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Filmproduktion in Deutschland - Investitionshemnisse und Modernisierungsansätze

Autor: Stephanie Leidig
Fach: Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management

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Details

Veranstaltung: Seminar
Institut: Europa Fachhochschule Fresenius (Europa Fachhochschule Fresenius)
Tags: Filmproduktion, Deutschland, Investitionshemnisse, Modernisierungsansätze, Seminar
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 21
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 22  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 312 KB
Archivnummer: V61858
ISBN (E-Book): 978-3-638-55217-2
Anmerkungen :
Diese Hausarbeit bietet einen ausführlichen Überblick über die aktuelle Situation in der deutschen Filmindustrie. Verschiedene Subventionierungsansätze wurden auf ihre Anwendbarkeit überprüft und beschrieben. Diese Hausarbeit ist eine gute Grundlage und leicht verständlich!

Zusammenfassung / Abstract

Einführung: Ist Deutschlands Filmindustrie konkurrenzfähig? Kino- und Fernsehfilme sind ein wichtiger Wirtschaftszweig, der ohne wirtschaftlichen Erfolg, sprich hohe Besucherzahlen und Einschaltquoten, nicht bestehen kann. Der wirtschaftliche Erfolg des Films ist gerade in Deutschland ein ernstzunehmendes Problem. Deutsche Filmproduktionen werden nur unzureichend finanziell unterstützt und sind somit im internationalen Bereich kaum konkurrenzfähig. Das Kulturgut „Deutscher Film“ würde ohne die Förderungsmaßnahmen, auf die ich in Punkt 3 eingehe, sogar vermutlich ganz von der Bildfläche verschwinden. Förderungsmaßnahmen werden also sicher auch in Zukunft noch ein großes Thema bleiben. Fehlendes Eigenkapital und mögliche Investitionshemmnisse in deutsche Filmproduktionen sind weitere Probleme, die in dieser Hausarbeit erläutert werden sollen. Hier ist vor allem das aktuelle Steuersparmodell zu nennen, für das ab dem kommenden Jahr zum Glück ein neues Gesetz gilt, welches es den deutschen Anlegern erschweren soll, in ausländische, insbesondere amerikanische, Produktionen zu investieren. Diese werden nämlich größtenteils aus unserem „Steuerschlupfloch“ finanziert und helfen den Anlegern beim Steuern sparen. Aber nicht nur die Probleme sollen hier zum Ausdruck kommen. Zur Verbesserung der deutschen Filmwirtschaft gibt es bereits einige Ansätze von verschiedenen Instanzen, wie Politikern und Filmproduzenten, die einen Lichtblick in die Situation des deutschen Films, der sich auch zunehmend aus seiner „wirtschaftlichen Krise“ erholt, bringen sollen. Positiv zu sehen ist zum Beispiel das große Engagement Bernd Neumanns, dem Kulturstaatsminister von Deutschland, der sogar eine eigene Initiative zur Verbesserung der deutschen Filmwirtschaft gegründet hat. Auch Angela Merkel signalisiert mit ihrem Besuch auf der Berlinale kulturelles Interesse am deutschen Film und somit ihre politische Verstärkung bei der Verbesserung der deutschen Filmwirtschaft. Es bleibt die Frage, ob Deutschlands Filmindustrie unter all diesen Umständen konkurrenzfähig wäre oder ob drastische Änderungen im System der Filmwirtschaft vorgenommen werden müssten. Einige Antworten zum Wettbewerb der deutschen Filmindustrie sollen hier gegeben sein.

Textauszug (computergeneriert)

Filmproduktion in Deutschland –
Investitionshemnisse und Modernisierungsansätze

von: Stephanie Leidig

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung: Ist Deutschlands Filmindustrie konkurrenzfähig? 4

2. Die deutsche Filmwirtschaft 5

3. Die deutsche Filmförderung 6

3.1. Das Filmförderungsgesetz 6
3.2. Förderung auf Bundesebene 6

3.2.1. Die Filmförderungsanstalt (FFA)  6
3.2.2. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) 8

3.3. Förderung auf Landesebene  8
3.4 Europäische Fördermaßnahmen 9

4. Filmfinanzierung und Filmfinanzierungshemmnisse  6

4.1 Die Filmfinanzsituation in Deutschland 10
4.2 Film- und Medienfonds  10

4.2.1 Beispiel zur Funktion des Steuersparmodells 11

5. Modernisierungsansätze  13

5.1 Interessengemeinschaft Filmproduktion film20 13
5.2 Politik 15
5.3 Medien-Erlass 16
5.4 Europäische Finanzierungsmodelle 16
5.5 Weitere Modernisierungsansätze  17

5.5.1 Werbekampagnen  17
5.5.2 Digitalisierung 18

6. Fazit: Ein Wettbewerb ist durchaus möglich 18



 

 

1 Einführung: Ist Deutschlands Filmindustrie konkurrenzfähig?

Kino- und Fernsehfilme sind ein wichtiger Wirtschaftszweig, der ohne wirtschaftlichen Erfolg, sprich hohe Besucherzahlen und Einschaltquoten, nicht bestehen kann. Der wirtschaftliche Erfolg des Films ist gerade in Deutschland ein ernstzunehmendes Problem. Deutsche Filmproduktionen werden nur unzureichend finanziell unterstützt und sind somit im internationalen Bereich kaum konkurrenzfähig. Das Kulturgut „Deutscher Film“ würde ohne die Förderungsmaßnahmen, auf die ich in Punkt 3 eingehe, sogar vermutlich ganz von der Bildfläche verschwinden. Förderungsmaßnahmen werden also sicher auch in Zukunft noch ein großes Thema bleiben.

Fehlendes Eigenkapital und mögliche Investitionshemmnisse in deutsche Filmproduktionen sind weitere Probleme, die in dieser Hausarbeit erläutert werden sollen. Hier ist vor allem das aktuelle Steuersparmodell zu nennen, für das ab dem kommenden Jahr zum Glück ein neues Gesetz gilt, welches es den deutschen Anlegern erschweren soll, in ausländische, insbesondere amerikanische, Produktionen zu investieren. Diese werden nämlich größtenteils aus unserem „Steuerschlupfloch“ finanziert und helfen den Anlegern beim Steuern sparen. Aber nicht nur die Probleme sollen hier zum Ausdruck kommen. Zur Verbesserung der deutschen Filmwirtschaft gibt es bereits einige Ansätze von verschiedenen Instanzen, wie Politikern und Filmproduzenten, die einen Lichtblick in die Situation des deutschen Films, der sich auch zunehmend aus seiner „wirtschaftlichen Krise“ erholt, bringen sollen. Positiv zu sehen ist zum Beispiel das große Engagement Bernd Neumanns, dem Kulturstaatsminister von Deutschland, der sogar eine eigene Initiative zur Verbesserung der deutschen Filmwirtschaft gegründet hat. Auch Angela Merkel signalisiert mit ihrem Besuch auf der Berlinale kulturelles Interesse am deutschen Film und somit ihre politische Verstärkung bei der Verbesserung der deutschen Filmwirtschaft. Es bleibt die Frage, ob Deutschlands Filmindustrie unter all diesen Umständen konkurrenzfähig wäre oder ob drastische Änderungen im System der Filmwirtschaft vorgenommen werden müssten. Einige Antworten zum Wettbewerb der deutschen Filmindustrie sollen hier gegeben sein.

2 Die deutsche Filmwirtschaft

Da die Film- und Fernsehwirtschaft zur Zeit einer großen Umstrukturierung unterliegt, befindet sie sich unter einem enormen Druck. Höhepunkte werden hier in der „Kirchkrise“1, dem Zusammenbruch der Werbewirtschaft in Film- und TV-Produktionen und dem Zusammenbruch der „Neuen Marktes“ gesehen2. Aus welchen Wirtschaftszweigen sich die Struktur der deutschen Filmwirtschaft zusammensetzt und welche Aktivitätsschwerpunkte diese haben, lässt sich aus Abbildung 1 entnehmen. Man versucht, den Film auf möglichst vielen Wegen weiter zu verwerten, damit man aus ihm und seiner Verwertungskette einen möglichst großen Gewinn schöpfen kann (dazu mehr in Punkt 4.1). Zu den Hauptstandorten der Filmwirtschaft in Deutschland gehören Berlin, Hamburg, Köln und München. Dies ist darauf zurück zu führen, dass dort eine Medienkonzentration vorliegt. Eine Medienkonzentration ist notwendig für die Filmproduktionen, da diese in der Regel mit Hilfe einer Kooperation vieler kleinerer Unternehmen entstehen. In den genannten Medienzentren hatten im Jahr 2000 76 % aller Produktionsbetriebe ihren Sitz, auf die 88 % des Gesamtumsatzes dieses Jahres entfiel3. Betrachtet man den internationalen Markt ist die Konzentration allerdings besonders in Amerika und keineswegs in Deutschland zu beobachten. Deutschland ist momentan nicht konkurrenzfähig zu Amerika, wo die großen Kinoproduktionen entstehen.

Abbildung 1: Struktur der deutschen Filmwirtschaft [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

3 Die deutsche Filmförderung

3.1 Filmförderungsgesetz

Der europäische Filmmarkt, gemessen an seiner Konsumentenzahl ist zwar der weltgrößte Markt für audiovisuelle Produkte4, dennoch gibt es seit den 50er Jahren in fast allen europäischen Ländern Filmförderungen, ohne die der europäische Filmmarkt keine Existenz besäße. Gerade die deutschen Produktionen werden hauptsächlich durch Fördermaßnahmen finanziert. Dafür gibt es in Deutschland das Filmförderungsgesetz (FFG) vom 22. Dezember 2003, welches seit dem 1. Januar 2004 in Kraft getreten ist. Dies ist ein Gesetz über die Maßnahmen zur Förderung des deutschen Films. Seine Erstfassung gibt es bereits seit dem 1. Januar 19685. Die durchführende Organisation dieses Rechts ist die Filmförderungsanstalt (FFA).

3.2 Förderung auf Bundesebene

3.2.1 Die Filmförderungsanstalt (FFA)

[...]


1 Die von Leo Kirch 1955 gegründete Kirchgruppe, bestehend aus drei Teilen (KirchMedia GmbH & Co. KGaA, KirchPayTV GmbH & Co KGaA und Kirch Beteiligungs GmbH & Co KG) wurde im Jahre 2002 durch Insolvenzanmeldung von KirchPayTV GmbH & Co KGaA zerschlagen und befindet sich derzeit in einer weiteren Krise, die ihren Anfang vermutlich in einer vom Deutsche-Bank Manager Rolf-E. Breuer bewussten Aussage über die Kreditwürdigkeit der Kirchgruppe fand.

2 Thies, Alexander (2003). Filmwirtschaft – Branchenfakten mit Fokus auf Berlin, (Vorwort). Ausgabe zur Berlinale. Berlin

3 Thies, Alexander (2003). Filmwirtschaft – Branchenfakten mit Fokus auf Berlin, (S. 4). Ausgabe zur Berlinale. Berlin

4 Vgl. Gordon Michael (1996), Regionalwirtschaftliche Filmförderung – Kosten und Nutzen, S. 32, Wien

5 Vgl. o.V. (2005) Kurzinformation – Information über die Filmförderungsanstalt (FFA) [www.dokument] Verfügbar unter: http://www.ffa.de [25.04.2006]

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