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Autor: Harald Lohmann
Fach: Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
Details
Institution/Hochschule: FernUniversität Hagen (Fernstudiengang Medien)
Tags: Einsatz, Wikis, Lernarrangement, Projektorientierte, Nutzung, Erstellung, Kurzgeschichten, Englischunterricht, Fernstudiengang, Fernstudium, Medien
Jahr: 2005
Seiten: 29
Note: 2,7
Literaturverzeichnis: ~ 8 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 308 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-55248-6
ISBN (Buch): 978-3-638-66830-9
In dem von mir eingerichteten Wiki hatten die Schüler die Aufgabe, das Wiki im Gruppenmodus als Plattform zur Erstellung von Kurzgeschichten zu nutzen. Dazu schrieben sie innerhalb einer vorab festgelegten Gruppe eine Kurzgeschichte in englischer Sprache. Das Wiki ermöglichte dabei die gegenseitige Korrektur, resp. Ergänzung und Modifizierung.
Zusammenfassung / Abstract
Als Gymnasiallehrer an einer Privatschule unterrichte ich das Fach Englisch und suche ständig nach neuen Formen der methodisch-didaktischen Umsetzung meiner Aufgabe als Lehrer. Eine gewisse Affinität zu den neuen Medien und die Überzeugung, dass gerade das Medium des Computers in Verbindung mit dem Internet zunehmend wichtiger werden wird für die Vermittlung von Wissen, brachte mich zu einer Projektidee, die zum einen diese Nutzung des Internet im und auch außerhalb des Englischunterrichts erforderlich machte, zum anderen aber auch den Schülerinnen und Schülern der Lerngruppe Fähigkeiten im Bereich von Teamarbeit und gegenseitiger Unterstützung abverlangte. Gerade im letztgenannten Bereichfinden sich häufig die Gegenargumente von Kritikern des Computereinsatzes in Unterrichtsabläufen.
Textauszug (computergeneriert)
Der Einsatz von Wikis als Lernarrangement
Projektorientierte Nutzung zur Erstellung von Kurzgeschichten
im Englischunterricht
Hausaufgabe
Modul B
Computerbasiertes Medienprodukt
Name: Harald Lohmann
Semester: 3. Semester
Datum: April 2005
Inhaltverzeichnis
1.0 Einleitung 1
1.1 Vorüberlegungen 1
1.2 Wiki – eine Definition 2
1.3 Medienpädagogische Grundlagen 2
1.3.1 Mediendidaktische Begründung 3
1.4 Curriculare Integration des Lernarrangements 4
1.5 Zielsetzung 4
2.0 Das Projekt 6
2.1 Die Lerngruppe 6
2.1.1 Die technischen Voraussetzungen bei den Mitgliedern der Lerngruppe 6
2.2 Die technischen Voraussetzungen der Schule 6
2.3 Projektvorbereitung7
2.3.1 Vorbereitung des Lernarragements des Wiki 7
2.3.2 Vorbereitung der Lerngruppe 8
2.4 Zeitplan 8
2.5 Aufgabenstellung 9
2.5.1 Erste Projektwoche – 4. Oktober 2004 9
2.5.2 Zweite Projektwoche – 11. Oktober 2004 10
2.5.3 Dritte Projektwoche – 2. November 2004 10
2.6 Aufgabenverteilung 11
2.7 Arbeitsablauf 11
2.8 Unterstützung durch die Lehrkraft 11
2.9. Asynchrone und synchrone Kommunikation 12
2.10 Projektergebnis 12
3.0 Schlussteil 17
3.1. Evaluation 17
3.1.1 Evaluation des Produkts der Gruppe 5: The Short Story „Test of Courage“ 17
3.1.2 Evaluation der technischen Umsetzung 18
3.2 Reflexion 18
Literaturverzeichnis
Anhang
1. Einleitung
1.1 Vorüberlegungen
Als Gymnasiallehrer an einer Privatschule unterrichte ich das Fach Englisch und suche ständig nach neuen Formen der methodisch-didaktischen Umsetzung meiner Aufgabe als Lehrer. Eine gewisse Affinität zu den neuen Medien und die Überzeugung, dass gerade das Medium des Computers in Verbindung mit dem Internet zunehmend wichtiger werden wird für die Vermittlung von Wissen, brachte mich zu einer Projektidee, die zum einen die Nutzung des Internet im und auch außerhalb des Englischunterrichts erforderlich machte, zum anderen aber auch den Schülern1 der Lerngruppe Fähigkeiten im Bereich von Teamarbeit und gegenseitiger Unterstützung abverlangte. Gerade im letztgenannten Bereich finden sich häufig die Gegenargumente von Kritikern des Computereinsatzes in Unterrichtsabläufen.
Eine mögliche Alternative ist das Weblog. Anders als ein Wiki ist es chronologisch aufgebaut.2 Diese Form eines Webportals eignet sich besonders für Zwecke einer Online- Dokumentation von Ereignissen bzw. Inhalten, die in einem zeitlichen Zusammenhang stehen. Für die methodisch-didaktische Umsetzung zur Erstellung eines Lerntagebuches bei der Lektürearbeit würde sich daher ein Weblog eher anbieten als die Verwendung eines Wiki.
1.2 Wiki – Möglichkeiten und Grenzen
Das Wort Wiki stammt aus dem Hawaiianischen und bedeutet übersetzt „schnell, schnell“. Genau das beschreibt auch den wesentlichen Vorteil, den diese Internetplattform darstellt. Vergleichbar ist ein Wiki mit einer sehr simplen Textverarbeitung, die online die Möglichkeit der unmittelbaren Eingabe bietet. Dadurch kann der User direkt im Netz Texte erstellen und vorhandene Texte auch editieren. Der Zugriff ist offen für alle.
Das Wiki als offenes Autorensystem steht im Kontrast zu den streng hierarchisch gegliederten Strukturen herkömmlicher Systeme. Diese „liberale“ Art der Inhaltsverwaltung funktioniert, wie das wohl bekannteste Projekt Wikipedia beweist. Die Gründer dieses gigantischen Lexikons sahen in erster Linie die unendlichen Möglichkeiten, das Wissen von Millionen von Usern zu bündeln und als Internetlexikon zu betreiben. Die Kritiker, die die Gefahr des Netzvandalismus als wichtiges Gegenargument betonen und der Idee kaum Überlebenschancen zubilligten, wurden schnell überzeugt. Trotz mutwilliger Löschaktionen einzelner User hat sich dieses Lexikon als äußerst sicher herausgestellt und erreicht – nicht zuletzt auch durch systemimmanente Schutzmaßnahmen – einen hohen Status an Verlässlichkeit. Dieses Lexikon kann daher zur Informationsbeschaffung empfohlen werden, wobei weitere Quellen zur Absicherung genutzt werden sollten.
Das besondere an einem Wiki ist nämlich, dass es jeder, von jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt editieren kann, um zum Aufbau neuer Informationsstrukturen beizutragen. Sowohl die Inhalte als auch die Struktur eben dieser können also von jedermann mitgestaltet werden (open editing). Konzepte wie dieses könnten zur Demokratisierung des Webs durch informationelle Selbstbestimmung beitragen.3
Ein sehr wichtiges Element eines Wikis ist der Hyperlink. Bei der Erstellung eines WikiNamen4 wird automatisch eine neue Seite generiert, die entsprechend mit Inhalt gefüllt werden kann. So entstehen die Verknüpfungen der einzelnen Seiten. Diese internen Hyperlinks bilden somit ein inhaltliches Netz.5
„Das Wikiprinzip lässt sich durch zwei Grundsätze beschreiben:
1. Jede Besucherin kann jede Seite verändern.
2. Das Verändern und Erzeugen von Seiten wird so weit wie möglich erleichtert.“6
Im Hinblick auf die pädagogische Nutzung spielt der letztgenannte Aspekt eine wichtige Rolle. Die Schüler können ohne weitere Vorkenntnisse in der html-Programmierung und Webseitengestaltung Inhalte online stellen. Links zu anderen Seiten werden automatisch erstellt, lediglich ein paar Formatierungsbefehle gestalten sich anders, als sie es aus Textverarbeitungsprogrammen kennen. Die aktive Eingabe von Inhalten ermöglichen somit das Erstellen „Lernender Texte“ oder die partizipative Content-Generierung.7
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1 Aus Gründen der Vereinfachung wird der Begriff Schüler für beide Geschlechter verwendet.
2 Vgl. Koch, Haarland, Generation Blogger, S. 25
3 http://www.plasticthinking.org/wiki/WasisteinWiki, download 5. Okt. 2004
4 Schreibung ohne Leerzeichen mit Einbindung eines Großbuchstabens
5 Vgl. Schwan, Ben, Wiki: des Weblogs älterer Bruder, in: Netzzeitung, 1. August 2003,
http://www.netzeitung.de/internet/249340.html, download 5. Okt. 2004
6 Baumgartner, Häfele, Maier-Hafele, Content Management Systeme in e-Education, Innsbruck 2004, S. 61
7 ebd.
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