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Die Bundesrepublik etabliert sich im Westen 1955-1966 close

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Die Bundesrepublik etabliert sich im Westen 1955-1966

Termpaper, 2005, 22 Pages
Author: Conny Löffler
Subject: History - Postwar Period, Cold War

Details

Event: Hauptseminar
Institution/College: Dresden Technical University
Tags: Bundesrepublik, Westen, Hauptseminar
Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 22
Grade: 1
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V62081
ISBN (E-book): 978-3-638-55396-4

File size: 161 KB


Excerpt (computer-generated)

Technische Universität Dresden
Neueste Geschichte - Bundesrepublik
Hauptseminar

Die Bundesrepublik etabliert sich im Westen 1955-1966

eingereicht von:
Conny Löffler

2005

 

Gliederung

Einleitung ... 3
Darstellung ... 3

1. Ausgangslage ... 03
2. Moskaureise Adenauers ... 06
3. Tauwetterphase ... 07
4. Römische Verträge ... 10
5. Krise um Berlin ... 11
6. Spaltung Berlins ... 13
7. Pluralismus der Mächte ... 14
8. Regierungszeit Erhard ... 17

Auswertung ... 19
Literaturverzeichnis ... 22

 

Einleitung

Wie etabliert man sich als Verlierer, dem nach Jahren des Hoffens die Souveränität geschenkt wurde, unter den Siegern? Wem kann man vertrauen, dass er die Interessen der undesrepublik vertritt und wie erreicht man die als Ziel im Grundgesetz verankerte Wiedervereinigung?

Meine Hausarbeit beschäftigt mit der Zeit der Etablierung der Bundesrepublik im Westen in den Jahren von 1955 bis 1966, als sich eben diese Fragen unter Bundeskanzler Adenauer und Bundeskanzler Erhard stellten. Die Frage, die sich mir stellt und die ich beantworten möchte, ist, ob die Bundesrepublik außenpolitisch ihr eigener Herr war in dieser Phase oder nur Spielball im Gegeneinander der Sieger. Zuerst werde ich den Verlauf der Ereignisse dieser Jahre darstellen, wieder in Phasen unterteilt um abschließend meine Bewertung abzugeben. Als Literaturgrundlage dienen mir die drei Bände von Hans-Peter Schwarz und Klaus Hildebrand aus der Reihe „Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“, der Oldenburgband von Rudolf Morsey zur Bundesrepublik Deutschland, Andreas Hillgrubers „Deutsche Geschichte 1945-1986“ und Christian Hackes „Weltmacht wider Willen“.

Darstellung
1. Ausgangslage

Das Scheitern der EVG empfand Adenauer als ein außenpolitisches Debakel1. Er erwartete, dass die Sowjetunion die Situation ausnutzen könnte, und befürchtete, dass nationalistische Tendenzen in der Bundesrepublik nun aufblühen und eine Wiedervereinigung der deutschen Territorien auf Kosten der Freiheit würden zu erringen versuchen2.

Churchill gratulierte wider Erwarten Adenauer zum Scheitern der EVG3. Auch ein Lösungsvorschlag der Misere erfolgte von britischer Seite. Außenminister Eden schlug eine Einbeziehung der Bundesrepublik in die NATO vor4.

Innerhalb von vier Monaten wurden neue Verträge ausgearbeitet, nicht zuletzt unter dem Druck Adenauers5. Einem möglichen wiederholten Ausscheren Frankreichs wirkten die Vereinigten Staaten und Großbritannien mit der Drohung entgegen, notfalls einen eigenen Militärpakt mit der Bundesrepublik abzuschließen6.

Verhandelt wurde schließlich auf den Konferenzen von London (28.9.-3.10.) und Paris (19- 23.10.) über die NATO-Aufnahme7. Die USA und Frankreich erhofften sich dadurch die deutschen Streitmächte kontrollieren zu können, Großbritannien wollte hingegen vor allem eine eigene weitere supranationale Bindung an Europa verhindern8. Viel mehr erhoffte sich Adenauer. Zuallererst wäre die NATO-Aufnahme die lang angestrebte Westbindung der Bundesrepublik mit der Chance auf sofortige Anerkennung der Souveränität9.

Auch hatte man in der Bundesrepublik erkannt, dass die weitere Truppenstationierung der Siegermächte eine Sicherheitsgarantie ersten Ranges war10, zumal man mit der eigenen Rüstung 10 Jahre im Rückstand lag11. Hierbei erhoffte man sich nun Hilfe durch die Vereinigten Staaten. Nicht zuletzt strebte Adenauer auch eine Gleichberechtigung und Gleichstellung der BRD mit Frankreich und England an12, auch wenn er vermied, sich in Hinsicht auf den zweiten Punkt in der Öffentlichkeit zu äußern.

[...]


1 Christian Hacke: Weltmacht wider Willen. Die Aussenpolitik der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt/M. 1993, S. 78.

2 Ebenda, S. 78.

3 Ebenda, S. 78.

4 Ebenda, S. 78.

5 Hans-Peter Schwarz: Die Ära Adenauer.Gründerjahre der Republik 1949-1957, Stuttgart 1981, S. 246.

6 Ebenda, S. 248.

7 Ebenda, S. 247.

8 Ebenda, S. 248.

9 Ebenda, S. 249.

10 Christian Hacke: Weltmacht wider Willen. Die Aussenpolitik der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt/M. 1993, S. 78.

11 Hans-Peter Schwarz: Die Ära Adenauer. Gründerjahre der Republik 1949-1957, Stuttgart 1981, S. 252.

12 Christian Hacke: Weltmacht wider Willen. Die Aussenpolitik der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt/M. 1993, S. 81.


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