Das Bildungssystem der Niederlande

E-Book Cover: ()
Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.

Install Flash Player

Details

Titel: Das Bildungssystem der Niederlande
Autor: Bjoern Cebulla
Fach: Niederlandistik (Literatur, Sprache, Kultur)
Veranstaltung: Niederländische Landeswissenschaft
Institution/Hochschule: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Niederlandistik)
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 18
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 12  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 339 KB
Archivnummer: V61597
ISBN (E-Book): 978-3-638-55025-3

Textauszug (computergeneriert)

Das Bildungssystem der Niederlande

von: Bjoern Cebulla

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 1

2 Historischer Hintergrund  1

3 Rechtliche Grundlagen und Verwaltung des Bildungswesens  2

3.1 Rechtliche Grundlagen  2
3.2 Administrative Struktur  4
3.3 Trägerschaften  5
3.4 Finanzierung  6
3.5. Qualitätskontrolle im Bildungswesen 6

4 Besonderheiten des niederländischen Schulsystems  7

5 Ausgewählte Schul- und Bildungsformen  8

5.1 Basisschool  8
5.2 Sekundarunterricht 9
5.3 Middelbaar Beroepsonderwijs  10
5.4 Hoger Beroepsonderwijs 11
5.5 Wetenschappelijk onderwijs en Studiefinanciering 11

6 Kritische Anmerkungen für den Umgang mit „Problemen“ des aktuellen Bildungssystems  12

7 Literaturverzeichnis  14

Anhang 16



 

 

1 Einleitung

Das niederländische Bildungssystem hat bei den Untersuchungen der PISA-Studien deutlich bessere Resultate erzielt als das deutsche Bildungssystem. Wie sonst nirgends in Europa haben in den Niederlanden gesellschaftliche Gruppen mit unterschiedlichen Weltanschauungen, gesellschaftlichen Positionen und unterschiedlichen pädagogischen Konzepten die Möglichkeit, eigene anerkannte Schulen zu gründen.1 Dies hat zur Folge, dass fast 70% der Schulen von einem privaten Träger verwaltet werden. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich sowohl mit dem historischen Hintergrund als auch mit rechtlichen Grundlagen und der Verwaltung des niederländischen Bildungssystems. Da der Umfang der Arbeit begrenzt ist kann kein direkter Vergleich mit dem deutschen Bildungssystem vorgenommen werden. Diese Arbeit begnügt sich damit die Besonderheiten des niederländischen Bildungssystems kurz vorzustellen und einen Überblick bezüglich der verschiedenen Schul- und Bildungsformen zu geben. Abschließend soll eine Art Handlungsempfehlung vorgestellt werden, in der Anregungen für den Umgang mit aktuellen Problemen des niederländischen Bildungssystems gegeben werden.

2 Historischer Hintergrund

Das Schulsystem der Niederlande stammt ursprünglich aus der napoleonischen Zeit und war sehr zentralistisch geprägt.2 Der Schulstreit und mit ihm verbundene Grundgesetzänderungen brachten eine Art relative Autonomie. Unter dem Schulstreit versteht man die Auseinandersetzung zwischen verschiedenen – meist religiösen – Interessengemeinschaften über die Art und den Inhalt des zu unterrichtenden Lernstoffes. Der Glaube spielte dabei eine entscheidende Rolle. Seinen Beginn fand der Schulstreit 1806, mit der Einführung eines neuen Bildungsgesetzes.3 Das Bildungsgesetz sah vor, dass der Unterricht an Schulen über Glaubensunterschieden stehen sollte und die christlichen und gesellschaftlichen Tugenden zu fördern habe. In den öffentlichen Schulen führte dies zu einer relativ „religionsfreien“ Atmosphäre, welche viele konfessionelle Gruppen nicht hinnehmen wollten. Sie forderten, dass die Religion einen zentralen Platz in ihrem Leben einnehmen sollte und somit auch in der Bildung. Vor allem orthodoxe Protestanten und Katholiken forderten öffentliche Konfessionsschulen (Gezindtescholen). Zwar wurde bereits in 1801 ein Gesetz erlassen, dass konfessioneller Unterricht frei ist, jedoch durften konfessionelle Schulen nur mit Genehmigung der Gemeinde gegründet werden, was für Probleme sorgte. Außerdem wurde die Verwirklichung katholischer, protestantischer oder jüdischer Schulen durch finanzielle Ungleichheit erschwert. Öffentliche Schulen finanzierten sich zwar auch durch Schulgeld wurden aber, anders als die privaten Schulen, zusätzlich durch Steuern finanziert. Die Steuern mussten natürlich auch von Eltern entrichtet werden, die ihre Kinder auf eine konfessionelle Schule mit privater Trägerschaft schickten. Aufgrund dieser Tatsache lag eine ungerechte Doppelbelastung vor, denn diese Eltern mussten zusätzlich Schulgeld zahlen, da private Schulen nicht vom Staat subventioniert wurden. Gegen diese Ungerechtigkeit lehnten sich auch zunehmend die Liberalen auf. Ab dem Jahre 1889 erfuhren die konfessionellen Schulen eine Besserung, da ab diesem Zeitpunkt auch für sie die staatliche Subventionierung beschlossen wurde. Nach einem langen politischen und gesellschaftlichen Streit wurde letztendlich 1917 die finanzielle Gleichstellung der öffentlichen und konfessionellen (bzw. privaten) Schulen von allen großen politischen Parteien beschlossen. Diese Gleichstellung wurde in Artikel 23 des Grundgesetzes festgelegt; in Absatz 7 heißt es: „Het bijzonder algemeen vormend lager onderwijs […] wordt naar dezelfde maatstaf als het openbaar onderwijs uit de openbare kas bekostigd. […]”.4 Diese materielle Absicherung führte zu einer starken Zunahme der nach weltanschaulichen Standpunkten gegliederten Privatschulen. „Wie sonst nirgends in Europa haben in den Niederlanden seitdem gesellschaftliche Gruppen […]“ mit unterschiedlichen Weltanschauungen, gesellschaftlichen Positionen und unterschiedlichen pädagogischen Konzepten „[…] die Möglichkeit, eigene anerkannte Schulen zu gründen und ihre Auffassungen im Unterricht zur Geltung zu bringen“.5 Nachdem die historischen Hintergründe des niederländischen Schul- bzw. Bildungswesens kurz dargestellt wurden folgt die Betrachtung der rechtlichen Grundlagen.

3 Rechtliche Grundlagen und Verwaltung des Bildungswesens

3.1 Rechtliche Grundlagen

[...]


1 Vgl. Brinkmann, G. (1996) S. 126

2 Liket, T. (1998) S. 61

3 http://nl.wikipedia.org/wiki/Schoolstrijd_Nederland

4 http://nl.wikipedia.org/wiki/Schoolstrijd_Nederland

5 Brinkmann, G. (1996) S. 126

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/61597/