ihn eher bedeutend. Das Grundprinzip besteht also darin, dass es unwichtig ist wie viel man Intelligenz man hat ( Quantität ), um sich dem Klima anzupassen, sondern wie gut man seine Intelligenz verwendet. Wechsler begründet seine Meinung damit indem er sagt, dass man weder die intellektuelle Kapazität sehen kann noch sein Bestehen konkret überprüft werden kann. Die Leistung kann jedoch gemessen werden und sollte der Fokus des Tests sein.

2. Psychologisches Grundkonzept des Hamburg-Wechsler- Intelligenztests für Kinder

2.1. Der Aufbau des Tests

Zu Beginn der vierziger Jahre entwickelte David Wechsler eine Reihe von Intelligenztests:

  • Die Wechsler Intelligence Scale for Children WISC erschien erstmals 1949 und wurde 1974 revidiert (WISC-R), sie deckt die Altersbereiche 6-16 Jahre ab.
  • Die Wechsler Adult Intelligence Scale WAIS für die Altersgruppen von 10-59 Jahre, erschien 1955
  • Die Wechsler Pre- school und Primary Scale WPPSI von 1967

Um eine Vorstellung von einem heute in der Bundesrepublik Deutschland üblicherweise angewandten Intelligenzmessverfahren zu bekommen, stellen wir hier den Hamburg- Wechsler- Intelligenztest für Kinder dar. Hierbei handelt es sich um die in die deutsche Sprache übertragene und teilweise überarbeitete Wechsler- Intelligence- Scale for Children (WISC) aus dem Jahre 1949. Der HAWIK ist 1956 in erster, 1963 mit gerinfügigen Modifikationen und Ergänzungen in zweiter und 1966 ohne weitere Veränderungen in dritter Auflage erschienen. Die Anzahl und der Inhalt der Aufgaben wurden weitgehend neu entwickelt. Weiterhin wurde ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung schwieriger Aufgaben gerichtet. Da die Skalen des HAWIK-R gleichzeitig (wegen der größeren Zahl der Aufgaben) ein höheres Maß an Zuverlässigkeit aufweisen, ist somit eine bessere Interpretation möglich. Jedoch lässt sich inzwischen nicht mehr übersehen, dass der Test mit einer Menge Konstruktionsmängel versehen ist, die seine Brauchbarkeit in vielerlei Hinsicht beeinträchtigen. Eine Reihe von Problemen, wie zum Beispiel Fortschritte in der Messtechnik oder der Fortschritt der kulturellen und technologischen Veränderungen, sind jedoch erst festgestellt worden, als die Konstruktionsarbeiten schon längst abgeschlossen waren. Dieser Intelligenztest basiert auf dem Zwei- Faktoren- Modell von Spearman (1927). Der HAWI-K gliedert sich in zwei Hauptteile- einen Verbalteil und einen Handlungsteil- die wiederum in insgesamt elf Unterkategorien unterteilt und nach steigendem Schwierigkeitsgrad angeordnet sind. Laut Wechsler sind Fähigkeiten, wie zum Beispiel Sprachvermögen, Denkvermögen oder Erinnerungsvermögen wichtige Komponente, die nicht von der Intelligenz abzugrenzen sind. ,,Intelligenz kennzeichne die Art und Weise, in der man sich diese Fähigkeiten den Umständen entsprechend zunutze zu machen versteht." (Tietze/Tewes, 1983, S.26). Die Unterteilung der Tests in elf Untertests dient dazu, zu gewährleisten, dass man die Begabungen und Schwierigkeiten eines Kindes, im Alter von 6-16 Jahren, in der vollen Bandbreite erfasst.

Der Handlungsteil besteht aus fünf Untertests:

[...]


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