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Details

Veranstaltung: Informationsökonomik
Institution/Hochschule: Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Tags: Auktionen, Eine, Einführung, Auktionstheorie, Informationsökonomik
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 14
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 7  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 205 KB
Archivnummer: V61847
ISBN (E-Book): 978-3-638-55208-0

Textauszug (computergeneriert)

Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Seminararbeit in der Veranstaltung Informationsökonomik
SS 2006, 20.08.2006

Auktionen - Eine Einführung in die Auktionstheorie

von: Enrico Böhme

 


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG 2

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN 2

2.1. DEFINITION DES AUKTIONSBEGRIFFES  2
2.2. BEKANNTE AUKTIONSFORMEN  3

3. AUKTIONEN MIT PRIVATER BEWERTUNG (PRIVATE VALUES)  5

3.1. BESCHREIBUNG DES GRUNDMODELLS  5
3.2. ANALYSE DES BIETERVERHALTENS  6
3.3. DAS REVENUE-EQUIVALENCE THEOREM 8

4. AUKTIONEN MIT GEMEINSAMEM WERT (COMMON VALUES)  9

4.1. MODELLTHEORETISCHE GRUNDLAGEN DER COMMON VALUE-AUKTIONEN 9
4.2. DER FLUCH DES GEWINNERS („THE WINNER’S CURSE“)  10

5. AUKTIONEN UND KOLLUSION  11

6. ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN AUSSAGEN 11

LITERATURVERZEICHNIS  13


 

 

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Auktionen, wobei insbesondere eine Einführung in die Grundlagen der Auktionstheorie im Mittelpunkt stehen soll.1 Hierzu werden im zweiten Abschnitt zunächst die relevanten Begriffe definiert, zu denen vor allem die vier sogenannten Standardauktionsformen zählen, auf deren Basis die weitere Analyse erfolgt. Diese Analyse konzentriert sich im dritten Abschnitt zunächst auf Auktionen mit privater Bewertung, die ausgehend von den modelltheoretischen Grundlagen insbesondere in Bezug auf das Verhalten der teilnehmenden Bieter sowie den daraus resultierenden erwarteten Gewinn für den Verkäufer untersucht werden sollen. Die Ausführungen des vierten Abschnittes befassen sich mit Auktionen mit gemeinsamem Wert, bei denen das Auktionsobjekt einen objektiven Marktwert besitzt. In diesem Zusammenhang wird insbesondere das Phänomen des „Winner’s Curse“ im Mittelpunkt stehen, wobei sowohl dessen Entstehung als auch eine Möglichkeit zur Vermeidung diskutiert werden sollen. Den Abschluss der Bearbeitung bildet die Analyse der Anfälligkeit der Standardauktionsformen in Bezug auf kollusives Verhalten der Bieter, die im Rahmen des fünften Abschnittes erfolgt, sowie die Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen im sechsten Abschnitt der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Definition des Auktionsbegriffes

Im Rahmen der volkswirtschaftlichen Theorie erfolgt die Zuteilung von Gütern zumeist über Märkte, die in ihren Ausprägungen mehr oder minder vollkommen sein können. Hierbei sorgt der Preismechanismus für einen Ausgleich von Angebot und Nachfrage, was zu einer effizienten Verarbeitung privater Informationen2 führt. Eine elementare Voraussetzung für die Institutionalisierung eines solchen Allokationsmechanismus besteht jedoch in der Tatsache, dass das entsprechende Gut entweder in großen Stückzahlen vorhanden ist oder in größeren Mengen produziert werden kann, da sich die keinesfalls kostenfreie Herausbildung eines Marktes andernfalls nicht lohnt. Dies wirft jedoch umgehend die Frage auf, auf welche Art und Weise die Allokation eines Gutes erfolgen kann, das nur in sehr geringen Stückzahlen bzw. gar nur als Einzelstück vorhanden ist.

Um dieses Problem zu lösen, bietet sich zunächst eine einfache Alternative an, die in der Wahl eines sogenannten Take-It-Or-Leave-It-Preises besteht.3 Hierbei bietet der Verkäufer das Gut zu einem willkürlich festgelegten Preis an, der nicht verhandelbar ist. Allerdings kennt der Verkäufer nur seine eigene Wertschätzung für das entsprechende Objekt, nicht jedoch die max. Zahlungsbereitschaften der potentiellen Käufer. Folglich liegt ein Zustand asymmetrischer Information vor, aus dem sich negative Folgen ergeben können. Zum einen besteht die Möglichkeit, dass der Preis objektiv viel zu hoch gewählt wird, so dass sich kein Käufer findet oder aber eine lange Wartezeit auftritt, die wiederum hohe Opportunitätskosten impliziert. Zum anderen könnte der Preis eventuell zu niedrig gewählt werden, so dass es zwar zu einem schnellen Verkauf kommt, der jedoch signalisiert, dass wahrscheinlich auch ein höherer Preis möglich gewesen wäre. Die skizzierte Alternative erscheint daher nur bedingt geeignet, um das eingangs genannte Problem zu lösen.

Bedeutend vorteilhafter ist in diesem Zusammenhang die Möglichkeit einer Auktion. Unter Auktionen bzw. Auktionsmärkten versteht man einen Allokationsmechanismus, bei dem Güter unter Anwendung eines formalen Bietprozesses verkauft werden.4 Hierbei konkurrieren die Nachfrager, die zumeist auch als Bieter bezeichnet werden, über die Abgabe von Preisgeboten miteinander um das zu verkaufende Objekt. Ein vom Verkäufer vor Beginn der Auktion verbindlich festgelegtes Regelwerk, das allen Teilnehmern bekannt ist, bestimmt den Gewinner der Auktion sowie den zu zahlenden Kaufpreis. Der besondere Vorteil einer Auktion besteht in der Tatsache, dass es zu einem Wettbewerb auf der besser informierten Marktseite der Nachfrager kommt. Dies hat zur Folge, dass jeder Bieter seine privaten Informationen einsetzen wird, um die Versteigerung zu gewinnen, woraufhin davon auszugehen ist, dass sich der Kaufpreis stets an der höchsten individuellen Zahlungsbereitschaft orientieren wird. Zusätzlich ist anzumerken, dass Auktionen den schnellen Verkauf eines Gutes zu einem vom Verkäufer bestimmten Zeitpunkt ermöglichen, so dass es nicht wie im zuvor dargestellten Fall zu hohen Opportunitätskosten kommt.5 Des weiteren sind Auktionen bei der denkbaren Beauftragung eines Dritten prinzipiell weniger anfällig für Absprachen zwischen dem Beauftragten und einem potentiellen Käufer, da sie zumeist öffentlich stattfinden. Daher bleibt festzuhalten, dass Auktionen einen geeigneten Allokationsmechanismus für Güter in geringen Stückzahlen bzw. Einzelstücke darstellen.

2.2. Bekannte Auktionsformen

[...]


1 Einen Überblick über die relevante Literatur bietet Klemperer (1999).

2 Hierbei handelt es sich um die max. Zahlungsbereitschaften der Konsumenten und die Kosten der Produzenten.

3 Siehe hierzu bspw. Kräkel (1992, S. 8-9) oder Wolfstetter (1999, S. 183-184).

4 Vgl. Pindyck/Rubinfeld (2003, S. 691).

5 Allerdings kann die Veranstaltung der Auktion selbst mit z.T. sehr hohen Transaktionskosten (z.B. Miete für Räumlichkeiten, Einladung potentieller Käufer usw.) verbunden sein.

Kommentare

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