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Sprachlernspiele und Möglichkeiten zur Lernstandsmessung

Examination Thesis, 2006, 86 Pages
Author: Dennis Schäfer
Subject: English Language and Literature Studies - Other

Details

Category: Examination Thesis
Year: 2006
Pages: 86
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 55  Entries
Language: German
Archive No.: V61844
ISBN (E-book): 978-3-638-55205-9

File size: 2807 KB


Excerpt (computer-generated)

Bergische Universität Wuppertal

Schriftliche Hausarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung
für das Lehramt an Grundschulen im Fach Englisch

Sprachlernspiele und Möglichkeiten zur Lernstandsmessung

Dennis Schäfer

 

Inhaltsverzeichnis


Vorwort ... 3


Teil I - Spiele ... 4

1. Warum im Unterricht spielen? ... 4

2. Grundschulgemäße Prinzipien ... 6

2.1 Handlungsorientierung ... 6
2.2 Lernkompetenz ... 6
2.3 Interkulturelles Lernen ... 7
2.4 Fehlertoleranz und Feedback ... 7
2.5 Themen- und Situationsorientiertes Lernen ... 8
2.6 Methodenvielfalt ... 9

3. Lehrplan Nordrhein-Westfalen ... 11

3.1 Sprache ... 11
3.2 Interkulturelles Lernen ... 12
3.3 Sprachenlernen ... 13

4. Spieltypen ... 14

4.1 Lernspiele ... 14
4.2 Darstellende Spiele ... 14
4.3 Interaktionsspiele ... 15

5. Spielkriterien ... 16

5.1 Die Spielstruktur ... 16
5.2 Spielregeln ... 16
5.3 Spielziel / Lernziel ... 17
5.4 Aktivierungszirkel ... 17
5.5 Die Spielorganisation ... 18

6. Beispiele für verschiedene Lernspiele ... 19

6.1 Hörverstehen ... 19
6.1.1 Simon says ... 19
6.1.2 Bingo ... 20
6.2 Sprechen ... 21
6.2.1 I spy with my little eye ... 21
6.2.2 Drawing ... 21
6.3 Lesen ... 22
6.3.1 Read and do! ... 22
6.3.2 Hangman ... 22
6.4 Schreiben ... 24
6.4.1 Crosswords ... 24
6.4.2 The classroom in letters ... 25


Teil II - Leistungsmessung ... 26

7. Übergang von Primarstufe zu Sekundarstufe I ... 26

8. Warum Lernstandsmessung? ... 29

8.1 Fähigkeiten und Fertigkeiten ... 29
8.2 Kenntnisse ... 30
8.3 Einstellungen und Haltungen ... 30

9. Arten der Lernstandsmessung ... 32

9.1 Formative assessment ... 32
9.2 Summative assessment ... 33
9.3 Peer group assessment ... 33
9.4 Self – assessment ... 35

10. Welche Leistung messen? ... 36

11. Möglichkeiten der Lernstandmessung ... 38

11.1 Fremdeinschätzung durch den Lehrer ... 38
11.1.1 Hörverstehen ... 39
11.1.2 Sprechen ... 43
11.2 Europäisches Sprachenportfolio ... 51
11.2.1 Sprachenpass ... 51
11.2.2 Sprachenbiographie ... 53
11.2.3 Dossier ... 53

12. Der Einsatz am Beispiel des Hessischen Sprachenportfolios ... 54

14. Offene Fragen und Kritik ... 62


Teil III - Praxis ... 64

15. Eine praktische Leistungsmessung ... 64

15.1 Vorbereitung ... 64
15.2 Durchführung ... 69
15.3 Reflexion / Auswertung ... 71
15.3.1 Reflexion ... 71
15.3.2 Auswertung ... 71

Schluss ... 77

Quellenverzeichnis ... 79

Literatur ... 79
Zeitschriftenartikel ... 82
Internet ... 84

 

 

Vorwort

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit zwei verschiedenen Themen:
Zum einen soll ein Blick auf das spielerische Lernen im Englischunterricht der Grundschule geworfen werden und zum anderen befasst sich die Arbeit mit der aktuellen Thematik der Leistungsmessung in diesem Bereich.

Der Inhalt ist in 3 Teile gegliedert.
Im ersten Teil soll zunächst eine Annäherung an das Thema „Spiele in der Grundschule“ stattfinden und allgemeine Prinzipien bzw. Grundlagen des Unterrichts in der Primarstufe dargelegt werden.
Im weiteren Verlauf werden dann die verschiedenen Formen von Spielen genannt und erläutert, bis schließlich das Sprachlernspiel in den Fokus der Arbeit rückt und anhand einiger Beispiele veranschaulicht wird.
Der zweite Teil dieser Arbeit befasst sich dann mit der Lernstands- bzw. Leistungsmessung in der Primarstufe und wird eingeleitet durch eine kurze Darstellung der aktuellen Problematik des Übergangs von der Grundschule in die Sekundarstufe I.
Nachdem zunächst die verschiedenen didaktischen Formen der Lernstandsmessung aufgezeigt werden, soll ein Einblick in die momentanen Möglichkeiten zur Lernstandsmessung im Englischunterricht der Grundschule geboten werden.
Aufgrund der Aktualität nimmt hierbei das Europäische Portfolio der Sprachen eine zentrale Rolle ein.
Der dritte Teil soll abschließend einen praktischen Versuch einer Lernstandsmessung im Fach Englisch an einer Grundschule dokumentieren. Hierbei soll auch eine Verknüpfung zwischen den ersten beiden Teilen der Arbeit stattfinden, da die Lernstandsmessung auf eine spielerische Art und Weise durchgeführt wird.
Dieser letzte Teil gliedert sich in die drei Teilbereiche der Vorbereitung, Durchführung und Reflexion des Praxisversuchs.
Das die Arbeit abschließende Schlusswort soll die vorliegende Arbeit reflektieren und aus dieser resultierende Erkenntnisse darlegen.


Teil I - Spiele

1. Warum im Unterricht spielen?

Im Folgenden soll zunächst einmal die Frage geklärt werden, warum überhaupt Spiele im Unterricht, insbesondere im Englischunterricht der Grundschule, stattfinden sollten.
Anfängliche Zweifel an der Berechtigung von Spielen als Einsatzmöglichkeit im Grundschulunterricht schließen sich schon nach einem kurzen Blick in den Lehrplan zur Erprobung für das Fach Englisch an der Grundschule aus. So steht dort gleich zu Anfang:

„Im Englischunterricht stehen besonders solche Lernformen im Vordergrund, die es ermöglichen,

• entdeckend und experimentierend mit Sprache umzugehen
• spielerisch, darstellend und gestaltend Sprache zu lernen
• die spezifischen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler zu nutzen.“1

Der Einsatz von Spielen im Grundschulunterricht erscheint schließlich auch logisch, betrachtet man die Lebenswelt der Schüler in der Vorschulzeit. Spiel und Spaß bestimmten in dieser Zeit den Alltag der meisten Kinder und so sollte man ihnen den Übergang zum Schulalltag möglichst angenehm und freudvoll gestalten.
Des Weiteren lernen die Schüler beim Spielen auch vieles nebenbei, da ihre Aufmerksamkeit meist auf das Spielziel gerichtet ist und sie nicht das dahinter stehende Lernziel sehen, wodurch ein derartiges Lernen für die Kinder nicht langweilig ist.2
Hinzu kommt der motivierende Faktor des spielerischen Lernens.
Petillion spricht von der intrinsischen Motivation, wenn er sagt, dass das Spiel die Neugier anspricht, Überraschung und Risiko bietet und zudem den Schülern die Möglichkeit gibt, mit Misserfolgen schonender umzugehen.3
Auch die eventuellen Anstrengungen, die von den Schülern im Spielablauf aufgebracht werden müssen, werden nicht als lästig empfunden, sondern als notwendiges Mittel zum Spielerfolg gesehen.4
Als weiteren großen Vorteil des Einsatzes von spielerischem Lernen im Unterricht ist die so genannte „Spiel-Realität“5 zu nennen.
Hierbei handelt es sich um die Situation des Spielens, die es den Schülern ermöglicht, in eine andere Rolle zu schlüpfen und sich von der Realität zu distanzieren. Laut Petillon6 werden hierbei die folgenden Handlungskompetenzen der Schüler gefördert:

  • Dekontextualisierung
  • Perspektivenübernahme
  • Metakommunikation

Abschließend bleibt zu sagen, dass spielerisches Lernen äußerst vielseitig einsetzbar ist und somit auf alle Bereiche der Schule übertragbar ist.
Besonders im Fremdsprachenunterricht zeigt sich dies als vorteilhaft, kann man doch Spiele zum Beispiel zum Erlernen und Trainieren der „4 Fertigkeiten“ Hörverstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben einsetzen, auf die später näher eingegangen wird.


2. Grundschulgemäße Prinzipien

 

[...]


1 Ministerium für Schule Jugend und Kinder des Landes NRW (MSJK) (Hrsg.): Richtlinien und Lehrpläne zu Erprobung für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Englisch. S.30
2 vgl. Klippel, S. 129
3 vgl. Petillon, S. 16f.
4 vgl. Petillon, S.18
5 Klippel, S.130
6 vgl. Petillon, S. 19


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