Die chinesischen Öffnungspolitik - war sie erfolgreich?

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Details
Autor: Hannes Mungenast
Fach: Südasienkunde, Südostasienkunde
Veranstaltung: Area Studies (Asien)
Institution/Hochschule: Fachhochschule Kufstein Tirol
Jahr: 2006
Seiten: 17
Note: Sehr Gut
Literaturverzeichnis: ~ 14 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 283 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-55080-2
ISBN (Buch): 978-3-638-79285-1
Zusammenfassung / Abstract
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage inwieweit die chinesische Öffnungspolitik als Erfolg zu bewerten ist. Die Erfolgsbewertung geschieht anhand der volkswirtschaftlichen Kriterien Wirtschaftswachstum, Anteil am Welteinkommen sowie bedeutenden Außenhandelsindikatoren. Dabei werden die Werte vor dem Öffnungsprozess mit aktuellen Kennzahlen verglichen. Um den Erfolg differenzierter bewerten zu können, ist eine Betrachtung des Wohlstandes auf Provinzebene von Nöten. Die daraus folgenden Kennziffern werden sowohl im Zeitverlauf, als auch mit dem heterogenen Wirtschaftsraum der EU verglichen. Der Erfolg der chinesischen Öffnungspolitik wird in dieser Arbeit ausschließlich nach wirtschaftlichen Kriterien und überblicksartig aus den daraus folgenden sozialen Auswirkungen bewertet. Zuerst werden die für den Öffnungsprozess relevanten geschichtlichen Ereignisse der Volksrepublik China behandelt. Danach wird die chinesische Öffnungspolitik anhand der oben genannten Kriterien bewertet. Abschließend folgt ein Fazit.
Textauszug (computergeneriert)
Erfolgsbewertung der chinesischen Öffnungspolitik
von: Hannes Mungenast
SS 2006
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Geschichte 2
2.1 Die kommunistische Umgestaltung (1949 – 1978) 2
2.1.1 Die ersten Jahre unter kommunistischer Herrschaft 3
2.1.2 Die Politik nach dem Großen Sprung 3
2.2 Der Öffnungsprozess (1978 – heute) 4
2.2.1 1. Phase: Landwirtschaftliche Reformen 5
2.2.2 2. Phase: Reformen im Industriesektor 5
3 Erfolgsbewertung 6
3.1 Gesamt-Volkswirtschaftliche Betrachtung 6
3.2 Regional-wirtschaftliche Betrachtung 7
3.2.1 Regionale Disparitäten im Zeitverlauf 8
3.2.2 Auswirkungen der regionalen Disparitäten 10
3.2.3 Vergleich mit der Europäischen Union 11
4 Fazit 12
Literaturverzeichnis 13
Anhang 15
1 Einleitung
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage inwieweit die chinesische Öffnungspolitik als Erfolg zu bewerten ist. Die Erfolgsbewertung geschieht anhand der volkswirtschaftlichen Kriterien Wirtschaftswachstum, Anteil am Welteinkommen sowie bedeutenden Außenhandelsindikatoren. Dabei werden die Werte vor dem Öffnungsprozess mit aktuellen Kennzahlen verglichen. Um den Erfolg differenzierter bewerten zu können, ist eine Betrachtung des Wohlstandes auf Provinzebene von Nöten. Die daraus folgenden Kennziffern werden sowohl im Zeitverlauf, als auch mit dem heterogenen Wirtschaftsraum der EU verglichen. Der Erfolg der chinesischen Öffnungspolitik wird in dieser Arbeit ausschließlich nach wirtschaftlichen Kriterien und überblicksartig aus den daraus folgenden sozialen Auswirkungen1 bewertet. Zuerst werden die für den Öffnungsprozess relevanten geschichtlichen Ereignisse der Volksrepublik China behandelt. Danach wird die chinesische Öffnungspolitik anhand der oben genannten Kriterien bewertet. Abschließend folgt ein Fazit.
2 Geschichte
In diesem Kapitel wird die Geschichte der Volksrepublik China mit besonderem Fokus auf die, für die Öffnungspolitik wichtigen, geschichtlichen Ereignisse behandelt.
2.1 Die kommunistische Umgestaltung (1949 – 1978)
Die Geschichte zwischen Ausrufung der Volksrepublik China und dem Beginn des Öffnungsprozesses wird in diesem Abschnitt behandelt.
2.1.1 Die ersten Jahre unter kommunistischer Herrschaft2
Am 1. Oktober 1949 rief Mao am Tor zum Himmlischen Frieden die Volksrepublik China aus. Die kommunistische Regierung begann mit der sozialistischen Umgestaltung des Landes. Vor allem in der Zeit zwischen 1953 und 1957 wurde das sowjetische Vorbild nachgeahmt, das einen besonderen Fokus auf die Entwicklung der Schwerindustrie hatte. Die Großgrundbesitzer wurden enteignet und das Land ging in den Besitz der über 120 Millionen Kleinbauern über. Im Jahr 1958 wendete sich China vom sowjetischen Wirtschaftsmodell ab. Der Große Sprung nach vorn hatte unter anderem die Intention, die Produktivität der Landwirtschaft zu steigern. Daher wurden die Volkskommunen errichtet, in denen 99% der ländlichen Bevölkerung zusammengefasst waren. Diese, nach militärischen Prinzipien geführten Großkollektive, regelten das gesamte Leben ihrer Mitglieder und sollten weitestgehend autark sein. So wurde zum Beispiel in jeder Kommune ein eigener Hochofen zur Eisenverhütterung erbaut. Die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme steht im Widerspruch zur Theorie des Wettbewerbsvorteils, der besagt, dass Wirtschaftseinheiten Ressourcen und Fähigkeiten haben müssen, die denen der Wettbewerber überlegen sein müssen, um wirtschaftlich sinnvoll zu sein.3 Eine Unterversorgung des Landes war das Resultat des Großen Sprung nach vorn, in dem in den drei bitteren Jahren zwischen 1960 und 1962 ca. 30 Millionen Menschen verhungerten.
2.1.2 Die Politik nach dem Großen Sprung4
[...]
1 Im Zuge dieser Arbeit wird nur auf die Problematik der Wanderarbeiter, auf regionale Konflikte sowie Armutsstatistiken kurz eingegangen.
2 Vgl. für den gesamten Abschnitt Schmidt-Glintzer, H., (2001), S. 72ff. Andere Quellen sind gesondert angegeben.
3 Vgl. QuickMBA (2004)
4 Vgl. für den gesamten Abschnitt Schmidt-Glintzer, H., (2001), S. 82ff.
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