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Autor: Harald Lohmann
Fach: Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein
Details
Institution/Hochschule: FernUniversität Hagen (Fernstudiengang Medien)
Tags: Eine, Generation, Couch, Potatoes, Ansatz, Arbeit, Rezeption, Medienangeboten, Fernstudiengang, Fernstudium, Medien
Jahr: 2005
Seiten: 21
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 12 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 240 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-55249-3
ISBN (Buch): 978-3-638-75309-8
Es handelt sich hier um eine Reflexion zum Wahlbereich Medienrecht, handlungsorientierte Medienpädagogik und Filmanalyse des Masterstudiengangs Medienpädagogik. Die letztgenannten Bereiche habe ich zusammengefasst.
Zusammenfassung / Abstract
Im Schulalltag wird es deutlich. Immer mehr Kinder zeigen eine erhöhte Neigung zur Selbstdarstellung, verstecken ihre eigene Identität hinter einer Fassade aus Show und Imitation. Ursächlich hierfür sind viele Faktoren, wie z. B. allein erziehende Eltern, Perspektivlosigkeit, psychische Störungen durch Fettleibigkeit, Magersucht oder auch Leistungsdruck. Eine zunehmend ernstzunehmende Ursache für diese Entwicklung liegt im Bereich des Fernsehens, respektive im exzessiven Konsum von low-budget oder low-quality TV-Sendungen. In der Rezeption von Telenovelas und anderen Formen von Seifenopern entstehen parasoziale Bindungen, die zu Medienfiguren dieser Sendungen aufgebaut werden und führen zu einer „medialen Regression“, einer langfristig orientierten Zurückentwicklung der Autonomie- und Kontrollbedürfnisse. Mit anderen Worten: der exzessive Konsum von Fernsehen kann die Bindungsfähigkeit vermindern. Kompensationsventil einer primär noch leichten psychischen Störung kann die häufig theatralisch wirkende Inszenierung sein, die die eigene Persönlichkeit ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken will.
Textauszug (computergeneriert)
„Eine Generation von Couch Potatoes?“
Handlungsorientierter Ansatz medienpädagogischer Arbeit
zur reflektierten Rezeption von Medienangeboten
Reflexion zum
Wahlbereich
Medienrecht - Filmanalyse -
handlungsorientierte Medienpädagogik
Name: Harald Lohmann
Semester: 4. Semester
Datum: September 2005
Inhalt
1 Einleitung 3
2. Darstellung der Kursinhalte 4
2.1 Medienrecht, Kurs 73054 4
2.2 Filmanalyse, Kurs 74924 7
2.3 Handlungsorientierte Medienpädagogik, Kurs 73066 10
3.0 Medienrecht im Schulalltag 14
4.0 Handlungsorientierung versus Couch Potatoes 15
4.1 Der Zusammenhang von Histrionik und exzessivem TV-Konsum 16
4.2 Die medienpädagogische Antwort 17
Literaturverzeichnis
1 Einleitung
Im Schulalltag wird es deutlich. Immer mehr Kinder zeigen eine erhöhte Neigung zur Selbstdarstellung, verstecken ihre eigene Identität hinter einer Fassade aus Show und Imitation. Ursächlich hierfür sind viele Faktoren, wie z. B. allein erziehende Eltern, Perspektivlosigkeit, psychische Störungen durch Fettleibigkeit, Magersucht oder auch Leistungsdruck. Eine zunehmend ernstzunehmende Ursache für diese Entwicklung liegt im Bereich des Fernsehens, respektive im exzessiven Konsum von low-budget oder low-quality TV-Sendungen. In der Rezeption von Telenovelas und anderen Formen von Seifenopern entstehen parasoziale Bindungen, die zu Medienfiguren dieser Sendungen aufgebaut werden und führen zu einer "medialen Regression" (Winterhoff-Spurk, 171), einer langfristig orientierten Zurückentwicklung der Autonomie- und Kontrollbedürfnisse.
Mit anderen Worten: der exzessive Konsum von Fernsehen kann die Bindungsfähigkeit vermindern. Kompensationsventil einer primär noch leichten psychischen Störung kann die häufig theatralisch wirkende Inszenierung sein, die die eigene Persönlichkeit ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken will.
Die Medienfiguren leben es vor, der junge Mensch imitiert und - fataler Nebeneffekt - degeneriert seine eigene Persönlichkeit. Die Entwicklungspsychologie spricht in diesem Zusammenhang von patchwork identity oder celebrity identification (Winterhoff-Spurk, 175). Der Anteil der Jugendlichen mit dieser Form der Identität hat sich in den letzten Jahren dramatisch erhöht (Oerter, 310ff).
Medienpädagogisch wird dem bereits durch die Tatsache entgegengewirkt, dass die Vermittlung von Wirkungsmöglichkeiten und Manipulationstechniken von Film und Fernsehen als curriculare Vorgaben Bestandteil des schulischen Erziehungsauftrags geworden sind. Und dies führt auch zur Thematik meiner Reflexion. Ich werde versuchen, die Kursinhalte zur handlungsorientierten Medienpädagogik und zur Filmanalyse zu einem Aspekt zu verknüpfen. Die klassische Filmanalyse soll anhand einer handlungsorientierten Unterrichtssequenz dargestellt und im Hinblick auf medienpädagogische Aspekte reflektiert werden. Natürlich darf man schon an dieser Stelle sagen, dass sich hier die Schule in ihrer Wirkung nicht überschätzen darf. Erziehung findet immer noch primär im häuslichen Bereich statt, auch wenn Schule als Subkultur der modernen Gesellschaft immer stärker eine Erzieherfunktion übernehmen muss. Gerade diese Rollenverschiebung und die damit steigende Verantwortung im Erziehungsprozeß der Jugendlichen soll aufgegriffen werden, um zu verdeutlichen, dass Schule auch der Tendenz zum "Couch potato" entgegenwirken sollte.
Das Thema Medienrecht wird hier nur peripher berührt, weshalb ich es in einem eigenen Kapitel den Bezug zum Umfeld schulischer Bildung reflektieren möchte.
2 Darstellung der Kursinhalte
2.1 Medienrecht, Kurs 73054
Die Darstellung von Boenigk1 erstreckt sich über insgesamt elf Kapitel, deren Relevanz zum Studium und zu medienpädagogischen Fragestellungen primär in den Kapiteln VII (Urheberrecht), IX (Jugendmedienschutz) und XI (Spezielle Fragen einer Internetpräsenz) liegt. Auf diese drei Kapitel möchte ich mich in der Darstellung des Kursinhalts konzentrieren.
Die schulische Relevanz des Urheberrechts wird bereits im ersten Satz des Kapitels deutlich: „Jeder, der Medien schafft oder auch einfach nur nutzt, kommt mit dem Urheberrecht täglich in Berührung.“ (Boenigk, 61) Und das, was als persönliche geistige Schöpfung im Unterricht entsteht, sei es vom Lehrer oder auch vom Schüler, ist durch das Urheberrechts-Gesetz (UrhG) geschützt.
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1 Boenigk, Ricarda Luise, Gnädig, Natascha und Knorpp, Katrin sind die Autorinnen der Studienmaterialien des Kurses Medienrecht, Kursnummer 73054. Im Folgenden wird in Kurzform nur auf die erste Autorin hingewiesen.
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