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Presentation (Elaboration), 2006, 16 Pages
Author: Silvana Lehmann
Subject: Pedagogy - Intercultural Pedagogy
Details
Institution/College: University of Erfurt (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)
Tags: Aggressionen, Lehrkräfte, Gewaltprävention, Aggressionen, Erklärungs-, Handlungsansätze
Year: 2006
Pages: 16
Grade: gut
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-55357-5
ISBN (Book): 978-3-638-92527-3
File size: 1127 KB
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Abstract
Das Referat „Aggressionen gegen Lehrkräfte“ wurde von fünf Studentinnen des Aufbaustudiengangs Sonderpädagogik vorbereitet und gliederte sich in fünf Schwerpunkte. Den Anfang bildete eine Definition über den Begriff „Aggression gegen Lehrkräfte“, welche den Studierenden einen ersten Überblick über die Thematik geben sollte. Anschließend war eine Gruppenarbeitsphase geplant, in welcher die Studierenden mit Hilfe von verschiedenen Bilder und Fallbeispielen, unterschiedliche Arten von Gewalt erarbeiten sollten. Auf dem Handout, welches jeder Studierende erhalten hat, befanden sich einige wichtige Informationen zu diesen Gewaltformen und den Konsequenzen für den Lehrer. Des Weiteren beinhaltete die Handreichung Informationen über aktuelle Untersuchungsergebnisse und über Gewaltprävention. Gewaltprävention ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Thema im Zusammenhang mit Gewalt und Aggressionen in der Schule und sollte daher nicht unterschätzt werden. Aus diesem Grund werde ich mich in der folgenden Ausarbeitung vertiefend mit dieser Thematik auseinandersetzen. Ich werde versuchen pädagogische Handlungsweisen zur Gewaltprävention zu erläutern und ein Programm von Olweus näher vorstellen.
Excerpt (computer-generated)
Aggressionen gegen Lehrkräfte - Gewaltprävention
von: Silvana Lehmann
(WS 2005/06)
Gliederung
1. Einleitung 2
2. Grundformen pädagogischer Gewaltprävention 3
3. Das Olweus - Konzept zur Gewaltprävention in Schulen 7
4. Schussbemerkungen 9
5. Literatur 10
6. Anhang 11
1. Einleitung
Das Referat „Aggressionen gegen Lehrkräfte“ wurde von fünf Studentinnen des Aufbaustudiengangs Sonderpädagogik vorbereitet und gliederte sich in fünf Schwerpunkte. Den Anfang bildete eine Definition über den Begriff „Aggression gegen Lehrkräfte“, welche den Studierenden einen ersten Überblick über die Thematik geben sollte. Anschließend war eine Gruppenarbeitsphase geplant, in welcher die Studierenden mit Hilfe von verschiedenen Bilder und Fallbeispielen, unterschiedliche Arten von Gewalt erarbeiten sollten. Auf dem Handout, welches jeder Studierende erhalten hat, befanden sich einige wichtige Informationen zu diesen Gewaltformen und den Konsequenzen für den Lehrer. Des Weiteren beinhaltete die Handreichung Informationen über aktuelle Untersuchungsergebnisse und über Gewaltprävention.
Gewaltprävention ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Thema im Zusammenhang mit Gewalt und Aggressionen in der Schule und sollte daher nicht unterschätzt werden. Aus diesem Grund werde ich mich in der folgenden Ausarbeitung vertiefend mit dieser Thematik auseinandersetzen. Ich werde versuchen pädagogische Handlungsweisen zur Gewaltprävention zu erläutern und ein Programm von Olweus näher vorstellen.
2. Grundformen pädagogischer Gewaltprävention
Lothar R. Martin beschreibt in seinem Buch „Gewalt in Schule und Erziehung - Grundformen der Prävention und Intervention“ drei Ebenen der Prävention nach Caplan (1964), welche auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) akzeptiert werden. Diese möchte ich im Folgenden wiedergeben:
1) primäre Prävention als Vorbeugung in den normalen Interaktionsfeldern und Institutionen der Familie, Schule, Arbeit, Freizeit usw.,
2) sekundäre Prävention als Einwirkung gegen die Verfestigung von Störungen, aggressiven Verhaltenstendenzen usw. bei von Abweichung bedrohten Personen und Gruppen sowie in den sie umgebenden Bedingungsfeldern und Strukturen,
3) tertiäre Prävention als gezielte Intervention bei massiven Problemen, z.B. in persönlich und / oder gesellschaftlich inakzeptablen Fällen abweichenden Verhaltens und Erlebens sowie Maßnahmen der Resozialisierung und Verhütung von Rückfällen. (Caplan 1964, zitiert in Martin 1999, S. 95)
Interessant finde ich bei dieser Dreiteilung den Begriff der „Abweichung“. Es ist davon auszugehen, dass Caplan 1964 durchaus etwas anderes verstanden hat, als wir es heute tun. Was genau er allerdings mit diesem Begriff meint geht aus der mir vorliegenden Quelle nicht hervor. Grundsätzlich lässt sich vermuten, dass damit die Abweichung von der bestehenden gesellschaftlichen Norm gemeint ist. In unserem Falle handelt sich um alle Arten von Gewalt gegen Lehrer, welche von Schülern durchgeführt werden, sei es innerhalb oder außerhalb der Schule.
Im oben genannten Buch von Lothar R. Martin bin ich auf 12 Grundformen pädagogischer Gewaltprävention gestoßen, welche ich im Folgenden auszugsweise kurz vorstellen möchte, da ich sie für sehr interessant und wissenswert halte.
Der Autor selbst leitet die Grundformen wie folgt ein:
Ihr pädagogischer Charakter ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich weithin um ganzheitliche pädagogische Situationen (vgl. P. Petersen) handelt. In ihnen sollen verantwortliche Erzieher – und Lehrer / innen usw. Bedingungen schaffen, Interaktionen und Aktionen anregen, die Kinder und Jugendliche als einzelne und Gruppe emotional, sozial, geistig herausfordern, ihr Denken, ihre Einstellungen, ihre Wertorientierungen, ihre Gewohnheiten und ihre Persönlichkeitskräfte auf prosoziale Ziele und Verhaltensweisen auszurichten, Konflikte friedlich zu lösen und den Gewalttätigkeiten in ihrem Lebensraum friedlich und effektiv entgegenzuwirken. (Martin 1999, S. 97)
[...]
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