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„Ich weiss doch gar nicht, was es bedeutet, ein Mensch zu sein!“ - Zum Menschenbild der Serie Star Trek in philosophischer und theologischer Reflexion

Autor: Diplom-Religionspädagoge Guido Kattwinkel
Fach: Theologie - Didaktik, Religionspädagogik

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Details

Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2001
Seiten: 95
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 17  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 367 KB
Archivnummer: V62036
ISBN (E-Book): 978-3-638-55360-5
ISBN (Buch): 978-3-638-84411-6

Zusammenfassung / Abstract

Die Serien mit dem Titel "Star Trek" sind nicht nur wegen ihrer technischen Zukunftsvisionen (Beamen, Kommunikator, Holodeck) faszinierend. Im Zusammentreffen der verschiedenen Kulturen werden immer wieder Fragen an den Menschen herangetragen, die es den Charakteren ermöglichen, über das Menschsein an sich nachzudenken und es zu erklären. Diesen Erklärungen widmet sich die Diplomarbeit. Der Charakter "Seven of Nine", eine ehemalige Borg-Drohne, von der das Zitat des Titels stammt, geht in der vierten Staffel der Serie "Star Trek: Voyager" auf eine Entdeckungsreise der besonderen Art. Sie entdeckt das Menschsein: Was muss gegeben sein, um von einem Menschen zu sprechen? Was unterscheidet ihn vom Nicht-Menschen? In den Dialogen kommen diese Fragen immer wieder vor und eignen sich so hervorragend zu einer kritischen Betrachtung. Die Themen sind unter anderem: Sprache, Individualität, das "menschliche Kollektiv", Bewußtsein, Freiheit, Verwiesenheit auf Sinn und Gott, der Mensch als denkendes Wesen, Leben nach dem Tod

Textauszug (computergeneriert)

Katholische Fachhochschule Nordrheinwestfahlen;
Abteilung Paderborn
Abschlußarbeit für die Diplomprüfung
im Fachbereich Theologie

„Ich weiss doch gar nicht, was es bedeutet, ein Mensch zu sein!“ -
Zum Menschenbild der Serien Star Trek in philosophischer und theologischer Reflexion

eingereicht von:
Guido Kattwinkel

Mai 2001

 

Gliederung

Gliederung ... 1

1. Vorwort ... 1

2. Vorklärungen  ... 3
2.1. Das Anliegen  ... 3
2.2. Die Methode ... 3
2.3. Über Star Trek ... 4
2.3.1. Zur Entstehung der Serie Star Trek ... 4
2.3.2. Von der Originalserie zu den neuen Serien ... 5
2.3.3. Hinweise zum metaphorischen Charakter der Serien ... 6
2.4. Das Problem der fiktiven außerirdischen Charaktere  ... 7
2.5. Das Problem der Einheit der Serien  ... 7
2.6. Begrifflichkeiten  ... 8
2.6.1. Beamen ... 8
2.6.2. Holodeck/mobiler Emitter  ... 8
2.6.3. Die Borg/Borg-Kollektiv  ... 9
2.6.4. Borg-Implantate ... 9
2.6.5. Assimilieren  ... 9
2.6.6. Warpgeschwindigkeit ... 9

3. Untersuchung ... 10
3.1. Untersuchung des Prozesses der „Vermenschlichung“ des Charakters Seven of Nine in der Serie Star Trek: „Voyager“  ... 10
3.2. Skorpion (V71)  ... 11
3.2.1. Der Inhalt ... 11
3.2.2. Analyse ... 11
3.2.2.1. Der sprechende Mensch  ... 11
3.2.2.2. Der Mensch als Individuum  ... 13
3.2.2.2.1. Teilhabe ... 13
3.2.2.2.2. Größe/Kleinheit des Menschen  ... 13
3.2.3. Wertung ... 14
3.3. Die Gabe (V72)  ... 15
3.3.1. Der Inhalt ... 15
3.3.2. Analyse ... 16
3.3.2.1. Der individuelle Mensch  ... 16
3.3.2.2. Die Kleinheit des Menschen  ... 17
3.3.2.3. Der Mensch im Bezug zum Menschen ... 17
3.3.2.3.1. Der personale Bezug ... 17
3.3.2.3.2. Der Mensch in Gesellschaft ... 18
3.3.2.3.2.1. Das Borg-Kollektiv  ... 19
3.3.2.3.2.2. Das „menschliche Kollektiv“  ... 20
3.3.2.4. Der Mensch als geschichtliches Wesen  ... 22
3.3.2.5. Menschwerdung in Entscheidung ... 24
3.3.2.6. Die Freiheit des Menschen ... 25
3.3.2.6.1. Verschiedene Arten von Freiheit  ... 26
3.3.2.6.2. Der Sinn der Freiheit  ... 27
3.3.3. Wertung ... 29
3.4. Der Schwarze Vogel (V74)  ... 31
3.4.1. Der Inhalt ... 31
3.4.2. Analyse ... 32
3.4.2.1. Verwiesenheit auf Sinn ... 32
3.4.3. Wertung ... 35
3.5. Apropos Fliegen (V79)  ... 36
3.5.1. Der Inhalt ... 36
3.5.2. Analyse ... 36
3.5.2.1. Bewußtsein ... 36
3.5.2.1.1. Das Phänomen des Bewußtseins  ... 37
3.5.2.1.2. Unterscheidungen  ... 38
3.5.2.2. Der Mensch als denkendes Wesen ... 40
3.5.2.3. Mensch und Welt ... 42
3.5.3. Wertung ... 44
3.6. Leben nach dem Tod (V80); Die Omega-Direktive (V89)  ... 45
3.6.1. Der Inhalt  ... 46
3.6.1.1. Leben nach dem Tod (V80)  ... 46
3.6.1.2. Die Omega-Direktive (V89)  ... 46
3.6.2. Analyse ... 46
3.6.2.1. Von der Verwiesenheit des Menschen auf Sinn zu Gott ... 47
3.6.2.2. Zum Verhältnis von Philosophie und christlichem Glauben ... 50
3.6.3. Wertung ... 51

4. Zusammenfassende Wertung und Ausblick  ... 52

 

1. Vorwort

Die Serien mit dem Titel „Star Trek“ sind vermutlich die erfolgreichsten Science-fiction-Serien der Welt. Mit zusammen über 560 bisher gesendeten Folgen und neun Kinofilmen sind sie wohl auch die umfangreichsten. Schon in den ersten Monaten der Sendung in den sechziger Jahren des nun vergangenen Jahrhunderts begannen erste Fantreffen und verhinderten sogar, die Originalserie wegen damaliger schlechter Einschaltquoten einzustellen1. Diese Bewunderung hat auch mich ergriffen, so daß sie eine Hauptmotivation bei der Erstellung dieser Arbeit war.

Im Zusammenhang mit der Qualität der Serien wird immer wieder die „Philosophie Star Treks“ erwähnt. Diese nun unter anthropologischem Blickwinkel zu untersuchen, war mir ein großes Anliegen. Denn die Menschen, die in der fiktionalen Zukunft leben, sehen sich außerirdischen Lebensformen gegenübergestellt, die viele Anfragen an den Menschen stellen. Diese zu beantworten, ist ein Bemühen von Star Trek. Es drängen sich fast naturgemäß viele Fragen auf: Wie wird der Mensch in diesen Serien dargestellt? Entspricht die Darstellung der Ansicht der philosophischen und theologischen Anthropologie? Können die Serien vielleicht sogar noch mehr leisten? Diese Fragen zu beantworten ist das Hauptanliegen dieser Arbeit. Dabei ist zunächst davon auszugehen, daß nicht jeder Leser Star Trek kennt. Daher erfolgen zunächst einige wichtige Hintergrundinformationen sowie Klärungen, wie die Untersuchung formal angegangen werden soll. Die Untersuchung selbst folgt dem Schema: Inhaltsangabe der jeweiligen Folge - Analyse – Wertung/Kommentar.

In der Analyse soll versucht werden, anthropologische Elemente mit den Darstellungen in den Serien zu verbinden, die Wertung gibt eine Stellungnahme zum Teilergebnis ab. Im Anschluß an die Untersuchung wird eine zusammenfassende Wertung die Teilergebnisse kommentieren. Ich möchte darauf hinweisen, daß im Rahmen dieser Diplomarbeit keine vollständige Anthropologie geleistet werden kann und soll. Vielmehr sollen einzelne Aspekte mit der Darstellung in den Serien verglichen werden. Die Reihenfolge der dargestellten Elemente des Menschen orientiert sich an der Abfolge der Episoden der untersuchten Staffel. Daher mag sie etwas ungewöhnlich erscheinen. Aber „die Themen der philosophischen Anthropologie, Ich, Verwiesenheit auf Sinn, Offenheit des Menschen, Leiblichkeit, Intersubjektivität, Geschichtlichkeit usw. lassen sich kaum, wie es der Duktus eines Buches erfordert, hintereinander darstellen. Sie gehören in der Wirklichkeit des Menschen in eins, setzen sich gegenseitig voraus und bilden gemeinsam die Seinsart des Menschen.“2

Der Titel der Arbeit ist ein Zitat aus der Serie Star Trek: „Raumschiff Voyager“. Der Charakter, Seven of Nine, der wieder ein Mensch werden soll, „weiß doch gar nicht, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.“3 Sie weiß nicht, was einem Lebewesen gegeben sein muß, um von einem Menschen sprechen zu können. Das herauszufinden, einige Elemente des Menschen aufzuzeigen, widmet sich die vorliegende Arbeit.

2. Vorklärungen
2.1. Das Anliegen

Das Anliegen dieser Diplomarbeit ist es, einen Überblick darüber zu geben, welche anthropologischen Elemente des Menschen in den Serien Star Trek dargestellt werden. Bei dem Aufweis sollen sowohl verbale Äußerungen wie auch aussagerelevante Handlungen berücksichtigt werden. Es kommt dem Verfasser dabei nicht auf Vollständigkeit und Detailtreue an, da diese den Rahmen der Arbeit sprengen würden. Vielmehr soll auf einzelne Aspekte aufmerksam gemacht werden, eine vollständige Anthropologie kann nicht geleistet werden. Die Leitfrage lautet: Was sagen die Serien über den Menschen und seine Grunderfahrungen aus? Und: Können die Aussagen im Lichte einer philosophischen bzw. theologischen Anthropologie gedeutet werden? Die Qualität der Aussagen ist dann noch zu prüfen.

2.2. Die Methode

Ausgehend von der vierten Staffel der Serie Star Trek: "Raumschiff Voyager" werden zunächst diejenigen Folgen untersucht, deren Inhalt ein Ergebnis verspricht. Die Auswahl ist im Anhang dokumentiert. Dann wird näher auf die Aussagen der Folge eingegangen, bereits mit anthropologischer Reflexion. Zur Ergänzung eines Themas werden schließlich einzelne Folgen der Serie Star Trek: „Das nächste Jahrhundert" hinzugezogen. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, daß die Reihenfolge der Elemente sich aus der Reihenfolge ergibt, in denen sie in der Serie vorkommen. Der logische Aufbau ergibt sich also nicht aus den wesentlichsten Elementen des Menschen, sondern aus deren Erscheinen in den Episoden.

[...]


1 vgl. Sander 1 (1995), 95.

2 Scherer, (1976), 91.

3 Anhang, 5.

Kommentare

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