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Die McDonaldisierung der Gesellschaft

Termpaper, 2006, 19 Pages
Author: Christoph Schmahl
Subject: Economics / Business, Miscellaneous

Details

Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 19
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V61673
ISBN (E-book): 978-3-638-55082-6
ISBN (Book): 978-3-638-75305-0
File size: 248 KB

Abstract

Vorwort Der Begriff McDonaldisierung wurde durch den amerikanischen Soziologen George Ritzer geprägt. Ritzer, 1940 geboren, suchte nach einem modernen, zeitgemäßen Begriff für die Theorie des deutschen Soziologen Max Weber vom formalen Rationalismus und seiner höchstentwickelten Form der Bürokratie. Zu Beginn der 80er Jahre stellte Ritzer dann die Theorie Webers mit den sich rasant ausbreitenden Filialen der Fast- Food- Industrie in Verbindung. Dabei fragte er sich mit Besorgnis nach den Ursachen, die die Ausbreitung derart beschleunigten. Er stellte fest, dass diese „Institutionen“ und auch Firmen auf anderen Gebieten die Kernpunkte der Theorie Webers, wie die Effizienz, die Vorhersagbarkeit, die Berechenbarkeit sowie die Kontrolle, vollkommen in ihre Firmenphilosophien integriert haben und dass somit die Bürokratisierung nicht mehr die höchste Stufe des Rationalismus darstellte. Da McDonalds der erfolgreichste Verfechter dieses Phänomens war und bei späteren Diskussionen in Vorlesungen und Foren immer wieder das Beispiel McDonalds genannt wurde, nahm Ritzer diesen Begriff auf und nannte die Weiterentwicklung der Theorie des Rationalismus McDonaldisierung. Dieser Sachverhalt ist auf nahezu alle Bereiche des Lebens anzuwenden, vor denen die Bürokratisierung halt gemacht hat. George Ritzer ist heute Professor an der Universität von Maryland und zählt zu den wichtigsten Soziologen der letzten Dekaden. Ursprünge der These Die McDonaldisierung ist kein Prozess, der aus dem Nichts die Welt „eroberte“, sie hat ihre Wurzel in den Theorien von Max Weber bzw. in den Grundsätzen Taylors.


Excerpt (computer-generated)

Universität Leipzig, Institut für Geographie
Seminar: Geographie der Produktion und des Konsums
Sommersemester 2006

Die McDonaldisierung der Gesellschaft

von: Christoph Schmahl

 


Inhaltsverzeichnis

Vorwort  3

1. Ursprünge der These  4

1.1 Max Weber- Theorie des Rationalismus 4
1.2 F. W. Taylor – Grundsätze der Taylorismus 5

2. Die Prinzipien der McDonaldisierung 6

2.1 Effizienz  6
2.2 Berechenbarkeit 7
2.3 Vorhersagbarkeit (Standardisierung)  9
2.4 Kontrolle 10

3. Vor- und Nachteile der McDonaldisierung 11

3.1 Vorteile 11
3.2 Nachteile oder die „Irrationalität des Rationalen“  12

4. Leben in der McDonaldisierten Gesellschaft  13

4.1 Die „Anspruchs- Enttäuschungs- Spirale“  13
4.2 „Ausbruchsmöglichkeiten“ - Gegenströmungen 13

5. Kritik an Ritzers These 15

Literaturverzeichnis 17

Handout  18
Vor- und Nachteile der McDonaldisierung 19



 

 

Vorwort

Der Begriff McDonaldisierung wurde durch den amerikanischen Soziologen George Ritzer geprägt. Ritzer, 1940 geboren, suchte nach einem modernen, zeitgemäßen Begriff für die Theorie des deutschen Soziologen Max Weber vom formalen Rationalismus und seiner höchstentwickelten Form der Bürokratie. Zu Beginn der 80er Jahre stellte Ritzer dann die Theorie Webers mit den sich rasant ausbreitenden Filialen der Fast- Food- Industrie in Verbindung. Dabei fragte er sich mit Besorgnis nach den Ursachen, die die Ausbreitung derart beschleunigten. Er stellte fest, dass diese „Institutionen“ und auch Firmen auf anderen Gebieten die Kernpunkte der Theorie Webers, wie die Effizienz, die Vorhersagbarkeit, die Berechenbarkeit sowie die Kontrolle, vollkommen in ihre Firmenphilosophien integriert haben und dass somit die Bürokratisierung nicht mehr die höchste Stufe des Rationalismus darstellte. Da McDonalds der erfolgreichste Verfechter dieses Phänomens war und bei späteren Diskussionen in Vorlesungen und Foren immer wieder das Beispiel McDonalds genannt wurde, nahm Ritzer diesen Begriff auf und nannte die Weiterentwicklung der Theorie des Rationalismus McDonaldisierung. Dieser Sachverhalt ist auf nahezu alle Bereiche des Lebens anzuwenden, vor denen die Bürokratisierung halt gemacht hat. George Ritzer ist heute Professor an der Universität von Maryland und zählt zu den wichtigsten Soziologen der letzten Dekaden.

1. Ursprünge der These

Die McDonaldisierung ist kein Prozess, der aus dem Nichts die Welt „eroberte“, sie hat ihre Wurzel in den Theorien von Max Weber bzw. in den Grundsätzen Taylors.

1.1 Max Weber- Theorie des Rationalismus

Max Weber, geboren am 21.04.1864 in Erfurt, war ein bedeutender Soziologe, Volkswirtschaftler und Wirtschaftshistoriker. Methodologisch strebte er nach einer Verschmelzung der Grenzen zwischen den Natur- und Geisteswissenschaften. „Mit der über die Beobachtung bestimmter Phänomene hinausgehenden Deutung des subjektiv gemeinten Sinnes“ (Brockhaus 1990, S. 659), gab er der Soziologie ein Tätigkeitsfeld, welches den Naturwissenschaften unzugänglich war. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten gehört die Herrschaftslehre, in ihr behandelt er auch den Aspekt der zunehmenden Durchdringung aller Lebensbereiche durch den Prozess der formalen Rationalisierung. Er starb am 14.07.1920 in München. Was ist unter Rationalisierung zu verstehen? Rationalisierung – rational - planvolles Bemühen, Probleme des menschlichen Daseins durch wohlüberlegte, berechnete oder vorauskalkulierte Prozesse anstelle von zufälligen und planlosen zu lösen, dabei wird jedoch nicht zwischen zum Erreichen des Endzwecks adäquaten oder inadäquaten, bzw. zwischen richtig oder falsch angewandten Entscheidungen unterschieden. (vgl. Wörterbuch der Soziologie 1969, S. 866)

Die Rationalisierung in der Theorie Max Webers formale Rationalität genannt, beschreibt die systematisch organisierten Bemühungen, welche auf Bürokratisierung und die Veränderung menschlichen Lebens zur Erreichung institutioneller Zwecke abzielt. Das heißt Bürokratisierung/ Rationalisierung bringt „mehrheitstaugliche“ Maßnahmen für die Erfüllung eines Ziels, die durch Regeln, Institutionen und höhere gesellschaftliche Strukturen vorbestimmt werden. (vgl. Ritzer 1993, S. & Brüsemeister 2000, S. 275) Diese o. g. Regeln verhelfen der Bürokratie zu Vorteilen im Vergleich zu anderen Mechanismen, jedoch war sich Weber, wie auch später George Ritzer, der Entmenschlichung bewusst, die durch fortschreitende Bürokratisierung „zu Tage“ trat. (Ritzer 1993, S.45) Die Kernpunkte der Bürokratisierung/ Rationalisierung sind Effizienz, quantifizierbare Berechenbarkeit, Vorhersagbarkeit sowie Kontrolle, diese finden sich auch in der McDonaldisierung als Weiterentwicklung und Modernisierung der Rationalisierung wieder.

1.2 F. W. Taylor – Grundsätze der Taylorismus

[...]


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